Preview - Kingdom Come: Deliverance : Stell dir vor, es ist Mittelalter …

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Das Bogenschießen entpuppt sich als extrem wirkungsvolle Alternative, die einen Gegner mit ein oder zwei Treffern ins Nirwana schickt. Aber auch das will gelernt sein. Warhorse verzichtet auf ein Fadenkreuz, ihr müsst also quasi wie im richtigen Leben über den Pfeil zielen. Hierbei kommt es darauf an, ob eure Kräfte reichen, den Bogen ruhig zu halten, wie schnell euer Arm müde wird und was ihr für einen Bogen mit welchen Pfeilen verwendet.

Es gibt eine ganze Reihe an Waffenarten mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen. Gleiches gilt für Rüstungen, die aus verschiedenen Schichten bestehen, die vor unterschiedlichen Angriffsarten Schutz bieten. Ein offener Helm ist beispielsweise für einen Bogenschützen besser geeignet als ein Modell mit Visier, welches das Sichtfeld einschränkt. Allerdings bietet solch ein offener Helm natürlich weniger Schutz bei Kopftreffern. Eine Plattenrüstung schützt vor Klingen, ist aber anfälliger für stumpfe Schlagwaffen und zudem schwerer. Eure Entscheidung, was euch mehr liegt. Waffen- und Rüstungswechsel, abgesehen vom Wechsel von Nah- zu Fernkampfwaffe, sind im Kampf nicht möglich.

Mit Vorsicht in die Schlacht

Unser nächster Spielstand führt uns zum Angriff auf ein Banditenlager bei Talmberg. Dabei mussten wir schmerzvoll erfahren, dass es keine gute Idee ist, an vorderster Front in die Gegner zu stürmen oder sich ungeschützt Pfeilschüssen auszusetzen. So begaben wir uns in die zweite Reihe hinter die Nahkämpfer und konnten von dort effektiv beim Kampf helfen.

Mitunter zahlt es sich aus, die Umgebung für sich zu nutzen. Mit einem brennenden Heuwagen sorgten wir zum Beispiel dafür, dass unsere Kameraden durch den Rauch vor dem Beschuss der feindlichen Bogenschützen zumindest halbwegs sicher waren. Im Nahkampf hingegen galt es, tunlichst zu vermeiden, mehr als einen Gegner gegen sich zu haben oder sich gar umzingeln zu lassen.

Der Kampf an sich spielt aber nicht die Hauptrolle. Besagter Angriff auf das Banditenlager ließe sich zum Beispiel dadurch entschärfen, dass man sich zuvor ins Lager schleicht, die Pfeile der Gegner verbrennt und das Essen vergiftet. Wer also nicht gern kämpft, findet durchaus alternative Wege. Ohnehin setzt das Spiel darauf, für jedes Problem mehrere Lösungswege zur Verfügung zu stellen, der jeweiligen Entscheidung aber durchaus Konsequenzen folgen zu lassen.

Quests lösen mit Köpfchen statt mit Gewalt

Der dritte Spielstand brachte uns in ein Kloster, wo wir gänzlich auf Kampf verzichten mussten. Eingeschleust als Novize, galt es dort, einen Mörder ausfindig zu machen. Hierzu mussten wir Spuren suchen und mit den Bewohnern des Klosters reden. Das Problem: Im Kloster herrscht ein strenger Tagesablauf. Wer sich nicht daran hält, wird schnell hinausgeworfen und steht vor neuen Problemen, die Quest zu lösen.

Das wunderbar gestaltete Kloster entpuppt sich als Hort einer ganzen Reihe von Haupt- und Nebenquests, die eher mit Köpfchen zu lösen sind. Allerdings kann man sich durch ungeschicktes Agieren einige Quests verbauen. Dialoge und kluges Vorgehen stehen deutlich im Fokus, und das fühlt sich gut an. Quests können mitunter noch vor Beginn scheitern, wenn wir deren Voraussetzungen ruinieren oder nicht zur rechten Zeit am rechten Ort sind.

Einfach mal eine Quest anzunehmen und sie dann irgendwann zu spielen, funktioniert bei Kingdom Come: Deliverance nicht immer. Warhorse setzt auch hier darauf, den Spieler die Konsequenzen seiner Handlungen spüren zu lassen. Übrigens bleibt trotz aller Open-World-Elemente, Quests, Entscheidungen und Konsequenzen die Hauptgeschichte eher linear – verschiedene Enden gibt es nicht. Bei Kingdom Come: Deliverance ist der Weg das Ziel.

Detailliertes Rollenspielsystem

Hinter den toll erzählten, sehr variablen Quests, den zahlreichen Nebenquests sowie den Minispielen für beispielsweise Alchemie, Würfeln oder Faustkämpfe mit NPCs steckt ein detailliertes Rollenspielsystem. Neben Grundwerten wie Stärke, Agilität oder Vitalität spielen auch andere Werte wie Redekunst, Charisma oder Sichtbarkeit eine Rolle. Dazu gehören verschiedene Perks, die ihr mit der Zeit entwickelt. Auch zu den verschiedenen Waffenarten gibt es Perks, die nach und nach freigeschaltet werden und euch neue Manöver erlauben, beispielsweise Komboattacken. Hinzu kommen Nebenfertigkeiten wie Alchemie, Jagd, Lesen oder Schlösserknacken.

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