Test - International Superstar Soccer : International Superstar Soccer

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Endlich ist es soweit. Konami bringt die sehr erfolgreiche PSone-Serie 'International Superstar Soccer' auf die PlayStation 2 und konkurriert so direkt mit Electronic Arts' 'FIFA 2001'. Da stellt sich sofort die Frage, ob auch auf der neuen Konsole Konami durch Spielbarkeit überzeugen kann oder ob das Spiel ein Schuss in den Ofen war.

Seit Jahren herrscht das Duell zwischen Electronic Arts und Konami in Sachen Fussball-Referenz im PlayStation-Sektor. Und immer wieder überboten sich die Firmen gegenseitig. Dieses Jahr hatte Konami die Nase vorn, und ich war gespannt, ob dies auch auf der PlayStation 2 der Fall ist. Immerhin hatte Electronic Arts bereits im Vorfeld die Werbetrommel gerührt und mit Dingen geworben, die als einzigartig abgestempelt wurden. Seltsamerweise konnte ich während meiner Testphase ein Großteil dieser 'Features' auch in 'International Superstar Soccer' wiederfinden. Viele neue Dinge wurden ins Spiel aufgenommen - welche das sind, werde ich nach und nach erläutern.

Wenn ihr das Spiel startet, erscheint zunächst einmal das obligatorische Intro, das bei weitem nicht so eindrucksvoll in Szene gesetzt wurde wie beim schärfsten Konkurrenten. Spielszenen sind nicht dabei - beim ersten Start werdet ihr euch also noch ein wenig gedulden müssen. Im folgenden Hauptmenü werden alle vorhandenen Spielmodi offenbart. Dies sind nicht sonderlich viele, und diverse Ligen sind im Spiel auch nicht implementiert. Das Spiel nennt sich auch 'International Superstar Soccer', daher werdet ihr euch mit je hundert Nationalmannschaften im Profibereich und der U23 (also dem Nachwuchs) aller wichtigen Länder weltweit begnügen müssen. Vergesst also irgendwelche Ligen oder Pokale nationaler Art, sowie der 'Champions League'. Ebenso wenig könnt ihr ein eigenes Turnier erstellen. Dies sind auch schon die grössten negativen Punke des Spieles. Dieses Jahr jedoch sind dank der neuen FIFPro-Lizenz endlich alle Spielernamen und Daten reell.

International Superstar Soccer
Auf dem Trainingsplatz übt ihr die Steuerung.

Acht dicke Menüpunkte stehen euch zur Verfügung. Ihr könnt ein Freundschaftsspiel starten, an der Weltliga (Profi und U23) teilnehmen, ein Turnier mit 64 Mannschaften durchführen oder am U23-Turnier teilnehmen. Des weiteren könnt ihr Elfmeter-Schiessen vollführen, zehn Szenarien absolvieren (eine vordefinierte Aufgabe in begrenzter Zeiterfolgreich abschliessen) oder einfach nur trainieren. Der letzte grosse Menüpunkt umfast einige Optionen für die Grundeinstellungen, aber auch eine 'Create-A-Player'-Möglichkeit. Dort könnt ihr sehr schnell und benutzerfreundlich einen eigenen Spieler erstellen und ihn einer Mannschaft zuweisen.

International Superstar Soccer
Die U23-Mannschaft beim Gruppenfoto.

Bevor es jedoch so weit ist, empfiehlt sich natürlich das Training, bei der ihr ohne Hektik die Steuerung verinnerlicht. Dies kann ich auch wirklich nur empfehlen. Schnappt euch das Handbuch und startet ein freies Training, um alle Moves zu lernen. Ansonsten könnt ihr auch die Standardsituationen üben, damit es dann im Spiel besser klappt. Aber auch wenn ihr nicht das Handbuch lest, werdet ihr mit dem Spiel klar kommen - allerdings fehlen dann einige Special-Moves wie der Hackentrick oder ein Heber. Diese sind nicht einfach zu realisieren, aber wer sich Profi schimpfen oder in den Genuss einer vollwertigen Simulation des Sportes gelangen will, der wird nicht darum herum kommen. An dieser Stelle möchte ich auch nicht auf die Feinheiten der Steuerung eingehen, sondern lediglich die Neuerungen abhandeln. Konami hat die neuen Funktionen des 'Dual Shock 2'-Pads bereits gekonnt eingesetzt, um das Spielerlebnis nochmals zu steigern. Drück ihr schnell und stark auf eine Funktionstaste (also auch X, Viereck, Dreieck und Kreis) dann wird der jeweilige Schuss auch kräftig. Drückt ihr nicht so heftig und langsam, dann wird der Schuss auch nicht so stark und eher gefühlvoll. Logischweise nützt es im späteren Spiel nichts, wenn ihr allein vor dem Torwart steht und schnell auf die Schusstaste drückt - der Ball geht in die Wolken. Dann müsst ihr eher bedächtig handeln, was mitten im Spiel bei aller Hektik nicht so einfach ist. Ähnlich wie ein wirklicher Stürmer steht ihr dann vor der Entscheidung abzuziehen oder zu 'tunneln'. Ihr müsst schnell schalten und vorher überlegen, ob ihr langsam oder heftig drücken sollt. Ähnliches gilt aber auch für die analogen Sticks mit denen ihr - je nach Schussart - die Schusshöhe, Schusskraft oder gar die Schussrichtung auf das Tor beeinflussen könnt. Bevor ihr jedoch diese Feinheiten übt, solltet ihr die Grundzüge wie Lauf-, Kurz- und Doppelpässe, Flanken, Lobs, Heber, Kopfbälle, Fallrückzieher, das 'Schneiden' des Balls und einige Täuschungsmanöver beherrschen. Durch die Möglichkeit des 'Anschneidens' des Balls habt ihr vor allem in den Standard-Situationen die Möglichkeit, auch - mit viel Glück - einen Freistoss ins Tor zu zimmern oder eine Ecke direkt zu verwandeln. Ihr seht also, dass das komplette Programm in Sachen Fussball vorhanden ist - und im Spiel könnt ihr dieses einsetzen wie ihr möchtet. Sogar die Laufrichtung eurer Mannschaftskollegen könnt ihr beeinflussen. Daneben warten diverse Abwehrverhaltensweisen und Torwarteinlagen auf euch. Die Möglichkeiten sind sehr umfangreich und sehr schnell erlernbar. Aber auch wenn ihr auf komplexere Manöver verzichten möchtet, wartet ein sehr gut spielbarer Titel auf euch.

International Superstar Soccer
Kopf oder Zahl? Es geht um den Anstoss.

Damit soll es mit den Erklärungen zur Steuerung auch gewesen sein. Sie ist und war immer das beste Verkaufsargument der Serie - auch in der ersten 'PlayStation 2'-Auskopplung. Doch dies nützt nicht viel, wenn die restlichen Elemente des Spieles nicht stimmen würden. Aber ich kann euch beruhigen - sie passen. Startet ihr ein Freundschaftsspiel, könnt ihr zunächst euer Team und die Spieler (also die Controller) auswählen. Anschliessend entscheidet euch für das Stadion (es gibt nur sechs fiktive Stadien), das Wetter, die Tageszeit und bestimmt zum Schluss euer Handicap. Diese umfassen den Schwierigkeitsgrad allgemein, das Torwartlevel, Anzahl der Spieler pro Mannschaft und die anfängliche Motivation und Kondition der Spieler. Euch stehen demnach sehr viele Möglichkeiten zur Verfügung, um den Schwierigkeitsgrad anzupassen. Wollt ihr also übermenschliche Spieler haben, die nicht ermüden und übermotiviert sind, sowie einen Torwart, der die unmöglichsten Schüsse aus der Luft fischt, dann ist dies genauso möglich, wie realistische Einstellungen.

 

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