Preview - Iron Dignity : Iron Dignity

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Im Jahr 2050 steht die Welt erneut vor dem dritten Weltkrieg; aber nicht zwischen Amerika und Russland, nein, Russland ist mittlerweile absolut heruntergekommen und stellt keine ernsthafte Bedrohung mehr dar. Die Stellung von Russland nimmt nun China zusammen mit einigen Nachbarländern ein, die sich zum Grossasiatischen Reich zusammengeschlossen haben und sich auf direktem Kollisionskurs mit Europa und Amerika befinden. Es bahnt sich also eine Katastrophe an. Ist sie noch abwendbar?

Diese Frage stellt sich dem Spieler, denn er soll mit Hilfe einer Spezialtruppe den Konflikt verhindern. Es handelt sich hierbei sicherlich nicht um eine leichte, da es in Europa drunter und drüber geht: Paris, Berlin und London werden zum Ziel des anbrechenden Krieges. Folglich müssen mit nur wenigen Einheiten Komplotte der beiden Rivalen vereitelt werden, was grosses strategisches Geschick erfordert, denn Fehler kann sich der Spieler auf keinen Fall erlauben, da sie zum Ausbruch des Krieges führen könnten. Feindliche Kundschafter müssen also möglichst unauffällig ausgeschaltet und Stützpunkte von ihrer schwächsten Seite aus gestürmt werden.

Iron Dignity
Eine Echtzeitstrategie-Titeln ähnliche Spielansicht.

'Iron Dignity' ist ein ausgeklügelter Genre-Mix mit einer 3D-Engine, die jetzt schon sehr gut aussieht, wenngleich bei der Darstellung des Himmels noch unschöne Streifenmuster entstehen. Nach einem knappen Briefing werdet ihr mit euren wenigen Einheiten im Missionsgebiet abgesetzt und nehmt zunächst eine von Strategiespielen à la 'Moon Project' bekannte Perspektive ein, in welcher ihr eure Fahrzeuge und Flugeinheiten von oben seht. Im Gegensatz zu einem konventionellen Strategiespiel bleibt die Sicht allerdings immer auf das gerade gewählte Vehikel zentriert und kann nicht gescrollt werden. Allerdings habt ihr die Möglichkeit, die Kamera völlig frei zu rotieren, kippen und mit ihr zu zoomen. Eine andere Einheit wählt ihr entweder, indem ihr sie in eurer unmittelbaren Spielumgebung anklickt oder aus einer stets oben rechts eingeblendeten Liste, falls die entsprechende Einheit ausserhalb eures gegenwärtigen Sichtbereichs liegt. Um die Ansicht auf diese Einheit zu zentrieren, genügt ein Druck auf eine entsprechende Taste. Ihr könnt auch mehrere Einheiten mittels Kombination von Strg- und Linksklick selektieren, die Kamera bleibt aber immer auf einem Fahrzeug zentriert.

Iron Dignity
Hier kommandieren wir mehrere Einheiten in der externen Ansicht.

Die Einheiten können nun mit der Maus in Bewegung gesetzt werden, wie ihr das von einem gewöhnlichen Strategietitel her kennt. Allerdings eignet sich diese Art der Steuerung nur, wenn ihr mehrere Einheiten gezielt bewegen wollt und ihr euch nicht zu nahe am Feind befindet. In diesem Fall solltet ihr aber dringend zur manuellen Steuerung wechseln, die mittels der Leertaste aktiviert wird. Man wird nun ins Cockpit der augenblicklich gewählten Einheit versetzt und kann sie mittels den Cursortasten und der Maus kontrolliert. Die Fahrzeuge werden komplett mit den Cursortasten gelenkt, während ihr mit der Maus die Bordkanone bedient, wohingegen bei Flugzeugen eine vereinfachte Flugsimulationssteuerung zum Zug kommt - hier wird mit der Tastatur Schub gegeben, während mit der Maus das Flugzeug gesteuert, sowie die Bordwaffen ausgelöst werden. Alternativ dazu ist auch eine Bedienung per Joystick möglich. Neben der Cockpitansicht, steht euch auch eine externe Ansicht zur Verfügung, die je nach Bedarf eingesetzt werden sollte. Sie ist zwar etwas übersichtlicher, dafür fällt hier die Bedienung der Bordwaffen schwieriger aus. Bei Feindkontakt verwendet ihr besser die Cockpitansicht.

Iron Dignity
Wir durchbrechen eine Stacheldrahtbarriere in der Cockpitansicht.

Um während der manuellen Steuerung die anderen Einheiten nicht völlig unbeaufsichtigt zu lassen, könnt ihr jeder einzelnen Einheit über ein Menüs bestimmte Befehle zuweisen. Beispiele dafür: 'Gehe zu', 'Folge mir', 'Beschütze mich' oder 'Greife Feind an'. Beim erstgenannten Befehl wird eine Karte eingeblendet, auf welcher der Zielort bestimmt werden kann. Euch steht auch die Möglichkeit offen, weitere Fenster zu öffnen, in denen ihr bestimmte andere Einheiten unter dem eigenen Kommando überwachen könnt, um schnellstmöglich einzugreifen. Übrigens handeln die eigenen Einheiten, die gerade unter KI-Kontrolle stehen, recht clever. Bei entsprechender Gegebenheit nehmen sie es auch mal mit einer kleinen Übermacht an Gegnern auf. Selbstverständlich solltet ihr es im Normalfall nie zu einer feindlichen Übermacht kommen lassen.

Fazit

Gameswelt Redaktion - Portraitvon Gameswelt Redaktion
'Iron Dignity' hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Zum einen sieht es sehr gut aus, zum anderen ist das Konzept einfach toll. Hier wird viel geboten, ein Taktikspiel mit der Möglichkeit, selbst direkt einzugreifen und die Kontrolle über jede beliebige Einheit unter eigenem Kommando zu übernehmen. Wenn den Machern des Spiels jetzt noch ein ordentliches und forderndes Missionsdesign gelingt, wird dieses Spiel sicherlich ein absolutes Highlight.

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