Preview - Industriegigant 2 : Industriegigant 2

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Mitte des Jahres 1997 hat die kleine, bis dahin am Spielemarkt gänzlich unbekannte österreichische Firma JoWooD Productions ihr Erstlingswerk mit dem Namen 'Der Industriegigant' auf den Markt gebracht. Nicht einmal die Entwickler selbst hatten damals mit dem außergewöhnlichen Erflog gerechnet. Heute, fast fünf Jahre später, gehen die Arbeiten am Nachfolger mit dem Titel 'Der Industriegigant 2' in die heiße Phase. Wir hatten schon vorab die Gelegenheit, einen Blick auf den aktuellen Stand der Entwicklungen zu werfen.

Industriegigant 2
Mit dem Zug kommen frische Waren in die Stadt.

Geld regiert die Welt
Thematisch hat sich seit dem ersten Teil wenig geändert: Ihr tretet mit eurem Startkapital an, um ein Industrieimperium aufzubauen. Vorrangigstes Ziel ist es dabei, funktionierende Produktionsketten zu errichten und schlussendlich jede Menge Credits auf euer Konto zu schaffen. Läuft das Geschäft erst mal zufriedenstellend, so heißt es gleich das sauer verdiente Geld wieder zu investieren, um so für den beinharten Konkurrenzkampf gerüstet zu sein. Zu Beginn findet ihr euch im Jahr 1900 wieder und arbeitet euch dann Jahr um Jahr bis zum Ende des zwanzigsten Jahrhunderts vor. Jeder Zeitabschnitt wird dabei durch seine typischen Erfindungen und Produkte charakterisiert. Ständig müsst ihr euch also neuen Gegebenheiten anpassen und neuen Herausforderungen stellen.

Jeder fängt mal klein an...
Am Anfang werdet ihr versuchen, eine kleine und funktionstüchtige Produktionskette aufzubauen, um einen ersten stetigen Einkommensstrom zu schaffen. Zuallererst müsst ihr die nötigen Rohstoffe für eure Produkte beschaffen. Dazu baut ihr beispielsweise Holzfällercamps, Ölbohrtürme, Bergwerke oder verschiedene Arten von Farmen. Anders als beim Vorgänger sollte man bei der Auswahl eines geeigneten Standorts für seine Produktionsanlagen ein spezielles Augenmerk auf die vorherrschenden Klimaverhältnisse und die Bodenbeschaffenheit legen. So gedeihen beispielsweise saftige Äpfel denkbar schlecht in kalten Regionen oder es ist wenig klug, eine Krokodilfarm in einem trockenen Gebiet anzusiedeln, wo sich die Tiere naturgemäß nicht besonders wohl fühlen. Einige der so produzierten Rohstoffe wie beispielsweise Fleisch, Eier oder Milch könnt ihr auch direkt in euren Geschäften zum Verkauf anbieten. In den meisten Fällen müsst ihr aber erst ganze Industriezweige aufbauen, um die Rohstoffe zu hochwertigen Produkten weiterverarbeiten zu können, die dann teuer unters Volk gebracht werden dürfen. So werden eure Holzstämme in Sägewerken zu Brettern zersägt, welche ihrerseits zum Beispiel in Möbelfabriken zu Einrichtungsgegenständen oder in Spielwarenfabriken zu Holzzügen weiterverarbeitet werden.

Industriegigant 2
Mit Nahrungsmitteln lässt sich immer zuverlässig Geld verdienen.

Die Designer haben sich redlich Mühe gegeben, eine riesige Vielfalt an Rohstoffen und Produkten in das Spiel mit aufzunehmen, um euch möglichst viel Abwechslung und unterschiedliche Herausforderungen zu bieten. Die Palette der verfügbaren Rohstoffe reicht von Holz, Erdöl, verschiedensten Erzen und Mineralien über Fleisch, Milch und anderen tierischen Erzeugnissen bis hin zu verschiedenen Getreidesorten und Pflanzen. Die Produkte, die ihr daraus fertigen könnt, reichen von Spielwaren, Lebensmitteln und Möbeln bis hin zu exklusiven Textilien und anderen Dingen, die sich teuer verkaufen lassen. Alles in allem haben die Entwickler von JoWooD auf diese Weise an die 160 verschiede Güter und Rohstoffe in das Spiel integriert.

Transportlogistik ist das halbe Leben
Wie schon im Vorgänger macht die Planung geeigneter Transportwege einen wichtigen Teil eurer Arbeit aus. So gilt es die Rohstoffe zu den Fabriken und die Endprodukte schlussendlich zu den Kunden zu schaffen. Hier stehen euch vier unterschiedliche Transportsysteme zur Verfügung: Lastwägen, Züge, Schiffe und Flugzeuge. In jedem dieser vier Bereiche entwickeln sich die zur Verfügung stehenden Gerätschaften im Lauf der Jahre stetig weiter, was sich in erster Linie in höherer Geschwindigkeit, vergrößerter Kapazität und niedrigeren Fahrtkosten niederschlägt. LKWs bieten sich vor allem für kurze Strecken an, während Züge und vor allem Flugzeuge für den schnelleren Transport über größere Distanzen prädestiniert sind. Die im Vergleich zum Vorgänger neu hinzugekommenen Schiffe eigenen sich darüber hinaus hervorragend, um größere Distanzen zwischen Inseln auf dem Seeweg zu überbrücken und bieten zudem Kapazitäten, die auf dem Landweg ihresgleichen suchen. Besonderen Wert legen die Entwickler darauf, dass sich alle Fahrzeuge im Spiel an historischen Vorbildern orientieren. Insgesamt sollen an die 50 verschiede Fahrzeuge ihren Weg in die endgültige Version finden. Auffällig im Vergleich zum ersten Teil ist, dass diesmal nach Ende des zwanzigsten Jahrhunderts keine neuen Fahrzeuge oder Produkte mehr hinzukommen. So wird man, zumindest im Basisspiel, etwa auf futuristische Monorails oder Magnetschwebebahnen und ähnliches verzichten müssen.

Industriegigant 2
Die Ansicht ist stufenlos zoombar.

Wirtschaftssimulationen sind immer trocken, oder doch nicht?
Vielfach haben Wirtschaftssimulationen auch heute noch den Ruf, den Spieler mit unzähligen kryptischen Einstellungen, verschachtelten und völlig überfrachteten Menüs und jeder Menge Statistiken zuzuschütten. Bei 'Der Industriegigant 2' versuchen die Designer recht erfolgreich, diese Vorurteile zu entkräften. Natürlich dürfen auch hier jede Menge Statistiken gewälzt werden, was oftmals auch ganz nützlich ist, weil man so schnell feststellen kann, wo es in einer Produktionskette noch etwas zu optimieren gibt oder mit welchen Produkten der höchste Profit erzielt werden kann. Wenn man will, kann man aber auch genauso erfolgreich sein Wirtschaftsimperium aufbauen, ohne während des gesamten Spielverlaufs auch nur ein einziges Statistikfenster zu öffnen. Unterstützt wird man dabei von recht pfiffigen Ideen, die es erlauben, auch anhand der Spielgrafik zu erkennen, wo es Probleme gibt. Über jeder Produktionsstätte werden Icons mit den derzeit hergestellten Produkten eingeblendet. Gehen die dafür nötigen Rohstoffe zur Neige oder sind nicht mehr genug Lagerkapazitäten verfügbar, so wird auch das mit zusätzlichen, einfach verständlichen Symbolen angezeigt.

 

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