Test - Mega Man Legacy Collection 2 : Gut, aber nicht mega

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2015 erschien mit der Mega Man Legacy Collection eine Sammlung mit den ersten sechs Mega-Man-Spielen für PlayStation 4, Xbox One und den PC. Die ursprünglich zwischen 1987 und 1993 veröffentlichten NES-Titel wurden grafisch überarbeitet und mit einigen netten Extras, unter anderem Galerien und Soundtracks, aufgewertet. Nun schiebt Capcom mit der Mega Man Legacy Collection 2 die noch übrigen Serienteile 7, 8, 9 und 10 hinterher. Der Preis beträgt 14,99 Euro.

Wie beim Vorgänger wählt ihr jedes Spiel im Menü separat aus. Die vier Klassiker erstrahlen in scharfer HD-Optik, wahlweise trimmt ihr das Bild mittels Filter aber auch auf alt. Die Breitbildoption ist dagegen überflüssig, da sie die Proportionen nicht beibehält und das Bild verzerrt. Im Gegensatz zur ersten Legacy Collection unterscheiden sich die Spiele grafisch sichtlich voneinander. So kommt bei Mega Man 7 eine bunte 2-D-Comicoptik zum Einsatz. Ähnlich gibt sich der Nachfolger Mega Man 8, reichert die Optik allerdings um einige 3-D-Elemente bei Gegnern und Hintergründen an. Die jüngsten Episoden Mega Man 9 und Mega Man 10 setzen hingegen wieder auf den NES-Look, obwohl beide Titel ihr Debüt auf Xbox 360 und PlayStation 3 gaben.

An Extras finden sich erneut die kompletten Soundtracks der Spiele, die ihr euch im Menü anhören könnt. Darüber hinaus gibt es jede Menge Konzeptskizzen und Artworks von Mega Man sowie Freund und Feind zu sehen. Dazu enthalten die Teile 9 und 10 sämtliche vormals als DLC angebotenen Inhalte.

Mann, ist das schwer!

Die vier Episoden sind serientypisch eine echte Herausforderung. Punktgenaue Sprungpassagen sowie fies platzierte Gegner und Fallen bestimmen den Spielablauf – und rauben schnell die sowieso schon spärlichen Bildschirmleben. Checkpoints sind ebenfalls rar gesät. Zwar greift euch wie im Vorgänger ein Speichersystem unter die Arme, es sichert den Fortschritt aber nur an festgelegten Punkten. Trotz der Option, jederzeit manuell speichern zu können, landet ihr beim Laden der Datei immer am letzten automatischen Checkpoint. Somit müsst ihr eine ordentliche Portion Geduld und Frustresistenz mitbringen. Einzige Ausnahme ist Mega Man 10, das euch als erstes Spiel der Serie zwischen zwei Schwierigkeitsgraden wählen lässt.

Wer weiß, was ihn erwartet, oder nach klassisch anspruchsvoller Kost sucht, dürfte Gefallen an der Sammlung finden. An der Steuerung gibt es nichts zu meckern und das Spielkonzept ist zwar altbekannt, funktioniert aber nach wie vor richtig gut. Gleiches gilt für die Grafik, gerade die Teile 7 und 8 gefallen mit vielen Farben und hübschen Animationen.

Mega-Man-Profis stellen in den frischen Herausforderungen ihr Können auf die Probe, indem sie in jedem der vier Spiele Boss-Rush, Stage-Remix oder Time Attack angehen. Die erspielten Bestzeiten landen auf Wunsch in der Online-Rangliste.

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