Test - Giants: Citizen Kabuto : Giants: Citizen Kabuto

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Lange hat's gedauert, bis der hochgelobte PC-Titel 'Giants' endlich seinen Weg auf die PlayStation 2 gefunden hat. Der interessante Mix aus Action, Taktik, Aufbau-Simulation und drei komplett unterschiedlichen Spielfiguren litt allerdings gemäß Fachpresse zumindest in den Preview-Versionen an einigen Technik-Mängeln. Wie gut die PS2-Verkaufsversion von 'Giants: Citizen Kabuto' tatsächlich ausgefallen ist, erfahrt ihr in diesem Review.

Giants: Citizen Kabuto
Gestatten, Gigant Kabuto.

Was lange währt, wird endlich gut? Bereits zum Erscheinen des PC-Spiels 'Giants: Citizen Kabuto' gaben die Entwickler bekannt, dass man an einer PlayStation 2-Umsetzung arbeite. Diese sollte ursprünglich eigentlich bereits im zweiten Quartal 2001 erscheinen, doch ständige Terminverschiebungen und alles andere als positive Preview-Berichte sorgten dafür, dass man der ungewissen Veröffentlichung nicht unbedingt vertrauensvoll entgegenblicken wollte. Dies änderte auch nicht die Tatsache, als bereits letzten Dezember diverse Printmagazine das Spiel mit ansehnlichen Wertungen versahen, denn die User mussten weitere Monate warten, bis das Spiel nun endlich erhältlich ist - und um eines vorwegzunehmen: das Warten hat sich gelohnt!

Klassische Story mit schrägen Typen
Doch zunächst wollen wir uns der Hintergrundstory von 'Giants' widmen, die zunächst nicht wirklich aufregend klingt: Wieder einmal werdet ihr auf einen fremden Planeten irgendwo im Weltall entführt. Tatsächlich entstand dieser von Wasser und unzähligen Inseln überzogener Planet Millionen Jahre vor unserer Zeit und schnell bildete sich eine komplexe Flora und Fauna. Ziemlich originell sind aber die verschiedenen Rassen ausgefallen, die diesen Planeten bevölkern. Neben verschiedenen Pflanzen, Tieren und Monstern lebt hier unter anderem eine Rasse namens Smarties - kleine hässliche menschenähnliche Wesen, die den Planeten besiedeln und in Frieden miteinander leben.

Um eine andere Rasse handelt es sich bei den Reapern. Diese ehrgeizigen cleveren Typen hatten einst große Bauten inne, doch sie erschufen nicht nur eine Armee bestehend aus einfachen Soldatenkreaturen, sondern auch das riesige Monster Kabuto. Dieser Gigant will aber nur fressen und 'seinen' Planeten verteidigen, so dass er die Reaper in die Ozeane vertrieb und nun die Gegend unsicher macht.
Eines Tages muss ein Raumschiff auf diesem Planeten eine Notlandung durchführen, wobei die Maschine komplett zerstört und einige Raumfahrer irgendwo auf den Inseln verschollen sind. Einer der insgesamt fünf menschenähnlichen, technologisierten Kerle namens Meccaryner macht sich nun auf die Suche nach seinen verschwundenen Kollegen ...

Giants: Citizen Kabuto
Besonders viel Auswahl habt ihr im Hauptmenü nicht.

Shooter-Action
Nach einem kurzen Intro, dem Titelbild und der Möglichkeit, in den Optionen die Steuerung und den Schwierigkeitsgrad zu konfigurieren, beginnt hier auch sogleich das Spielgeschehen. Leider wurde auf ein Tutorial oder Ähnliches verzichtet. Allerdings werden erst nach und nach alle Features der Figur freigeschaltet, so dass ihr nicht gleich überfordert seid. Trotzdem wird sich ein Blick in die Anleitung wohl nicht vermeiden lassen. Ihr steuert also den Meccaryner-Anführer Baz, der sich auf einer kleinen Insel wieder findet und bloß seine Pistole hat, um sich gegen die angreifenden Monster zu verteidigen. Immerhin steht euch unendlich Munition zur Verfügung und die ersten Feinde sind auch noch ziemlich schwächlich.

Ein versierter Videospieler wird schon nach den ersten Spielminuten merken, um was es hier geht - ihr ballert euch einfach in bester Action-Genre-Manier bis zum Zielpunkt, der euch auf der jederzeit einblendbaren Karte angezeigt wird. Eine simple Sache, zumal die aus der Third Person-Ansicht gezeigte Ballerei recht einfach zu steuern ist: Mit dem linken Analog-Stick bewegt ihr die Spielfigur, mit dem rechten Analog-Stick steuert ihr das Zielkreuz und damit auch den Blickwinkel. Besonders stark zum Einsatz kommen außerdem die vier Schultertasten, denn mit diesen schießt ihr, benutzt ein Item, gebt Kommandos ab und setzt das Jetpack ein. Letzteres ist besonders praktisch, denn damit könnt ihr für begrenzte Zeit kurz in alle beliebigen Richtungen fliegen und schweben. Allerdings müsst ihr die Jetpack-Energie immer wieder durch eine Pause auf festem Grund aufladen. Tatsächlich kommt ihr in späteren Levels kaum weiter, wenn ihr das Jetpack nicht perfekt kontrollieren und so gefühlvoll durch die Gegend düsen könnt - vor allem in den später recht kniffligen und hektischen Kämpfen.

Giants: Citizen Kabuto
Die Meccs im Kampf.

Praktisch ist auch eine Zoomfunktion bei bestimmten Waffen, so dass ihr entfernte Gegner anvisieren könnt. Selbst bei der Standardpistole dürft ihr übrigens zoomen, so dass ihr quasi aus einer Egosicht spielt. Habt ihr eure Meccaryner-Kumpel aufgespürt, schließen sie sich euch an und unterstützen euch im Kampf. Dabei gehen sie zwar eigenständig vor, sie bleiben aber mehr oder weniger in eurer Nähe und reagieren auf Befehle wie 'Angreifen', 'Hierhin gehen' oder 'Rückzug'. In der Hektik des Geschehens lassen sich solche Befehle aber nicht unbedingt effizient einsetzen, so dass ihr euch lieber auf eure eigenen Geschicke und eure Feuerkraft verlasst. Apropos Waffen: Natürlich könnt ihr später insgesamt sechs verschiedene weitere Waffentypen wie Mörser, Raketen oder Maschinengewehr einsammeln und anwählen - allerdings ist die Munition begrenzt. Gleiches gilt für verschiedene Items wie Zusatzenergie, eine Busch-Tarnung, ein mobiles Geschütz, Granaten oder eine beschleunigende Spritze.

 

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