Test - Kingdom under Fire : Kingdom under Fire

  • PC
Von Kommentieren

In der Vergangenheit bediente sich vor allem Blizzard Entertainment in der äußerst beliebten und bekannten 'Warcraft'-Reihe des Konflikts zwischen Menschen und Orks. Und weil sie das gar so erfolgreich taten, hat Phantagram den Klassiker 'Warcraft II' praktisch neu aufgerollt und wirft mit 'Kingdom Under Fire' einen zum Verwechseln ähnlichen Titel auf der Markt, der durchaus im Stande ist, die Wartezeit auf 'Warcraft III' zu verkürzen. NoseOfNight hat sich des vermeintlichen Plagiats angenommen und doch noch einige wenige Verbesserungen zum Original entdecken können.

In 'Kingdom Under Fire' mischen die grünen und ekligen Orks mal wieder die komplette Menschheit im Fantasy-Reich Bersiah auf. Unter der Führung von Oberbösewicht Rick Blood und Oger-Führer Likuku starten die weniger friedlichen Genossen erneut eine Invasion, nachdem eine erste bereits vor Jahren zurückgeschlagen werden konnte. Zu allem Überfluss entscheidet sich die politische Führung inklusive König gegen eine großartige Unterstützung der kleinen Dörfer im Kampf gegen die Orks, weshalb sich ein tapferer Ritter entschließt, allein den Kampf aufzunehmen.

Kingdom under Fire
Nebencharaktere treiben die Handlung voran

Die Story - Von Menschen und Orks
Diese wohl vielen bekannt vorkommende und wenig innovative Story werdet ihr anhand der beiden Einzelspieler-Kampagnen auf jeden Fall nachspielen, egal auf wessen Seite ihr euch stellt. Wählt ihr die Menschen, werdet ihr mit dem Helden Curian starten, während ihr die Ork-Truppen unter der Führung von Likuku leitet. In beiden Fällen bekommt ihr das Gleiche kurze Intro zu Gesicht und beginnt eure Mission im Dorf Haven, welches ihr entweder plättet oder verteidigt, je nachdem für welche Rasse ihr euch entschieden habt. Die erste Schwäche von 'Kingdom Under Fire' offenbart sich aber bereits in diesem Punkt. In den beiden Feldzügen gleichen nämlich nicht nur Intro und die erste Mission einander, sondern auch nahezu alle darauffolgende Levels. Ein ganz klarer Nachteil, da ihr auf beiden Seiten ständig die gleichen Maps spielen müsst und so für nur wenig Abwechslung gesorgt wird.

Das Gameplay - 'Warcraft II' lässt grüßen
Der Spielverlauf selbst sieht dem Klassiker von Blizzard zum verwechseln ähnlich. So startet ihr in den meisten Missionen mit einem Hauptgebäude, in dem ihr kräftig Helfer ausbildet, die zum Errichten neuer Gebäude und zum Abbau von Ressourcen dienen. Von diesen gibt es deren drei: Gold, Erz und Mana. Der wichtigste Rohstoff ist natürlich Gold, das, ebenso wie das Erz, aus Minen gewonnen wird, Mana dagegen wird aus dafür vorgesehene Manabecken gewonnen. Im Gegensatz zu zum Beispiel 'StarCraft' müssen zum Abbau der Ressourcen keinerlei zusätzliche Gebäude wie die Raffinerie zum Erwirtschaften von Vespin-Gas errichtet werden, so dass sämtliche Rohstoffe frei zugängig und direkt zum Hauptgebäude transportiert werden.

Kingdom under Fire
Helden verfügen über diverse Spezialattacken

Im fortschreitenden Spielverlauf solltet ihr dann eure Basis durch neue Gebäude aufrüsten. Orks setzen dabei beispielsweise auf Kriegslager, die Verdorbenen Wälder, Spinnen- und Taranteltürme, eine Sporenfabrik oder auch den Knochenhof, während Menschen auf bekannte Bauwerke wie Kasernen, Schmieden, Ausbildungsgelände oder dem Turm der Magie vertrauen. Jedes dieser Gebäude ermöglich entweder neue Entwicklungsmöglichkeiten und Upgrades, die zum Beispiel die Waffen oder Rüstungen der eigenen Truppen verbessern, oder aber das Ausbilden neuer Einheitentypen, und wie zu vermuten dürften auch diese größtenteils bereits bekannt sein.

Die Einheiten - Magie ist Trumpf
Folglich schicken Menschen Schwertkämpfer, Bogenschützen, Elfenranger, Tempelritter oder auch die fliegenden Sturmreiter in den Kampf, die Dunkle Legion der Orks dagegen baut neben den standardmäßigen Kämpfern auf Dunkle Elfen, Oger, Dämonen, Vampire, Liche, Sumpfmammuts oder schwarze Flügeldrachen, das Gegenstück zu den menschlichen Sturmreitern.

Eine besondere Bedeutung kommt neben den Helden aber auch den magisch begabten Truppentypen zu. Als besonders stark erweisen sich auf der guten Seite neben den Magiern vor allem die Hodianer-Hexen, die ihren Gegnern mit Feuerbällen und Meteor-Schauern einheizen. Andererseits sind es vor allen Dingen Liche und Vampire, die mit Pest-Zaubern, Terror oder mit dem Feuer der Apokalypse gegenhalten. Aber auch viele der übrigen Einheiten besitzen Spezialfähigkeiten. So besitzen Oger die Möglichkeit, sich in einen Blutrausch zu versetzen, der ihnen zwar einige Lebenspunkte kostet, sie aber auch für eine kurze Zeit um einiges stärker macht, so dass dieser Zauber ähnlich wie das Stim-Pack der Marines in 'StarCraft' funktioniert.

Kingdom under Fire
Die Einsatzbesprechungen werden trist präsentiert

Die zweifelsohne wichtigste Rolle dürfte den bereits oben angesprochenen Helden zukommen, die während der Kampagne nicht sterben dürfen, da sonst das Spiel sofort beendet wird. Neben Curian stehen auf menschlicher Seite noch der Magier Moonlight und der Drachenritter Keither zur Verfügung, die allesamt mit besonderen magischen Fähigkeiten wie zum Beispiel einem Linienblitz, einem Hagelsturm oder magischen Blitzen aufwarten können. Als Äquivalent auf der gegnerischen Seite dienen neben Likuku der Anführer Rick Blood, Amaruak und der Richter Rosenheim, die über ein vergleichbares magisches Potential verfügen und zudem auch kräftig zuschlagen können.

Die Durchschlagskraft dieser lässt sich zudem im Spielverlauf noch enorm steigern. Grund dafür sind die bereits im Echtzeit-Strategieteil des Spiels vorhandenen Rollenspiel-Anleihen. So gewinnt jeder einzelner Krieger für ein zerstörtes Gebäude, einen erfolgreichen Zauber oder eine getötete Einheit an Erfahrung, bis dieser in die nächste Stufe aufsteigt. Folge daraus sind beispielsweise ein besserer Rüstungsgrad oder eine höhere Durchschlagskraft der Angriffe.

 

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel