Special - Luftkühlung am Maximum : Vom Winde verweht

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Dröhnende Autos, donnernde Presslufthämmer, ratternde Kettensägen: Nur wenn es ohrenbetäubend knallt, klopfen wir Männer uns auf die Brust. Doch beim PC setzt der Urinstinkt aus, in den eigenen vier Wänden verweichlichen wir immer mehr. Krakeelende Lüfter und Festplatten haben ausgedient, stattdessen säuseln unter dem Schreibtisch selbst Gaming-Rechner wie ein laues Sommerlüftchen. Das ist unhaltbar, ein Schlussstrich muss gezogen werden! Deswegen kehren wir dem laschen Silent-PC den Rücken und setzten uns in den Kopf, das Maximum der Luftkühlung zu erreichen. Gibt es das überhaupt?

Monsterlüfter mit Flughafenatmosphäre

Genau diese Frage wollen wir beantworten. Der schnöde Standardlüfter wird uns in diesem Fall nur als Vergleich helfen können, da selbst seine höchste Geschwindigkeit bei weitem zu wenig Luft für extreme Gefilde durch die Fächer presst. Ein Industrieapparillo muss her, den wir mit einem normalen CPU-Kühlerkörper verkuppeln. Als passender Klimakiller bietet sich das von Papst geschmiedete Höllenwerkzeug 8212 JH4 an. Diese Mutter aller Lüfter vertraut auf ein bulliges 80-mm-Design, welches das Bauwerk mit einer soliden Glasfaserverstärkung zusammenhält – andernfalls würde der Kunststoff aus allen Nähten platzen. Als Ergebnis spuckt das Fließband ein 200 Gramm schweres Geschoss aus dem Ofen, bei dem jeder normale PC-Lüfter freiwillig vor den Zug springt.

Standesgemäßer Untersatz: Der CPU-Kühler Scythe Orochi

Satte 14.000 Umdrehungen schafft das Bollwerk pro Minute – so ein Geschoss haben wir noch nie in den Händen gehalten. Trotzdem glaubt Papst an ein langes Leben des Klopfers, gibt der Kühlspezi für das 40 Euro teure Stück doch eine 14-jährige Garantie mit einer Lebenserwartung von 130.000 Stunden (das sind fast 15 Jahre).

Pro Stunde fördert das übermächtige Ungetüm 222 m³ durch seine Lamellen, was auf die gesamte Lebensdauer umgerechnet knapp 29 Millionen m³ entspricht. Mit dieser Menge könntet ihr übrigens ganze Talsperren füllen. So ein mächtiger Propeller foltert natürlich die Stromrechnung, schließlich lassen sich mit fast 40 Watt ganze Rechner betreiben. Schaut ihr euch dann auch noch die Lautstärke an, disqualifiziert sich der Supersauger endgültig für einen praxisnahen Einsatz im Rechner.

Mit 75 dB (entspricht rund 30 Sone) donnert er unaufhörlich an euer Trommelfeld. Jeden internationalen Flughafen in eurer Nähe kann dieser Kühlkamerad übertönen, zudem klingt er wie ein startender Düsenjet. Beim Anschalten des Computers fährt er erst langsam hoch und beglückt euch mit einem turbinenartigen Geräusch. Laut ist er also allemal, doch setzt er sich auch von seinen Kühleigenschaften her vor die unterlegene, aber alltagstaugliche Konkurrenz?

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