Test - Haze : Das Zukunftsmodell: Drogen in der Armee

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Wer im hart umkämpften Shooter-Markt mit einer neuen Marke bestehen will, der muss sich einiges einfallen lassen. Das ist wohl auch den Entwicklern von ’Haze’ klar: In der Ego-Ballerei kämpfen Hightech-Soldaten mit Unterstützung einer mysteriösen Droge gegen Rebellen. Wir haben den Titel ganz ohne Drogen begutachtet.

Keine Macht den Drogen

Schon in der heutigen Zeit erscheinen Soldaten mehr und mehr als Superkämpfer, die mit High-Tech-Equipment und sonstiger technischer Unterstützung in einen vermeintlich "sauberen" Krieg ziehen. In der Zukunft wird dies gar noch viel weiter getrieben – zumindest will uns dies ’Haze’ weismachen. In dem Ego-Shooter schlüpft ihr in die Rolle eines Neulings, der bei einer solchen Armee auf seinen ersten Einstz wartet. Die Armeen sind nun nicht mehr Ländersache, sondern privatisierte Unternehmen. Diese stellen ihren Einheiten eine mysteriöse Substanz namens Nektar zur Verfügung – dieses Mittel ist eine flüssige Droge, welche auf dem Rücken in die Uniform integriert ist. Auf Knopfdruck können die Soldaten sich den Nektar spritzen und so über bessere Fähigkeiten verfügen. Dies reicht von einer Art Zeitlupe bis hin zur Selbstheilung.

Überhaupt ist dieses Nektar ein Wundermittel für den modernen Soldaten: Er wird durch das Mittel aufgeputscht und fühlt sich wie in einem Actionfilm – besiegte Gegner sacken kommentarlos zusammen und verschwinden einfach, das Wetter ist strahlend schön und der Einsatzort erinnert eher an Ferien. Dummerweise hat die Substanz aber manchmal auch Aussetzer, sodass ihr kurz den realen Alltag zu sehen bekommt: Düstere Endzeit-Szenarios, mieses Wetter, verseuchter Boden und Gegner, die nach Treffern kümmerlich verrecken. So merkt ihr dann auch, dass herumliegende Säcke in Wahrheit Leichen sind und der reale Einsatz alles andere als ein Hollywood-Actionfilm ist. Darüber hinaus birgt das düstere Nektar die Gefahr einer Überdosis: Wer sich zuviel von dem Zeug spritzt, ist auf einem Trip: Er sieht die Umgebung nur noch verschwommen und hat sich nicht mehr unter Kontrolle. So kann es schon mal vorkommen, dass ihr im Drogenwahn auf eure Kameraden ballert.

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