Test - Guitar Hero 2 : Guitar Hero 2

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Wer mit Musik, speziell den härteren Klängen, so gar nichts am Hut hat und zudem über die Fingerfertigkeit einer Weinbergschnecke verfügt, sollte gar nicht erst weiterlesen. Oder vielleicht doch? In Sachen Musik kann man ja auf den Geschmack kommen und Fingerfertigkeit ist reine Übungssache. 'Guitar Hero 2' zu übersehen, wäre auch schade, denn dann entgeht euch eines der derzeit wohl besten Musikspiele überhaupt. Nur ärgerlich, dass der erste Teil trotz überschäumender Kritiken und hohem Spaßfaktor sich hierzulande eher schwach verkauft hat. Aber vielleicht schafft es ja der zweite Teil, mehr Spieler zu überzeugen, dass ballern und Gas geben nicht alles ist.

Das Spielprinzip von 'Guitar Hero' wurde quasi eins zu eins übernommen und basiert auf dem im Bundle mitgelieferten Gitarren-Controller, der als Miniversion der Gibson-SG konzipiert ist. Selbiger besteht aus einem Griffbrett mit fünf Tasten, welche zur Wahl der Töne dienen. Am Korpus findet ihr einen Kipphebel, der die Gitarrensaiten simuliert und gut getimt bedient werden will. Hinzu kommen zwei Knöpfe für Start und Select sowie ein Tremolo-Hebel, mit dem ihr bei lang gezogenen Tönen durch Vibrato zusätzlich Punkte sammeln könnt.

Timing und Fingerfertigkeit

Der Spielverlauf selbst ist recht simpel und ähnelt dem handelsüblicher Tanzspiele, nur dass ihr, statt munter auf einer Matte herumzuhüpfen, mit dem richtigen Timing die richtigen Töne drücken und den Saiten-Kipphebel anschlagen müsst. Optisch wird das als Leiste dargestellt, auf der Töne, Tonfolgen und Akkorde visualisiert werden. Erfreulich: Auch Linkshänder kommen sowohl mit dem Controller als auch mit der Leiste, die entsprechend in den Optionen umgestellt werden kann, problemlos klar. Richtig getroffene Töne und Akkorde bringen nicht nur Punkte, sondern werden in den Tracks auch als Gitarrensound hörbar, während falsche Töne und Anschläge mit kräftig schiefen Klängen bestraft werden.

Akkorde aus mehreren Tönen bringen höhere Punktzahlen, zudem gibt es besondere Tonfolgen, die ebenfalls mit Zusatzpunkten belohnt werden. Für längere fehlerfreie Tonfolgen erhaltet ihr zudem Starpunkte. Ist der Balken für die Starpunkte gut gefüllt, könnt ihr durch Heben des Gitarrenhalses, der einen Neigungssensor beinhaltet, die so genannte Starpower auslösen, was nicht nur tobenden Jubel des Publikums, sondern auch satte Zusatzpunkte bringt. Am Ende jedes Stückes erfolgt eine Bewertung, in der ihr erkennen könnt, wie viel Prozent der Töne ihr getroffen habt, wie begeistert das Publikum von eurer Leistung war und wie viele Töne ihr in Reihe fehlerfrei gemeistert habt. In einer erweiterten Statistik könnt ihr sogar eure Leistung in bestimmten Abschnitten des Songs begutachten.

Vom Garagen-Gitarrero zum Rockstar

An Spielmodi wird einiges geboten. Einzelspieler freuen sich über schnelles Spiel und Karriere-Modus in jeweils vier Schwierigkeitsgraden. Selbige sind ausgesprochen gut ausbalanciert und bieten unterschiedliche Herausforderungen. Im leichten Grad wird die Gitarre seltener angeschlagen, es gibt kaum Akkorde und ihr benötigt insgesamt nur drei der fünf Tasten auf dem Griffbrett. Im höchsten Schwierigkeitsgrad werden sogar Profis kräftig gefordert – alle fünf Griffbretttasten, Dreier-Akkorde, Hammer-ons und Pull-offs müssen da schon sitzen, um zu bestehen, wobei deren Handhabung etwas einfacher gestaltet wurde und mehr Fehler verziehen werden.

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