Test - Hitman: Codename 47 : Hitman: Codename 47

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So ziemlich alles wurde schon simuliert: Vom Piloten über den Rennfahrer bis zum Panzerkommandeur konntet ihr in manche Rollen schlüpfen. Da fehlt doch was! Das scheinen sich zumindest Eidos Interactive und Io-Interactive gesagt zu haben und schicken euch nun als Auftragskiller in 'Hitman - Codename 47' rund um die Welt um die Aufträge einer mysteriösen Agentur erbarmungslos auszuführen.

Geweckt von einer metallische klingenden Stimme erwacht ihr in einer Gummizelle, gefesselt an euer Bett. Die Fesseln lösen sich und ihr steht auf, bereit, das zu tun, was die Stimme euch befiehlt.

Die nun folgende Sequenz dient in 'Hitman' als spielbares Tutorial. Im Verlauf des Tutorials lernt ihr den Umgang mit den verschiedensten Waffen, wie ihr euch bewegt und wie man lautlos tötet, kurz: wie man ein perfekter Killer wird. Unterstützt werdet ihr dabei von der Stimme, die euch als Mentor durch die Übungen geleitet. Am Ende dieser Übungen gelingt eurem Alter Ego mit der mysteriösen Tätowierung am Hinterkopf die Flucht aus der an ein Sanatorium erinnernden Anstalt. Merkwürdigerweise scheint das jedoch so vorgesehen worden zu sein.

Ein Jahr später schon übernehmt ihr Aufträge für eine Söldneragentur als 'Hitman', als bezahlter Profikiller. Vor einer Mission werdet ihr recht ausführlich 'gebriefed'. Ihr erhaltet eine Karte, auf der alle relevanten Gebietsinformationen wie zum Beispiel Fluchtwege verzeichnet sind. Ausserdem rückt die Agentur auch ein paar Infos über den Hintergrund des Auftrages und die Auswirkungen raus, was gerade bei zusammenhängenden Missionen die Story vorantreibt.

Hitman: Codename 47
Das Ziel des Attentats ist glücklicherweise auffällig gekennzeichnet.

Ihr habt für jede Mission ein begrenztes Budget zur Verfügung, von dem ihr Waffen und Ausrüstung kauft. Hier gilt: Wer die Wahl hat, hat die Qual, denn die Auswahl, die ihr hier trefft, legt euer Vorgehen in der Mission fest. Wollt ihr eher in den Nahkampf, dann empfiehlt sich eine schnell feuernde Maschinenpistole und eine kugelsichere Weste, wollt ihr lieber wenig riskieren, dann nehmt ihr das Scharfschützengewehr, was freilich Nachteile mit sich bringt, solltet ihr entdeckt werden.
Ihr habt die Auswahl aus einem grossen Pool von allesamt der Realität nachempfundenen Waffen. Von der Beretta 92 über das Sturmgewehr Kalaschnikow AK 103 bis hin zur klassischen Waffe eines Attentäters, dem Scharfschützengewehr, reicht das Repertoire. Aber auch lautlose und hinterhältige Tötungsmethoden muss ein Hitman beherrschen um sein Ziel zu erreichen. Ein Beispiel dafür ist das Erdrosseln eines Gegners mit einer Klavierseite.

Als Ausrüstung stehen noch Kompass, Fernglas und kugelsichere Westen bereit, die das Leben entscheidend verlängern können. Die Planung einer Mission ist also von grosser Bedeutung. Zudem muss man mit dem Geld, was einem zur Verfügung steht, gut haushalten, sonst steht man ohne Waffen da. Abzüge vom Honorar, welches man für einen erledigten Mord erhält, gibt es nämlich, wenn man Zivilisten in Mitleidenschaft zieht. In diesem Fall muss die Agentur die Polizei bestechen um die ganze Sache möglichst zu vertuschen.

Hitman: Codename 47
Vollkommen orientierungslos wacht Hitman auf, das Tutorial beginnt.

Ein vollständiges Bild von den örtlichen Gegebenheiten kann man sich natürlich nur vor Ort machen. Wenn ihr den Hitman nach euren Vorlieben ausgerüstet habt, geht es in die eigentliche Mission. Ihr seht 'Hitman' von hinten über die muskulösen Schultern in 3D. Gesteuert wird er bei seinen blutigen Jobs mit einer Mischung aus Maus und Tastatur, ähnlich der bewährten Steuerung aus Spielen wie zum Beispiel 'Outcast'. Der Cursor ist dabei stets auf Hitmans Blick zentriert und immer sichtbar. Zieht man diesen über manipulierbare Objekte (wie zum Beispiel Schalter), so verändert er seine Form und zeigt ein Kontextmenü mit den Optionen, die ihr mit dem jeweiligen Gegenstand ausführen könnt. Das an sich praktische Prinzip gestaltet sich im Spiel selbst als etwas schwierig, da die Steuerung sehr hakelig und unpräzise ist. Gerade in zeitkritischen Augenblicken kann das schnell zum Ableben führen, was besonders ärgerlich ist, da ihr in den Missionen selbst nicht speichern könnt und somit oft nochmals von vorne beginnen dürft (es gibt maximal zwei 'Continues' pro Mission). Zum Glück kann man die Steuerung frei nach seinen Wünschen konfigurieren (zum Beispiel die Bewegungstasten), was auch dringend nötig ist, will man nicht mit der etwas unbequemen Voreinstellung spielen.

Hitman: Codename 47
Wie Rambo durch den Urwald - Hitman sucht nach einem abgestürzten Flugzeug.

Das jeweilige Einsatzgebiet muss 'Hitman' trotz Briefing gründlichst erkunden. Er verträgt nur sehr wenige Treffer und sollte sich daher den Standort und die Patrouillenrouten der Wachen gut einprägen um nicht unversehens in eine solche hineinzustolpern. Diskretion ist auch Hitmans Geschäft: Ihr könnt zwar auch mit dem Maschinengewehr ins Haus fallen, doch da ihr euch meistens mit einer krassen Übermacht konfrontiert seht, ist dies wenig ratsam; ein Hinterhalt ist da doch eher angemessen. Die Gegner verhalten sich zudem sehr 'real'. Wenn sie einen toten Kameraden sehen, suchen sie die Gegend ab und schicken sogar einen Boten los, der alle anderen Wachen alarmiert.

 

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