Preview - Mittelerde: Schatten des Krieges – E3 Vorschau : Ein Sturm zieht auf

  • PC
  • PS4
  • One
Von Kommentieren

Mittelerde: Mordors Schatten wirkte seinerzeit auf den ersten Blick wie ein typisches Open-World-Abenteuer mit Versatzstücken aus Spielen wie Assassin's Creed und der Batman-Arkham-Reihe. Mit dem Nemesis-System führte es aber ein originelles Feature ein, das den feindlichen Ork-Horden eine eigene, dynamische Hierarchie zugestand, die ihr durch eure Aktionen beeinflussen konntet. Der Nachfolger, bei dem wir auf der E3 selbst Hand anlegen durften, baut diesen Faktor weiter aus und lässt euch gewaltige Schlachten bestreiten, die schon fast die Dimensionen der Herr-der-Ringe-Filme erreichen.

Auf den ersten Blick hat sich gar nicht so viel getan. Ihr durchstreift Mordor, absolviert diverse Haupt- und Nebenaufgaben und verdient Skill-Punkte, um eure verschiedenen Fertigkeitsbäume zu verbessern. Protagonist Talion ist noch immer ein äußerst agiler Bursche, was sich nicht nur in diversen Kletterpassagen, sondern vor allem auch beim Kampf gegen die Kreaturen des Schattenlandes zeigt. Doch was simpel beginnt – hier ein Konter, da eine Ausweichrolle –, wird schon bald ein Tanz auf der Rasierklinge. Denn die Gegner haben deutlich dazugelernt.

Das zeigt sich vor allem beim neuen großen Spielelement: der Eroberung von gegnerischen Festungen. Um diese Bollwerke zu stürmen, sind Geduld, Können und nicht zuletzt strategische Planung vonnöten. Der spielbare Abschnitt auf der E3 war zu einem recht weit fortgeschrittenen Zeitpunkt im Spiel angesiedelt, weshalb wir bereits auf eine stattliche Anzahl von Einheiten zurückgreifen konnten, die sich in einem Planungsmenü auswählen ließen. Dort sind auch die Verteidigungsmaßnahmen des gegnerischen Heerführers sichtbar.

Setzt dieser auf verstärkte Befestigungen, haben wir zum Beispiel die Option, Orks in die Schlacht zu führen, die sich selbst in die Luft sprengen und damit die gegnerischen Mauern schwächen. Bietet der Widersacher Trolle auf, die von den Zinnen Feuerbälle regnen lassen, können wir mit Bogenschützen kontern. So gibt es für jede Aktion eine Reaktion, auch wenn die Einheiten dafür freilich erst rekrutiert werden wollen. Haben wir es in die Festung geschafft, gilt es, drei Punkte zu erobern und zu halten, bis wir uns letztendlich den Ober-Ork höchstselbst vorknöpfen.

Mittelerde: Schatten des Krieges - Fazit von Hoppi von der E3 2017
Hoppi durfte sich auf der E3 2017 in L.A. das kommende Mittelerde: Schatten des Krieges ansehen! Hier sein Fazit zum Spiel!

Leichter gesagt als getan, denn es ist gar nicht so einfach, im Chaos der Schlacht den Überblick zu behalten. Unzählige Einheiten tummeln sich gleichzeitig auf dem Bildschirm, darunter auch besonders starke Gegner, bei denen wieder das bekannte Nemesis-System zum Einsatz kommt. Wer die Stärken und Schwächen dieser Elite-Orks nicht kennt, wird anfangs einen schweren Stand haben. Solltet ihr im Kampf den Kürzeren ziehen, was bei unserer E3-Sitzung durchaus vorkam, steigt euer Kontrahent in der internen Orkrangliste auf und wird bei zukünftigen Begegnungen einen noch furchterregenderen Gegner darstellen.

Andererseits können sich auch eure eigenen Truppen Beförderungen verdienen, wenn sie eigenhändig Spezialeinheiten um die Ecke bringen. Gut vorstellbar, dass man so im Laufe des Spiels eine echte Bindung zu einigen seiner Orks aufbaut. Nach mehreren vergeblichen Versuchen, die Festung zu erobern, lernen wir die Fähigkeiten Talions und die Vorzüge unserer Armee immer besser kennen. Dennoch bleibt der Eindruck, dass der Schwierigkeitsgrad von Schatten des Krieges deutlich knackiger ausfällt als beim Vorgänger.

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel