Special - Killzone: Liberation - History-Special : Killzone: Liberation - History-Special

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Im Jahre 2004 veröffentlichte Sony die Shooter-Hoffnung ’Killzone’ auf der PS2. Knapp zwei Jahre später folgt nun eine rundum erneuerte Fortsetzung im Handheld-Format. Wir werfen im History-Special einen ausführlichen Blick auf die Hintergründe der SciFi-Reihe, beleuchten alle Episoden von PS2 bis hin zu PS3 und erzählen euch, welches Team für ’Killzone’ verantwortlich ist.

Im Sommer 2003 geisterten plötzlich erste Screenshots eines PS2-Spiels durch die Videospiel-Medien und diversen Internet-Foren, die mit beeindruckender Grafik und ersten Infos zum Spiel einen potenziellen Shooter-Hit erahnen ließen. Schnell machte sich unter den Sony-Jüngern die Hoffnung breit, dass es sich bei dem Projekt ’Killzone’ um einen veritablen ’Halo’-Killer handelte. Ende 2004 war es dann so weit – der PS2-Hoffnungsträger kam in den Handel und heimste bei der Fachpresse und bei den Spielefreaks unterschiedliche Wertungen ein – von Hit bis Mittelmaß war alles vertreten. Eines war aber klar: Sony landete einen kommerziellen Erfolg und brachte eine SciFi-Welt in die PlayStation-Familie, die das Zeug zu deutlich mehr als einem Eintagsfliegen-Dasein hatte.

Guerrilla – Die Action-Experten

Zuständig für ’Killzone’ im Auftrag von Sony Computer Entertainment ist Guerrilla. Das Entwicklerteam mit dem markanten Namen hat seinen Sitz in den Niederlanden, genauer gesagt in Amsterdam. Einst durch die Fusion von drei kleineren Spielentwickler-Gruppen entstanden, wuchs die Truppe auf mittlerweile 95 Mitarbeiter an. Allerdings trug das Spiele-Studio nicht immer diesen Namen, sondern fungierte bis 2003 unter dem Namen ’Lost Boys Games’. Laut eigenen Aussagen ist das Team sowohl für seine außerordentliche Videospiel-Technologie als auch für seine starke kreative und künstlerische Vision bekannt – viel Selbstvertrauen haben die Jungs und Mädels in Amsterdam auf jeden Fall. Guerrilla entwickelte nicht nur für Sony-Konsolen, sondern auch schon für PC, Xbox und GBA, allerdings ist die Truppe nun aufgrund einer engen Kooperation mit Sony Computer Entertainment Europa auf die PlayStation-Systeme fokussiert. Dass die Guerrilla-Leute Experten für actionlastige Spiele sind, zeigte sich bereits bei ihren Frühwerken: Bei dem nicht zu Ende geführten Projekt namens ’Knights’ (2001) handelte es sich um ein Action-Adventure. Für den Game Boy Advance realisierte das Team einen klassischen Weltraum-Shooter im ’Xevious’-Stil und zeigte damit schon die Richtung zukünftiger Projekte auf: Baller-Spiele. Nach ’Killzone’ blieb Guerrilla nämlich dem Genre treu und veröffentlichte zusammen mit Eidos das brutale und umstrittene Vietnam-Kriegsspiel ’Shellshock: Nam’ 67’ auf PC, Xbox und PS2. Auch zukünftig wird bei Guerrilla kräftig geballert – so lasst ihr in ’Killzone: Liberation’ ebenfalls die Waffen sprechen und auch das darauf folgende ’Killzone’ dürfte ein Shooter werden.

Killzone (PlayStation 2, 2004)

Wie schon erwähnt, wurde ’Killzone’ auf der PS2 mit viel Vorschusslorbeeren und hohen Erwartungen bedacht. Dass es sich bei dem Titel um keinen normalen Shooter von der Stange handelte, merkte man bereits an dem komplexen SciFi-Universum, in dem die Handlung angesiedelt war und das den Spielern mit üppigen Zwischensequenzen näher gebracht wurde. Zwar ist die Geschichte nicht sonderlich originell, aber in ihren Details ziemlich episch und mit viel Aufwand gestaltet, um ein glaubwürdiges Szenario zu erschaffen, auf dem man in späteren Episoden aufbauen kann. Die Story ist in einer nahen Zukunft angesiedelt, in der die Menschheit fremde Planeten als Kolonien besetzt hat. Allerdings proben nun einige von ihnen den Aufstand und haben sich zu einer Armee namens Helghast zusammengeschlossen – angeführt von den Helghanern, deren Heimat von den Erdlingen einst in Schutt und Asche gelegt wurde. Nach einem verlorenen Krieg sammeln sich die Helghast erneut, um mit einer riesigen Armee den Feind zu besiegen. Ihr kämpft auf der Seite der ISA gegen die Helghast und müsst in bewährter Ego-Sicht in die weiten Schlachten, packenden Straßenkämpfe und engen Duelle in Gebäuden ziehen. Dabei werdet ihr von bis zu drei CPU-Kameraden begleitet. Für Abwechslung sorgt außerdem die Wahl des Spielcharakters – vier Krieger mit unterschiedlichen Waffen und Fähigkeiten stehen nach und nach zur Auswahl. Nicht zuletzt aufgrund detaillierter Levels, einer düster-dreckigen Grafik mit vielen Rauch-, Partikel- und Filter-Effekten und des exzellenten Sounds ist die Kriegsatmosphäre ein Highlight von ’Killzone’. Weniger überzeugen kann hingegen die KI der Gegner und die Framerate. Dafür wartet auf die PS2-Soldaten neben der unterhaltsamen Singleplayer-Kampagne ein gelungener Mehrspieler-Modus inklusive Online-Gefechte.

Gameswelt-Wertung: 87%

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