Test - Knights of the Temple : Knights of the Temple

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Um euch dennoch den Sieg zu ermöglichen, hat man sich bei den Entwicklern ein interessantes System ausgedacht. Denn neben dem Erhalt immer besserer Waffen, erlernt Paul auch ständig neue Fähigkeiten. Ähnlich wie in einem Beat'em-Up beherrscht ihr nach und nach mehrere Kombinationsangriffe und Spezial-Attacken, die über einfache Tastenkombinationen aufgerufen werden. Selbstverständlich dürfen dabei ein paar magische Fähigkeiten auch nicht fehlen. Natürlich gehören zu einem echten Abenteuer auch einige Rätsel, die hier geschickt in den Spielablauf integriert und mit wenigen Ausnahmen auch recht einfach zu lösen sind. Zusätzlich gibt es zahlreiche Kisten und Fässer, die ihr durchsuchen könnt und in denen sich manchmal ein hilfreiches Item, wie zum Beispiel eine Heilsalbe, befindet.
Ein kleiner Schwachpunkt sind die Speicherpunkte. Zwar sind die Levels meistens nicht so lang und ihr könnt an sehr vielen Stellen im Spiel solche Punkte finden, aber es kann dann doch passieren, dass ihr an einem etwas stärkeren Gegner hängen bleibt und deshalb ein ganzes Level wiederholen müsst.

Ein Augenschmaus mit unübersichtlicher Perspektive
Die Grafik des Spiels ist ganz auf die möglichst realistisch wirkende Darstellung des Geschehens ausgerichtet. Die Texturen sehen schön echt aus und die Bewegungen der Charaktere könnten auch aus der Choreographie eines Hollywoodfilms stammen.
Mit der Hilfe von Schwertexperten und Motion Capturing werden Held und Gegner mit 160 verschiedenen Bewegungen und Animationen zum Leben erweckt. Da splittern Schilde im Kampf in alle Einzelteile und das Blut euerer Gegner verteilt sich quer durch alle Levels.
Abgerundet wird diese Präsentation durch verschiedene Kameraschwenks, wie ihr sie aus Filmen, aber auch Spielen wie zum Beispiel 'Resident Evil' kennt. Hier liegt jedoch auch der Schwachpunkt, denn die Kämpfe sehen so zwar sehr spektakulär aus, dafür bleiben die Orientierung und die Übersicht öfters auf der Strecke. Oftmals kommt es dabei vor, dass man ein wichtiges Item oder einen Durchgang übersieht oder zu spät bemerkt, dass ein Gegner in der Nähe ist.

Die Steuerung ist dafür denkbar einfach ausgefallen, auch wenn die Tastenbelegung nicht verändert werden darf. Selbst die Kombinationsattacken sind leicht zu lernen und auch bei schwierigeren Schlägen artet das Ganze sehr selten in wildes Tasten-Herumgedrücke aus.
Die Hintergrundmusik im mittelalterlichen Stil passt perfekt zur Szenerie und kommt zum Teil von 'Within Temptation', einer berühmten Metal/Rock-Band aus den Niederlanden, die für dieses Spiel mit TDK Mediactive zusammengearbeitet haben. Die deutsche Vertonung der Sprecher klingt meist ganz gut, lediglich einigen wenigen Sprechern fehlt ein wenig die Ausdruckskraft.

 

Fazit

von Wolfgang Korba
Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich von diesem Titel vorher nichts gehört hatte und somit ohne große Erwartungen an das Spiel herangegangen bin. Aber manchmal erlebt man eine mehr als positive Überraschung, denn 'Knights of the Temple' gefällt besonders durch eine aufwendig erzählte Geschichte und eine tolle Grafik. Vor allem die vielfältigen Bewegungen der Kämpfer könnten nicht besser aussehen. Die Kameraführung stört jedoch den guten Eindruck zu stark, etwas mehr Rätsel hätten es zur Abwechslung auch sein dürfen und das Spiel ist trotz des ordentlichen Umfangs von 25 Levels einfach zu schnell zu Ende. Für alle Action-Adventure-Fans muss dieses Spiel aber mehr als ein Geheimtipp sein und auch alle anderen unter euch dürfen ruhig mal den einen oder anderen Blick ins dunkle Mittelalter wagen.

Überblick

Pro

  • sehr schöne Grafik
  • sehr realistische Kampf-Moves
  • interessantes Charakter-System
  • tolle Musik mit mittelalterlichem Touch

Contra

  • irritierende Kameraführung
  • Speichern nur an Speicherpunkten
  • fehlender Multiplayer-Modus

Wertung

  • Xbox
    75
    %

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