Test - Hybrid : Fly-by-Shooting!

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Lediglich vier Modi sind in Hybrid vorhanden. Besonders abwechslungsreich oder innovativ sind sie aber alle nicht. Das normale Deathmatch ist noch der spannendste Modus. In der Spielvariante „Artefakt“ müsst ihr euch einen Gegenstand sichern und ihn über eine bestimme Zeitspanne verteidigen. Ansonsten gilt es im Modus „Verrückte Könige“, einen Punkt über eine gewisse Zeit zu verteidigen. Dieser bewegt sich jedoch immer wieder weiter. Zu guter Letzt müsst ihr im Modus „Taktik“ eure Gegner ausschalten, ehe sie einen bestimmten Bereich zerstören können.

Die Weltherrschaft

In einer Art Welteroberung müsst ihr eurer Partei in verschiedenen Kampfgebieten zum Sieg verhelfen. Die umfangreiche Weltkarte ist in Nationen aufgeteilt, die einzeln erobert werden. Es ist also genug zu tun. Das Einnehmen heiß umkämpfter Länder kann eine spannende Angelegenheit werden.

Die Levels sind der Spielmechanik entsprechend gestaltet und bieten Abwechslung. Ihr findet viele Deckungsmöglichkeiten und der Aufbau variiert sinnvoll. Mal seid ihr in einem Industriegebiet, mal im Freien und mal in einer Fabrikhalle. Die Umgebungen sind alle futuristisch, aber nicht sonderlich detailverliebt. Der Umfang ist mit zehn Karten zu überschaubar und hätte ruhig etwas größer sein können.

Das Matchmaking geht schnell vonstatten und ihr bekommt in der Regel fair Gegner vorgesetzt. Manchmal ist es jedoch so, dass ihr gegen erfahrenere Spieler mit besserer Ausrüstung einfach keine Chance habt. Ihr habt nämlich im Arsenal die Möglichkeit, euch mit neuen Waffen und Equipment zu versorgen. Kaufen könnt ihr sie durch im Spiel erworbene Wertmarken. Sie sind allerdings auch für Microsoft-Points erwerbbar.

Keine fortschrittliche Technik

Hybrid basiert auf der nunmehr acht Jahre alten Source-Engine, die bereits Left 4 Dead 1 und 2 und Half Life 2 befeuert hat. Von der Grafik dürft ihr keine Höchstleistungen erwarten. Die Animationen sind etwas plump und, wie auch die Spielsteuerung, eher arcadelastig als realistisch. Jedoch läuft alles größtenteils fehlerfrei, sauber und flüssig. Auch der Sound ist eher spartanisch. Obwohl passende Klänge und Effekte die Kämpfe untermalen, bleiben sie dennoch zu sehr im Hintergrund, um richtig Laune zu machen.

Fazit

Sascha Sharma - Portraitvon Sascha Sharma
Hybrid hat mir mit seiner unkomplizierten Spielweise recht gut gefallen. Obwohl ich Third-Person-Shooter mittlerweile kaum noch sehen kann, hat mich das Spiel mit seinem Konzept einige Zeit fesseln können. Unkompliziert, unterhaltsam, spartanisch, das sind die Kerneigenschaften des Spiels. Die Stärke von Hybrid ist sein flottes, eingängiges und spaßiges Spielprinzip. Obwohl anfangs alles recht beschränkt wirkt, stellt sich schnell Spielspaß ein. Das gute Matchmaking und die einfache Bedienbarkeit sind auch für Neulinge leicht erschließbar. Nur ist die Spielbalance zwischen den Spielern manchmal etwas unausgeglichen. Wirklich ankreiden kann man den Entwicklern den geringen Umfang (nur vier Modi und zehn Karten) und die schmucklose Technik. Trotzdem werden Wettkampfnaturen an diesem etwas anderen Third-Person-Shooter kurzzeitig ihre Freude haben. Wer sich unschlüssig ist, der sollte sich die Demo herunterladen.

Überblick

Pro

  • schnelle, simple, taktische Action
  • runde Spielmechanik
  • einfaches und fixes Matchmaking
  • viele freischaltbare Extras
  • unkomplizierte Handhabung

Contra

  • nur online spielbar
  • schmucklose Grafik
  • maximal sechs Mitspieler
  • gerade einmal zehn Karten
  • wenig Modi
  • manchmal etwas unfaire Spielbalance

Wertung

  • X360
    76
    %

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