Test - Medal of Honor: Frontline : Medal of Honor: Frontline

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James Patterson ist zurück und hat nun seinen Weg auf die PlayStation 2 gefunden. Nach den beiden erfolgreichen PSone-Titeln dürfte ihr euch auf der Konsole nun bereits zum dritten Mal ins Abenteuer stürzen und im Feindesland ordentlich für Chaos sorgen, indem ihr gegnerische Einheiten neutralisiert, Anlagen der Nazis sabotiert und feindliche Gebäude infiltriert. Ob der Leutnant auch in dem Zweiter Weltkrieg-Szenario von 'Medal of Honor: Frontline' eine gute Figur macht, erfahrt ihr hier.

Medal of Honor: Frontline
Der erste Einsatz: Invasion in der Normandie.

Das waren noch Zeiten, als ihr euch in 'Medal of Honor' und 'Medal of Honor: Underground' auf PSone hinter die feindlichen Linien begeben musstet, um den Nazi-Schergen das Handwerk zu legen und ihre Kriegspläne durch geschickte Sabotage-Akte zu durchkreuzen. Nachdem sich nun bereits PC-Spieler in 'Medal of Honor: Allied Assault' gehörig austoben durften, kommen jetzt auch Besitzer von Sonys Next Generation-Konsole auf ihre Kosten.

Hinter der Frontlinie
Wie der Titel des Spiels schon erwarten lässt, müsst ihr im Feindesland allerlei Aufträge erfüllen, die im Kampf gegen die Nazis von Bedeutung sind. Ihr schlüpft in die Rolle des 24-jährigen Lieutenant James Patterson, einem Piloten des Air Transport Corps, dem es im Juni 1944 nach einem Abschuss im französischen Hinterland mit Hilfe der französischen Widerstandsgruppe Maquis gelingt, an den deutschen Kotrollpunkten vorbeizukommen und in einem Fischkutter wieder zur Invasionsflotte der Alliierten zu stossen. Pflichtbewusst stand er kurz darauf mit den Einheiten des 116. Infanterie-Regiments in einem überfüllten Higgins-Landungsboot, mit Kurs auf die Küste ...

Und hier setzt bereits das Spiel ein: Nach einer längeren Ingame-Sequenz, die Patterson zusammen mit seinen Kumpels im Landungsboot zeigt, das plötzlich von einer Granate getroffen wird, übernehmt ihr praktisch nahtlos die Kontrolle über den Helden und müsst bereits die ersten Aufgaben erfüllen. Zuerst sollt ihr euren Kommandanten finden, dann anderen Soldaten Feuerschutz geben, danach einen Weg in den feindlichen Bunker finden und deren Besatzung neutralisieren. Dabei lassen sich die verschiedenen Teilziele jederzeit einblenden, so dass ihr immer wisst, was noch zu tun ist, um die Mission zu beenden. Falls ihr einmal doch nicht mehr weiter kommt, könnt ihr zudem mit dem Hauptquartier Kontakt aufnehmen, die euch mit einem Tipp auf die richtige Spur bringen werden.

Medal of Honor: Frontline
Straßenkampf in St. Mathieu.

Nach dieser ersten Mission warten natürlich noch andere Aufgaben auf euch, die sich im Gegensatz zu diesem ersten Level - das sehr stark an das 'Omaha Beach'-Level von 'Medal of Honor: Allied Assault' für PC erinnert - nicht nur auf den Kampf beschränken. So wollen beispielsweise gegnerische Tanklastzüge in die Luft gejagt, Versorgungspläne besorgt oder auch mal ein U-Boot sabotiert und lahm gelegt werden, bis ihr schliesslich gegen den Schluss eures Abenteuers die neuste Geheimwaffe der Deutschen klauen sollt. Dabei seid ihr aber nicht immer alleine unterwegs sondern bekommt schon mal Verstärkung in Form anderer Soldaten, die sich ebenfalls durchschlagen müssen.

Mut und Geschick
Um auch im Spiel mit einzubringen, dass der Kampf gegen die zahlreichen Feinde eine Portion Mut und Grips verlangt, haben die Entwickler kurzerhand auf ein wichtiges Feature verzichtet: Während PC-Spieler in ihrer Variante des Titels jederzeit mittels Quicksave das aktuelle Spielgeschehen sichern können, dürft ihr erst am Ende jeder Mission speichern. Dieser Umstand hat zwei wichtige Folgen: Zum einen reicht es nicht, in Rambo-Manier durch die Level zu hetzen und alles abzuballern, was einem in den Weg läuft - taktisches und vorsichtiges Vorgehen sind also gefragt. Zum anderen müsst ihr die entsprechende Mission von vorne beginnen, wenn euch die gegnerische Übermacht den Garaus macht. Das kann unter Umständen ganz schön nervend sein, wenn ihr kurz vor dem langwierigen Erfüllen aller Aufgaben doch noch abgeknallt werdet, andererseits wird das Spiel dadurch fordender und taktischer.

Medal of Honor: Frontline
Unterwegs mit Kollege Barnes.

Damit ihr nicht so schnell ins Gras beisst und euch auch verteidigen könnt, liegen allerlei Goodies herum, sind in Kisten versteckt oder werden von getöteten Widersachern fallen gelassen. So gibt es drei verschiedene heilende Kits einzusammeln, die zwischen 10 und 50 Prozent eueres Gesundheitsbalkens wiederherstellen. Um euren Feinden einzuheizen, stehen euch im Verlaufe des Abenteuers 15 unterschiedliche Waffen zur Verfügung: Während ihr zu Beginn noch mit 45er Colt und der M1 Garand unterwegs seid, dürft ihr euch später mit dem STG 44-Sturmgewehr oder einem Scharfschützgewehr eurer Gegner entledigen. Daneben fehlen auch eine Schrotflinte, Granaten oder eine Bazooka nicht, um euren Widersachern gehörig einzuheizen. Da diese Waffen natürlich auch Munition verbrauchen, müsst ihr auch diese immer wieder einsammeln. Hierzu muss allerdings gesagt werden, dass ich nur sehr, sehr selten zuwenig Munition zur Verfügung hatte.

Auch gegnerische Geschützstellungen lassen sich übrigens nutzen, so dass ihr euch schon mal hinter ein MG der Deutschen klemmen und heranstürmende gegnerische Truppen mit Leichtigkeit niedermähen könnt. Hier muss erwähnt werden, dass das Spiel zwar ab 18 Jahren ist, aber auf Splatter-Effekte in jeglicher Form verzichtet wurde. Verstümmelungen und Blut gibt es also nicht zu sehen.

 

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