Test - MotoGP: Ultimate Racing Technology : MotoGP: Ultimate Racing Technology

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Schon auf der PS2 konnten die Rennspiele mit der offiziellen MotoGP-Lizenz eine sehr gute Figur machen und zogen vor allem Rennspiel-Freaks in ihren Bann, da sie mit sehr realistischem Fahrverhalten zu begeistern wussten. 'MotoGP: Ultimate Racing Technology' für die Xbox soll aber keine billige Umsetzung des von Namco entwickelten Titels sein, sondern ist ein völlig eigenständiges und von Grund auf neu entwickeltes Projekt, das sich lediglich die Lizenz und daher natürlich die Thematik mit 'MotoGP' auf der PS2 teilt. Ob das von THQ vertriebene Rennspiel überzeugen kann und ob sich diesmal auch unbegabtere Rennfahrer über Erfolge freuen dürfen, erfahrt ihr in diesem Review.

MotoGP: Ultimate Racing Technology
Das übersichtliche Hauptmenü.

Die MotoGP-Liga müsste eigentlich jedem engagierten Motorrad-Fan ein Begriff sein, schließlich handelt es sich hier quasi um die Königsklasse. Dass es bei so einer Liga für viele ein Traum ist, einmal selber ganz vorne mitzufahren, muss wohl nicht weiter erwähnt werden. Auch dass euch THQ mit 'MotoGP: Ultimate Racing Technology' Xbox-Spielern nun die Chance bietet, eben dies zu tun, ist nicht wirklich überraschend, schließlich geschieht dies früher oder später mit jeder erfolgreichen Sportliga oder Ähnlichem. Bei 'MotoGP: Ultimate Racing Technology' beschränkt man sich allerdings auf das Wesentliche, könnte man zumindest meinen, denn hier geht es lediglich um die 500 ccm-Klasse, so dass es schon von Anfang an ganz schön zur Sache geht. Für das Spiel wurden übrigens die Daten der Saison 2001 verwendet, zumindest einigermaßen aktuell ist das Ganze also.

Scheinbar routinierter Einstieg
Im Intro von 'MotoGP: Ultimate Racing Technology' geht es mehr oder weniger routiniert zur Sache, so dass die fürs Spiel erworbene Lizenz mit einigen spektakulären Ausschnitten aus echten MotoGP-Rennen präsentiert und dem Spieler das Game schmackhaft gemacht wird. Darauf folgt natürlich der Sprung in das Hauptmenü, in dem sich euch alle Spielmodi offenbaren, die geboten werden. Da wir keine Zeit verschwenden wollen, wechseln wir auch gleich zu eben diesen, die schon von Anfang an mit einer erfreulichen Vielfalt überzeugen können.

MotoGP: Ultimate Racing Technology
Bald beginnt das Rennen.

Neben dem mehr oder weniger üblichen 'schnellen Rennen', bei dem ihr lediglich Fahrer und Strecke auswählen müsst und dann sofort loslegen könnt, stehen euch nämlich die 'Arcade Meisterschaft', die 'Grand-Prix-Serie', umfangreiche Trainingsaufgaben, das obligatorische 'Zeitfahren' und natürlich der Mehrspieler-Modus zur Verfügung. An der separaten 'Arcade Meisterschaft' lässt sich bereits erahnen, dass der Ausflug in die Welt des Motorsports von MotoGP für Xbox-Spieler eher arcadelastig und damit auf schnelle Action und schön anzusehende Rennen getrimmt ist. Dem ist auch tatsächlich so, so dass ihr bei dieser Meisterschaft sogar zusätzliche Punkte erwerben könnt, indem ihr Stunts wie Burnouts oder Wheelies ausführt, doch dazu später mehr. Die 'Grand-Prix-Serie' ist allerdings dann doch eher auf Realismus ausgelegt, obwohl sich das Fahrverhalten absolut nicht unterscheidet. Hier könnt ihr vor dem Rennen allerdings sowohl am Training als auch am Qualifying teilnehmen, um euch wichtige Streckenkenntnisse oder eine gute Startposition zu sichern, und bekommt zudem vor jedem Grand-Prix ein nettes, kommentiertes Video zu sehen, welches das jeweilige Land, das als Austragungsort dient, kurz vorstellt. Bei beiden Modi kurvt ihr übrigens standardmäßig nur drei beziehungsweise fünf Runden lang über die verschiedenen Kurse. In den Optionen lässt sich diese Nummer aber erhöhen, so dass beispielsweise auch Rennen über die korrekte Rundenanzahl kein Problem sind. Auf jeden Fall noch hier unterzubringen sind die Trainingsaufgaben, die eigentlich sogar mit der 'Grand-Prix-Serie' zusammenhängen. Der Grund dafür ist, dass ihr für beide Modi einen eigenen Fahrer erstellen müsst, bei dem ihr nicht nur das fahrerische Können anhand von einigen Attributen bestimmt, sondern auch über das Aussehen des Motorrads und sogar der passenden Lederkluft bestimmen könnt. Jedenfalls bekommt ihr sowohl für das erfolgreiche Absolvieren von Trainingsaufgaben, als auch für das Erreichen einer guten Platzierung bei Grand-Prix-Rennen zusätzliche Punkte, die ihr auf eure Fahreigenschaften verteilen könnt, so dass euer eigens erstellter Fahrer also mit der Zeit immer besser wird. Dass die Trainingsaufgaben zudem eine sehr gute Möglichkeit bieten, das eigene Gefährt und sein Verhalten besser kennen zu lernen, versteht sich von selber.

MotoGP: Ultimate Racing Technology
Auch die Bodentexturen wissen zu gefallen.

Ebenfalls sehr gut gelungen ist der Mehrspieler-Modus von 'MotoGP: Ultimate Racing Technology'. Hier könnt ihr wahlweise über Split-Screen oder auch im LAN gegen andere Spieler antreten. Die eher klassische erste Möglichkeit ermöglicht es immerhin vier Spielern am Rennen teilzunehmen, wobei die grafische Darstellung bei drei Spielern schon etwas zu leiden hat, so dass einige Effekte wegfallen, um einen flüssigen Spielverlauf zu garantieren. Das wahre Highlight ist aber ein Rennen im LAN, bei dem erstmals bis zu 16 Xbox-Konsolen miteinander vernetzt werden können, so dass das Fahrerfeld fast ausschließlich aus menschlichen Spielern besteht. Natürlich werden nur sehr wenige Xbox-Besitzer jemals überhaupt eine dafür geeignete Infrastruktur zu Gesicht bekommen, wer seine Xbox aber beispielsweise über Umwege online bringt, darf sich auf ein spektakuläres Mehrspieler-Vergnügen freuen, bei dem Microsofts Konsole mal zeigt, wozu so ein Ethernet-Anschluss alles gut ist. Sowohl bei Split-Screen- als auch System-Link-Spielen müsst ihr übrigens nicht auf die computergesteuerten Konkurrenten verzichten, es sei denn, ihr schaltet sie selber aus.

 

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