Preview - Gorasul: Vermächtnis des Drachen : Gorasul: Vermächtnis des Drachen

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Nachdem seit Sommer 2000 außer Verschiebungen nur wenig von dem damals noch 'Gorasul: Lost Souls' genannten und von 'Sylver Style Entertainment' in Entwicklung befindlichen Rollenspiel zu hören war, kam nun die Nachricht von 'JoWooD Productions', dass 'Gorasul: Vermächtnis des Drachen' vermutlich im Juli dieses Jahres erscheint. Und das Wichtigste: es ist alles andere, als ein billiger 'Baldur's Gate' - Klon. Mit vielen Neuerungen, einer innovativen Story und viel Liebe zum Detail kündigt sich ein spannender Rollenspiel-Sommer 2001 an.

Roszondras, der Hauptprotagonist in 'Gorasul', wurde bereits als kleiner Säugling aufgrund einer scheinbar unheilbaren Krankheit ausgesetzt. Doch das Schicksal wollte seinen Tod nicht zulassen. So wird er von einem Drachen gefunden und durch dessen Atem von seinen Leiden geheilt, was sich später jedoch mehr als Fluch denn als Heilung herausstellt. Roszondras erhält die Gabe der Drachenmagie und wächst zu einem mächtigen Magier heran, dem das Schicksal der ganzen Welt in den Schoß gelegt wird, als plötzlich Horden von Untoten aus einer fremden Dimension über die Welt von 'Gorasul' einfallen. Das Land wird von einer Art magischem Netz überzogen, das sich die Seelen und Kadaver der verstorbenen Menschen und anderen Wesen einverleibt. Roszondras stürzt sich in den Kampf. Doch so viele Schlachten er gegen die finsteren Dämonen gewinnt, so viele neue Horden überziehen das Land, bis auch er eines Tages sein Leben im Kampf verliert. Unbeirrt dessen führen die Götter, Menschen und alle Wesen der Welt den aussichtslosen Krieg gegen die Mächte der Finsternis weiter.

Gorasul: Vermächtnis des Drachen
Die Dialoge sind nicht selten witzig gehalten.

Viele Jahre vergehen und in einigen Gegenden des Landes kehrt der Alltag zurück, um das Grauen des Krieges zu überdecken. Es kommt zu dem Entschluss, dass der Frieden ohne Roszondras' Hilfe und dessen Magie nicht heimkehren wird und so erwecken die Götter den Verstorbenen wieder zum Leben. An dieser Stelle wird der Spieler mit in die Geschichte hineingezogen. Ihr übernehmt die Aufgabe, Roszondras, der viele seiner magischen Fähigkeiten sowie einen Großteil seines Gedächtnisses verloren hat, zum Sieg gegen die untoten Mächte zu verhelfen. Dazu macht ihr euch auf die Suche nach drei mächtigen Magiern, mit denen ihr, zusammen mit einem alten Freund von euch, das magische Netz zerstören und die bösen Mächte besiegen könnt. Ganz in der Manier vom großen Vorbild 'Baldur's Gate' steuert ihr in der Iso-Perspektive eure Party, die bei 'Gorasul' aus maximal vier Charakteren besteht. Jeder Charakter, ob Magier oder Kämpfer, Elf oder Mensch, hat besondere Fähigkeiten und Zauber.

Gorasul: Vermächtnis des Drachen
Unsere Vierer-Party vor einem wunderschönen Brunnen.

Wer jetzt glaubt, dass er, nur weil der Hauptprotagonist schon einen Namen hat, zu wenige Freiheiten in der Charaktererstellung hat, der hat nur teilweise Recht. Roszondras ist ein Mensch, der bereits einiges an Erfahrung in seinem ersten Leben gesammelt hat, was sich im Spiel darin äußert, dass er von Beginn an auf Stufe Fünf steht. An seinem Geschlecht, seinem Namen und seinem Aussehen lässt sich nicht mehr rütteln. Lediglich die Auswahl der Charakterklasse und die Verteilung von Punkten auf bestimmte Eigenschaften ist dem Spieler überlassen. Nach der Wahl der Charakterklasse (Magier, Kämpfer, Bannwirker, Priester, Waldkrieger oder Schwertmeister) lassen sich ein paar Punkte für Attacke-Parade, Drachenfertigkeiten und Charaktereigenschaften (Körperkraft, Intelligenz, Charisma, Ausdauer, Vitalität, etc.) verteilen.

Gorasul: Vermächtnis des Drachen
Einer der sehr hübschen Zaubereffekte.

Um dennoch den 'Marke: Eigenbau'-Charme zu erhalten, haben sich die Designer etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Bevor der Spieler das Abenteuer beginnt, erstellt er für sein Alter-Ego eine persönliche Waffe, die weit mehr als nur kämpfen kann. Mit eigenen Ego-, Mut- und Intelligenzwerten lässt sich so eine individuelle Waffe erstellen, die sogar sprechen kann und dabei auch schon mal die eine oder andere flapsige Bemerkung von sich gibt: 'Ich mache das alles nur, weil ich keine Lust habe, die nächsten 100 Jahre hier auf dem feuchten, kalten Boden zu liegen, um dann vielleicht von einem Goblin aufgesammelt zu werden!' Genauso wie Roszondras selber erlangt die Waffe mit steigender Erfahrung, die im Kampf und durch Lösen von Quests, aber auch durch einfaches Finden eines Versteckes zum Beispiel gesammelt werden kann, nach und nach höhere Stufen, welche die Durchschlagskraft, Stabilität oder auch Intelligenz der Waffe steigern. Natürlich kann der Spieler der Waffe auch einen eigenen Namen geben.

 

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