Test - Legacy of Kain: Blood Omen 2 : Legacy of Kain: Blood Omen 2

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Legacy of Kain: Blood Omen 2
Lord Sarafan bei seinem einstigen Sieg.
Kains Zorn
Kain wird mit jedem Schlag, den er erfolgreich blockt, zorniger. Gelingt ihm dies, so füllt sich dessen Zornanzeige, welche Teil des so genannten Hud ist. Darüber hinaus besteht das Hud aus Kains aktueller Lebensenergie, der Wissensanzeige, Dunkle-Gaben-Anzeige und dem Waffensymbol, welches zeigt, welche Waffe Kain im Moment benützt und wie lange sie noch benutzbar ist, bevor sie zerbricht.

Die Lebensenergie zeigt Kains Blutbedarf. Selbst wenn er von keinem Schlag getroffen wird, senkt sich diese langsam, aber kontinuierlich. Um die Anzeige wieder zu füllen, muss der Vampir, wie es sich nun mal für ihn gehört, das Blut seiner Opfer aussaugen. Auch wenn euch vielleicht nicht allzu viel feindlich Gesonnene über den Weg laufen mögen, so braucht man sich bezüglich seiner Blutvorräte keine Sorgen zu machen. In Nosgoth laufen überall Zivilisten durch die Straßen und Häuser, die mit einer schnellen Schlagkombination ausgeschaltet werden können. Solche Passanten haben meistens aber nur verhältnismäßig wenig Blut.

Trinkt ihr Blut, sei es nun von Zivilisten oder gegnerischen Wachen, so steigt neben eurer Blutanzeige auch eure Wissensanzeige. Hat sich diese vollständig gefüllt, so steigt Kains Lebenskraft und er kann ein paar Schläge mehr verkraften. Zusätzlich sind in ganz Nosgoth Relikte mehr oder weniger gut versteckt, welche die Wissensanzeige des Antihelden um ein Vielfaches schneller ansteigen lassen als das Blut seiner Opfer.

Legacy of Kain: Blood Omen 2
Kain zeigt Entschlossenheit.

Die Kräfte der Vampire
Vampire besitzen so genannte Dunkle Gaben, welche man auch als PSI-Kräfte einstufen kann. Da Kain über 200 Jahre außer Gefecht war, hat er den größten Teil seiner Fähigkeiten verloren, lediglich zwei kann er von Anfang an benutzen. Zum einem kann er sich im Nebel in ein Schattenwesen verwandeln, um so nicht von seinen Gegner gesehen werden zu können und sie gegebenenfalls auf besonders brutale Art und Weise wie aus dem Nichts heraus zu überraschen und umzubringen. Die zweite Gabe, die Kain von Anfang an besitzt, ist die Raserei. Hat sich seine Zornanzeige weit genug gefüllt, so kann er einen kräftigen, nicht blockbaren Schlag durchführen, der selbst den stärksten Gegner zumindest umhaut, wenn er ihn nicht gar umbringt. Dies sind zwei der insgesamt sieben Gaben, die Kain erlernen muss.

Ihr werdet ihm Spiel des Öfteren auf Vampire treffen, die im Dienst der Sarafanen stehen. Diese gilt es in besonders ausgefallenen Bosskämpfen um die Ecke zu bringen. Diese Kämpfe bestehen immer aus mehreren Phasen. In jeder Phase wird eine unterschiedliche Taktik verlangt, zum Teil müsst ihr dafür auch eure Dunklen Gaben benutzen. Habt ihr nun den feindlichen Vampir ausgeschaltet, so nimmt Kain dessen Seele in sich auf und erlernt somit dessen Dunkle Gabe.

Wie geht's weiter?
Die Dunklen Gaben sind oft unerlässlich zum Weiterkommen in Nosgoth. Größere Abgründe etwa können nur mit der Gabe 'Springen' überwunden werden, die es Kain erlaubt, weiter und höher zu springen als jeder Sterbliche.

Aber nicht nur Abgründe, Gegner und dergleichen erschweren euer Fortkommen. Hin und wieder gilt es auch ein Rätsel zu lösen, welche zunächst aus einfachen Schalterrätsel bestehen, später im Spiel aber durchaus ein wenig komplexer werden. Allzu lange Grübeln wird man allerdings selten müssen.

Legacy of Kain: Blood Omen 2
Kains Durst nach Rache ist fast so groß wie der nach Blut.

Prächtiges Nosgoth
Grafisch und akustisch bietet 'Blood Omen 2' auch nicht gerade wenig. Überall fallen kleine Details auf, etwa herumschwirrende Fliegen bei Lichtern und dergleichen. Meridian, die Hauptstadt Nosgoths, in der das Abenteuer spielt, mag vielleicht von Zeit zu Zeit ein wenig eintönig wirken, aber das ist ohne weiteres zu verkraften. Der größte grafische Mangel liegt leider darin, dass die NPCs, vor allem die zu Boden gegangenen Wachen, gerne mal zur Hälfte in der Mauer oder in einer Treppe verschwinden, was es leider oft unmöglich macht, dessen Waffe in die Hand zu nehmen.

Dafür hat man sich reichlich Mühe gegeben, um den Ohren etwas zu bieten: Die Zivilisten reden miteinander, unterhalten sich über die Geschehnisse, fangen hin und wieder auch mit Kain ein kurzes Gespräch an oder flehen um ihr Leben, wenn der Vampir sie bedroht. Die Hintergrundmusik besteht aus düsteren Klängen, die einem eigentlich nur dann auffallen, wenn sie durch etwas hektischere Musik unterbrochen werden, sobald ein Gegner angreift.

Besonders angenehm sind im Vergleich zu PS2-Fassung die Ladezeiten aufgefallen: Lediglich während der einzelnen Kapitel kann man sehen, dass ein neuer Abschnitt geladen wird. Ansonsten fällt diese, zumindest bei etwas schnelleren Rechnern, so gut wie gar nicht auf.

 

Fazit

von J. Weber
'Blood Omen' hat einen durchaus würdigen Nachfolger bekommen. Die Komplexität der Story mag zwar nicht an ein 'Soul Reaver' heranreichen, dafür wurde reichlich etwas fürs Auge getan - die kleineren Grafikfehler sind da durchaus zu verkraften. Allerdings muss man schon beinahe vor der Brutalität warnen, denn schwache Gemüter werden mit der Herzlosigkeit Kains wohl einige Probleme haben. Unangenehm ist leider die Steuerung ausgefallen: Konfiguriert man diese nicht etwas um, so kann das während eines Kampfes schnell zu Verkrampfungen der Finger führen. Aber auch daran gewöhnt man sich und dann macht es umso mehr Spaß, Kain durch die düsteren Gassen von Meridian zu begleiten. Fans der 'Legacy of Kain'-Serie müssen hier zugreifen, aber auch Fans von etwas düsteren und brutalen Spielen können getrost einen Blick darauf werfen. Wobei nicht nur letzteres erwähnenswert ist, denn zu 'Blood Omen 2' gehört auch eine nette Story unterlegt mit düsterem Sound.  

Wertung

  • PC
    82
    %

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