Test - Giants: Citizen Kabuto : Giants: Citizen Kabuto

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Entwickler Planet Moon hat nach drei Jahren Entwicklungszeit ihr erstes Spiel in Gestalt von 'Giants: Citizen Kabuto' veröffentlicht. Viele Teammitglieder stammen von Shiny Entertainment, die für ungewöhnliche Spiele bekannt sind. Ob 'Giants' nun trotz der Genialität, wie sie schon MDK auszeichnete, dennoch zum Ladenhüter verdammt ist, werdet ihr hier zwar nicht erfahren, auf jeden Fall feiert das talentierte Entwicklerteam von Planet Moon mit ihrem Erstlingswerk aber einen prächtigen Einstieg in die Welt der Spiele.

Das Konzept hinter 'Giants' ist recht einfach. Eine Gruppe junger und waffentechnisch gut ausgerüsteten Männer stürzen mit ihrem Raumgleiter auf einer Insel ab. Diese wird von drei mehr oder weniger befeindeten Rassen bewohnt. Da wären einmal die Sea Reapers, die mystischen und leichtbekleideten Frauen aus dem Meer - die Smarties, eine etwas nervige, aber zugleich auch hilfreiche Rasse - und natürlich die Kabuto, die aus unglaublich großen und bösartigen Monstern besteht. Und um in diesem Spiel keine Langeweile aufkommen zu lassen darf man mit den Mecc, den Sea Reapern und den Kabuto nacheinander in den Kampf ziehen.

Giants: Citizen Kabuto
Roooaaarrrr.

In keinem anderen Spiel findet man so viel Witz und Humor, wie in 'Giants'. Die Zwischensequenzen sind voll vom britischen Humor und man muss sich teilweise richtig am Tisch festhalten, da man sich ansonsten lachend auf dem Boden wiederfindet. Und Planet Moon hat auch an anderen Stellen nicht an Humor gespart. Von der Missionsbeschreibung bis zur Anleitung (die man normal eh nicht ließt), ist alles voller Witz und Esprit. Man kann sogar sagen, dass jeder, der die Anleitung nicht gelesen hat, etwas verpasst hat. Insgesamt ist das ein Faktor, der dem Spiel viele Unstimmigkeiten verzeihen lässt.

Giants: Citizen Kabuto
Bekommt man da nicht Urlaubsgefühle?

Der Single Player Modus von 'Citizen Kabuto' ist teilweise doch recht herausfordernd. Actiongeladenes 'Reinrennen und alles Platt-Machen' ist da oft fehl am Platze. Trotzdem haben es die Entwickler geschafft das Spiel schnell und abwechslungsreich zu gestalten. Der Single Player Modus umfasst zum Beispiel rund 25 riesige Level. Und wie oben schon angesprochen, darf man erst mit den Meccs spielen, später dann als Sea Reaper richtig loslegen und letztendlich mit Kabuto in die Schlacht ziehen. Jeder Charakter muss in den Optionen einzeln konfiguriert werden. Das ist allerdings nicht aus Spaß an der Freude, sondern hat den Hintergrund, dass jede Spielfigur eigene Fähigkeiten hat, die man nicht so einfach auf eine Konfiguration beschränken kann. Wer nun trübeselig meint, dass es eine Schande ist, dass man nicht von Anfang an wählen kann, welchen Charakter man spielt, sei etwas besseren von mir belehrt: Durch diese festgelegte Abwechslung wird man nämlich Stück für Stück an das Spiel herangeführt und man wird immer vor neue Herausforderungen gestellt. Außerdem wird endlich die lästige Monotonie, die aus vielen anderen Spielen bekannt ist, gebrochen.

Giants: Citizen Kabuto
Ein bösartiger Ripper greift an.

Die Meccs sind mit steigendem Spielverlauf mit den verschiedensten Schießprügeln ausgestattet und dürfen sich mit dem Jetpack in luftige Höhen begeben. Außerdem können sie zoomen, was man als gesundheitsbewusster Spieler den Healthpoints zuliebe auch nutzen sollte. Des weiteren kann ich euch den Rat geben, die schweren Waffen sparsam zu benutzen. Es kommt immer eine Stelle, in der man sich über etwas gute Munition im Handgepäck freut.

Die Sea Reapers (Delphi) hat ihre Bogen, Schwerter, aber vor allem ihre mächtigen Sprüche. Auch diese Lady verfügt über einen Zoom-Modus, der aber im Vergleich zu ihrem 'Turbomodus' fast lächerlich wirkt. Noch nie war man so schnell mitten im Gefecht und einen Wimpernschlag später wieder an einem sicheren Plätzchen. In Verbindung mit ihren Zaubersprüchen und dem Schwert hat man somit eine sehr mächtige Waffe.

 

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