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Test - Heatseeker : Flug-Action auf Sparflamme.

  • PS2
  • Wii
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Mit seinem letztjährigen Action-Flieger ‘Heroes of the Pacific‘ konnte das australische Studio IRGurus einen Achtungserfolg verbuchen. ’Heatseeker’ versetzt nun die PS2- und Wii-Besitzer allerdings in ein neuzeitliches Szenario. Trotzdem wird nach wie vor geballert und geflogen.

Vom Pazifik nach Fiktivistan

Mit seinem letztjährigen Action-Flieger ‘Heroes of the Pacific‘ konnte das australische Studio IRGurus einen Achtungserfolg verbuchen. Des zweiten Weltkrieges ist man jetzt aber offenbar überdrüssig und verlegt die neuesten Dogfights kurzerhand in ein fiktives, neuzeitliches Szenario. Dem großen Vorbild ’Ace Combat‘ kommen die Mannen von Down Under aber nur in wenigen Momenten wirklich nahe.

Die 18 Missionen umfassende Kampagne von 'Heatseeker' beginnt auf dem beschaulichen Flugausbildungsstützpunkt Lord Roberts Island. Als dieser von einer erstaunlich kompetent ausgerüsteten Rebellentruppe angegriffen wird, steckt ihr zwar noch mitten in der Ausbildung, das Zeug zum Helden habt ihr aber allemal. Und so werdet ihr schon recht bald auf den Flugzeugträger Nemesis abkommandiert, um die fliegenden, fahrenden und schwimmenden Handlanger der umstürzlerischen Bewegung über unterschiedlichen Eilanden zur Bruchlandung zu verhelfen.

Geflügelte Langeweile

Was sich in der Zusammenfassung so halbwegs spannend anhört, verläuft im Spiel ziemlich dröge. Zwischensequenzen bestehen meist aus abgelesenen Funksprüchen und Panoramaansichten von Inseln, Schiffen oder Fliegerstaffeln. Und auch die hölzernen Missionsbesprechungen wecken nichts von dem spannenden Kriegszug-Flair, das Namcos Vorzeigeserie ’Ace Combat’ so gekonnt versprüht – das ‘Heatseeker‘-Universum ist dem Spieler herzlich egal. Das ist sehr schade, bei einem schnörkellosen Flieger, der den Spieler ohne Umschweife in actionreiche Gefechte entlässt, aber gerade noch zu verschmerzen.

Während die Steuerung der PS2-Version nicht überrascht, versprüht die Wii-Fassung mit interessanteren Kontrollen einen gewissen Charme. Gerade wenn man vom Arcade-Modus auf die Profi-Steuerung umschaltet und per Gierung der Wii-Fernbedienung die Rotation des Jets vorgibt, fühlt man sich von ‘Heatseeker‘ angenehm herausgefordert. Einige andere Aspekte wurden auf Nintendos Motion-Sensing-Wunder allerdings weniger attraktiv gelöst: Neben der blasseren Optik nervt ab und zu das überbelegte Steuerkreuz, das man ohnehin schon schlecht erreicht, wenn man die Fernbedienung unbedingt ruhig halten muss (wie zum Beispiel im Tiefflug über eine hügelige Landschaft). Das Heranzoomen von Zielen, die es in einigen Aufträgen zu identifizieren gilt, kann dann schon mal ein bisschen fummelig werden. Insgesamt ist das Flugmodell von ‘Heatseeker‘ aber durchaus gelungen – fliegen eben.

Die Impact-Cam, auf die die IRGurus stolz genug zu sein scheinen, dass sie sie auf der Rückseite der Verpackung als spielbestimmendes Feature anpreisen, stört auch eher, als dass sie nutzt. Wenn die Rakete eure Schwingen verlässt, wird der folgende Treffer bildschirmfüllend und in Slo-Mo in Szene gesetzt. In solchen Momenten fühlt man sich sträflich zum Zuschauer degradiert. Optionen -> Grafik -> Impact Cam ausschalten – Danke!

Beide Versionen verlaufen vollkommen gleichförmig – ein Attribut, das man problemlos auch auf die Einsätze anwenden kann. Stets zerstört ihr nur Welle um Welle bunt zusammengewürfelter Gegner in mundgerechte Happen, während alle paar Minuten ein Checkpoint sicherstellt, dass Ihr niemals um euer Bildschirmleben fürchtet. Spannend geht anders. Auch in puncto Grafik vermag ’Heatseeker’ nicht positiv aufzufallen, wobei die PS2-Fassung etwas besser aussieht als das Wii-Pendant.

Fazit

von Alexander Bohn
‘Heatseeker‘ ist ein auf Sparflamme produzierter Flieger, der zwar nichts so richtig falsch macht, aber regelmäßig dabei versagt zu begeistern. Zumindest wenn man schon einmal die Konkurrenz aus der Nähe betrachtet hat. Auf Wii immerhin noch die erste Wahl – wie lange wohl noch?

Überblick

Pro

  • größtenteils gelungene Wii-Steuerung
  • hübsche Wolkendecke
  • solides Flugmodell

Contra

  • langweilige Bodengrafik
  • schwache Präsentation
  • unspektakuläres Missionsdesign
  • begrenztes Einsatzgebiet

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