Test - HBO Boxing : HBO Boxing

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Wer gerne andere Leute verprügelt, der bekommt jetzt neues Futter für seine PlayStation: Mit 'HBO Boxing' erscheint ein weiterer Titel, mit dem ihr verletzungsfrei gegen eines eurer Box-Idole in den Ring steigen könnt. Was diesen Titel von den übrigen abhebt ist, dass ihr erstmals die Möglichkeit habt, gegen George Foreman und Roy Jones Jr. Kämpfe auszutragen. Ob sich der Kauf aus diesem Grund lohnt?

In jedem wahren Boxfan wird sicher das Herz etwas schneller schlagen, wenn er dieses Feature liest: Das einzige Spiel mit Roy Jones Jr. und George Foreman. Na, das ist doch schon mal was, dachte ich und schaute mir die übrigen Boxer an. Die anfängliche Freude wandelte sich aber bald in Enttäuschung, als ich feststellen musste, dass dafür zum Beispiel Mohammad Ali, Lennox Lewis, Evander Holyfield und Oscar De La Hoya fehlen. Davon abgesehen habt ihr aber klassische Kämpfer zur Auswahl, wie zum Beispiel Rocky Marciano und Joe Louis. Auch weibliche Boxer wie Mia St. John und Bridgett "Babydoll" Riley sind vertreten.

HBO Boxing
George Foreman in Siegerpose.

Spielmodi
Gleich zu Beginn habt ihr die Wahl zwischen vier verschiedenen Modi: Wer ohne lange Konfiguration gleich in den Ring treten will, der wählt den Schnellkampf. Hier habt ihr lediglich die Wahl, ob ihr gegen einen menschlichen Kontrahenten antreten wollt oder mangels eines menschlichen Gegners gegen die CPU. Weiter könnt ihr hier entscheiden, ob ihr als Mann oder Frau kämpfen wollt und schon geht's los. Als zweite Möglichkeit könnt ihr in einem Einzelkampf gegen einen Konkurrenten antreten. Hier stehen dann die ersten Optionen zur Verfügung. Neben dem Austragungsort des Kampfes könnt ihr auch die Regeln festlegen. Im dritten Modus könnt ihr einen eigenen Boxer erstellen und versuchen, mit diesem Karriere zu machen. Als letzte Option könnt ihr ein Pay-Per-View-Event erstellen und bis zu acht Boxer in einer Art Turnier gegen einander antreten lassen. Dabei lassen sich die Kämpfe, an denen ihr nicht beteiligt seid, wahlweise ansehen oder überspringen, so dass dann dort automatisch ein Sieger ermittelt wird.

HBO Boxing
Erstellt einen eigenen Boxer.

Der Karrieremodus
Dieser ist sicherlich das Kernstück des Spiels, auch wenn zum Beispiel der Pay-Per-View-Kampf ebenfalls seinen Reiz hat. Als erstes müsst ihr einen Boxer erstellen, den ihr eurem Geschmack entsprechend ausstatten könnt. Danach stehen euch 3000 Promoter-Punkte zur Verfügung, die ihr nun verteilen müsst: Im Menüpunkt 'Kämpfereigenschaften' legt ihr fest, wo die Stärken eueres Boxers liegen sollen. Sei es in der Stärke, in der Kondition, im Siegeswillen oder doch lieber in der Deckung? Soll er eher unanfälliger für Verletzungen sein und nach einem Niederschlag wieder schnell auf die Füsse kommen? Habt ihr eure Wahl getroffen, könnt ihr in den 'Schlageigenschaften' Punkte für die jeweiligen Schläge verteilen. Dadurch erhält euer Kämpfer zum Beispiel einen härteren und dadurch auch effizienteren Cross oder Uppercut. Nachdem das erledigt ist, geht es darum, die übriggebliebenen Punkte für euer Management zu verwenden. Darunter versteht man einerseits den Manager selbst, dann einen Trainer und schliesslich einen Cutter, der eure Verletzungen während dem Kampf versorgen soll. Nun könnt ihr den ersten Kampf ansetzen und dabei zwischen verschiedenen Gegnern auswählen. Allerdings werden sich nicht alle auf einen Kampf einlassen, was die verschiedensten Gründe haben kann: So kann sein, dass ihr zu schwach seid oder über zu wenig Runden gehen wollt. Für jeden ausgetragenen Kampf gibt es wiederum Promoter-Punkte, die ihr entweder für die Schlageigenschaften, das Training oder für einen Wechsel des Managements einsetzen könnt.

HBO Boxing
Auch die Frauen können ordentlich hinlangen.

In diesem Zusammenhang musste ich feststellen, dass ihr bereits zu Beginn die ganzen Punkte so auf die Schlageigenschaften aufteilen könnt, dass diese ihr vorläufiges Maximum erreichen und schliesslich immer noch Punkte übrig bleiben, um ein Management einzustellen. Um eueren Boxer weiter zu fördern, bedarf es dann des Trainings, wobei sich dieses immer zugunsten der einen Eigenschaft und zum Nachteil einer anderen Fähigkeit auswirkt. Zudem könnt ihr zwar Moves auswählen, die euer Kämpfer im Ring anwenden soll und so einen individuellen Stil festlegen, wobei ich allerdings wenigstens optisch keine wesentlichen Veränderungen ausmachen kann.

 

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