Test - Geheimnis der Druiden : Geheimnis der Druiden

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Manchmal fragt man sich, ob das Adventure-Genre wirklich so tot ist, wie immer lauthals proklamiert wird. Immerhin sind mit 'Flucht von Monkey Island' und 'Stupid Invaders' zwei gute Titel in den letzten Monaten erschienen, die sich allerdings eher der humorigen Kost zugewandt haben. Das haben sich wohl auch CDV und House of Tales gedacht, die mit 'Das Geheimnis der Druiden' ein anspruchsvolles Mystery-Adventure auf die Fans loslassen.

Doch beginnen wir am Anfang des Spieles, welcher paradoxerweise in der Gegenwart liegt und nicht in der Vergangenheit. Brent Halligan ist Detective bei Scotland Yard und zudem der typische Verlierertyp ohne Erfolg im Job oder bei Frauen und mit Chaos im Büro. Wie sonst hätte er es wohl geschafft, nach dem Tod von Lady Di ausgerechnet Prinz Charles auf die Fahndungsliste zu setzen. Wie auch immer, als ein neuer Mord in der sogenannten Skelett-Morde-Serie passiert, wird er dem Fall zugeteilt, nachdem seine Kollegen bisher nur peinliches geleistet und einen Unschuldigen verhaftet haben, der zudem noch im Knast das Zeitliche gesegnet hat. Allerdings hat Halligans Boss, Chief Inspector Miller, wenig Hoffnung, dass Halligan zur Lösung des Falles beitragen kann, aber das hat wenig zu sagen, denn Miller hält ohnehin jeden außer sich selbst für geistig unterbelichtet.

Geheimnis der Druiden
Scotland Yard ist Dreh- und Angelpunkt der Geschichte.

Zu Beginn sehen die Ermittlungen auch gar nicht rosig aus, ein abgeknabbertes Skelett ohne Zeugen gibt nicht viel her. Doch ein Tipp führt Halligan schliesslich zur Anthropologin Melanie Turner, die nach Untersuchung der Überreste erste Hinweise auf die Tatwaffe geben kann, bei welcher es sich augenscheinlich um eine goldene Sichel handelt. Das wiederum führt zu dem Historiker Arthur Blake, der weitere Hinweise auf einen noch existenten Druidenzirkel, dessen Kopf ein gewisser Lord Sinclair ist, geben kann. Und mehr noch, besagte Druiden scheinen die Absicht zu haben, ein 1000 Jahre altes Ritual, welches ihnen unermessliche Macht geben kann, aber nie abgeschlossen wurde, zu vollenden. Dass ihr in der Rolle von Halligan und Melanie Turner dieses Unterfangen verhindern sollt, ist selbstverständlich, dass ihr euch dabei auch noch 1000 Jahre zurück in die Vergangenheit begeben müsst, um das Übel bei der Wurzel auszurotten, wohl weniger. Auf dem Wege dahin tummelt ihr euch jedenfalls in zahlreichen Locations in London und Frankreich, sowie im finstren Mittelalter Englands.

Geheimnis der Druiden
Melanie Turner liefert erste wichtige Hinweise.

Gesteuert wird ausschliesslich mit der Maus, wie bei 'Point&Click'-Adventures, zu denen auch 'Das Geheimnis der Druiden' gehört, üblich. Gescrollt wird dabei nicht, die Locations bestehen zum Großteil aus mehreren Screens. Ausgänge werden durch einen Pfeil angezeigt, zu dem der Cursor sich verändert, wenn ihr mit der Maus in die Nähe kommt. Das gleiche System kommt auch bei Objekten und Personen zum Tragen, bei denen ebenfalls ein veränderlicher Cursor die möglichen Handlungen anzeigt. Die Bewegungsfreiheit innerhalb der Locations ist begrenzt und führt meist lediglich zu den Objekten, Personen und Ausgängen. Räumlich weitere Strecken zwischen den verschiedenen Locations, also zum Beispiel von Scotland Yard nach Oxford oder Frankreich, werden auf einer Übersichtskarte erledigt, wo eben jene Bereiche nach und nach durch das Lösen bestimmter Rätsel freigeschaltet werden.

Die Steuerung ist dadurch simpel und einsteigerfreundlich, so dass sich der Spieler auf das Wesentliche, nämlich die Rätsel, konzentrieren kann. Im Verlauf des Spieles steuert ihr übrigens nicht nur Halligan, sondern auch Melanie Turner, die im Laufe der Ermittlungen dazustösst und die Lösung einiger Rätsel übernimmt.

Geheimnis der Druiden
Ein Abstecher nach Frankreich tut Not.

Beide Charaktere verfügen über jeweils ein Inventar, welches aufklappt, wenn ihr mit der Maus an den unteren Bildschirmrand geht. Ab und an ist das nicht ganz so glücklich, da im unteren Bereich öfter mal Ausgänge sind. So kann es passieren, dass euer Inventar das eine oder andere Mal ungewollt aufklappt. Das Inventar selber kann mittels zweier Pfeile nach links und rechts gescrollt werden und bietet eigentlich unbegrenzten Platz. Leider tummeln sich dort im Laufe der Zeit speziell bei Halligan etliche Gegenstände, die keinen weiteren Wert im Spiel haben, immerhin aber nicht soviel, dass es gar zu unübersichtlich wird.

'Das Geheimnis der Druiden' ist ein Adventure, die Hauptsache des Spieles sind daher neben der mystisch-spannenden Story zahlreiche Rätsel und Dialoge, wobei House of Tales alle Register zieht und fast keine Art der üblichen Rätsel auslässt. Angenehmerweise geschieht das auf durchweg hohem und logischen Niveau, so dass der Grips gefordert wird, ohne dass der Spieler in Verzweiflung ausbricht über augenscheinlich hirnrissige Kombinationen. Hier hat das Entwickler-Studio fast durchgehend gute Arbeit geleistet.

 

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