Test - Lords of EverQuest : Lords of EverQuest

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Was kann passieren, wenn ein Titel lange Zeit ein Genre dominiert? Richtig, man könnte ihn in ein anderes Genre verpflanzen. So wie es sich derzeit bei Blizzards 'World of Warcraft' im MMORPG-Geschäft entwickelt, will Sonys 'Everquest'-Universum mit 'Lords of Everquest' im RTS-Sektor Fuß fassen. Leider bleiben die Gehversuche bei der Mischung aus Strategie und RPG von 'Lords of Everquest' in diesem Genre stecken. Warum? Lest mehr in unserem Review...
 

Drei Allianzen kämpfen in der Welt von Rapid Eye's 'Lords of Everquest' um die Vormacht im Zeitalter von Norrath und um die lange verschollenen Artefakte, die einst von den Ogern gestohlen wurden. Aber auch der verbannte Gott Rallos Zek sinnt auf seine Rückkehr und unternimmt alles, damit die Geheimnisse nicht den Allianzen der Elddar und der Bruderschaft der Dämmerung in die Hände fallen. Das Schattenreich ist ihm dazu ein williger Diener. Angeführt werden die Völker von ihren Lords. Dies sind Helden, die jeweils ihre eigenen Vorzüge - oder gemäß RPG-Jargon - Spezialisierungen haben. Diese umfassen das typische Spektrum von Spezialattacken, Zaubern oder verschiedenen Gruppenverstärkungen, wie Zusatzschaden oder Geschwindigkeitsboni.

Im Singleplayer-Modus nehmt ihr, in der jeweils zwölf Missionen umfassenden Kampagne, am Schicksal der drei Allianzen teil. Bei der Option 'Schlacht' tretet ihr allein gegen die KI an und könnt die Bedingungen festlegen. Multiplayer-Spiele können entweder im Netzwerk, oder online über das SOEGames.net ausgetragen werden. Zur Wahl stehen verschiedene Karten, die Option 'Jeder gegen Jeden' oder 'Teamplay' sowie fünf verschiedene Siegesbedingungen. Beim Spielen über das SOEGames.net ist außerdem zu beachten, dass für die Registrierung der CD-Schlüssel verlangt wird, der dem Spiel beiliegt. Daneben führt ein kurzes Tutorial in die Grundlagen der Steuerung ein. Auch ein Map-Editor wurde dem Titel spendiert.

Heldenalltag: Bürgermeister, Feuerwehr und Lobbyarbeit
Zwar findet man die typischen RTS-Elemente Basenbau, Truppenausbildung und Truppenbewegung auch in 'Lords of Everquest', wobei diese in der Kampagne aber eher rudimentär vorhanden sind. Das Erkunden der Gegend, das Sammeln von Erfahrung und die Erfüllung allerlei Neben-Quests, bei denen Geschenke winken, bilden den Schwerpunkt der Kampagne. So verlangen typische Missionsaufgaben den Aufbau einer kleineren Basis, von der aus der Held mit seinen Mannen auszieht, um zum Beispiel gefangene Verbündete zu befreien oder die Zerstörung eines Dorfes zu rächen. Wobei einem das Verhalten der eigenen Einheiten oft Kopfzerbrechen bereitet, wenn sie blindlings ihre Zielpunkte unbedingt über feindliches Gebiet suchen müssen oder während eines Kampfes träge in der Gegend herumstehen und der nebenstehende Kumpel das Zeitliche segnet.

Garniert werden die Einsätze von vielen Zwischensequenzen, die sowohl den Beginn als auch das Ende der Mission begleiten und nicht selten auch während der Aufträge zum Einsatz kommen.
Fast wie in der Politik sind sich die drei Allianzen nicht gänzlich spinnefeind. Gerne werden auch Zweckbündnisse geschlossen: Die Elddar-Allianz ersucht in einem Teil der Kampagne das Schattenreich um Unterstützung gegen abtrünnige Horden des Schattenreichs, was diesem sehr gelegen kommt, um die Verräter zu bestrafen. Solche 'diplomatische Höhepunkte' werden dann kurz darauf wieder von Missionen à la 'Gehe mit deinen Leuten einmal quer über die Karte und holze alles um, was sich dir in den Weg stellt' torpediert.

 

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