Test - MotoGP : MotoGP

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Nach mehreren Rasereien auf der PS2 kommen nun auch die PSP-Besitzer in den Genuss von Namcos Motorrad-Racingserie ’Moto GP’. Ob diese wohl mit den "großen" Versionen mithalten kann? Wir haben uns einmal mehr auf die Rennmaschinen geschwungen, um dies herauszufinden.

MotoGP im Kleinformat

Vor nicht allzu langer Zeit hielten wir die Preview-Version zu ´Moto GP´ in unseren Händen, nun ist das fertige Spiel im Laden. Wie vermutet, hat sich praktisch nichts mehr verändert, weshalb wir uns eigentlich nur noch wiederholen können. Mit den berühmten Motorrad-Rennspielen aus den Häusern THQ und Climax hat dieser PSP-Flitzer leider nur das Grundkonzept gemeinsam, stattdessen orientiert sich der Titel an der gleichnamigen PS2-Serie von Namco: Handheldspieler müssen also mit einer Miniversion der Playstation-2-Versionen auskommen. Die seit 2001 existierende Serie machte stets einen guten Eindruck, ohne grafisch oder spielerisch sonderlich hervorstechen zu können.

Anspruchsvoll

Der Anspruch der PSP-Version ist jedenfalls nicht von schlechten Eltern: Sobald ihr eine neue Kampagne startet und einen Fahrer auswählt, werdet ihr schnell feststellen, dass jeder Platz auf der Strecke hart erkämpft werden muss, und dies selbst im einfachsten von drei Schwierigkeitsgraden. Auch in der Qualifikation ist ein fehlerfreies Rennen nicht automatisch mit einem Startplatz in der ersten Reihe gleichzusetzen: Stellt euch vielmehr darauf ein, regelmäßig im Mittelfeld zu landen. Gleichzeitig sei gesagt, dass ihr mehr mit dem Beherrschen des Zweirades kämpfen müsst als mit cleveren Computergegnern. Die KI ist wenig berauschend und beschränkt sich auf das Abfahren der Ideallinie.

Tuning ist nur äußerst begrenzt möglich, dafür gibt es einen ganzen Batzen an Fahrzeugen und berühmten Fahrern zur Auswahl. Einen Teil davon müsst ihr vorher freispielen, indem ihr Rennen gewinnt, sei es in der Kampagne, im Arcade- oder im Zeitrennen-Modus. Des Weiteren gibt es Mann-gegen-Mann-Duelle sowie natürlich Multiplayer-Matchs gegen bis zu sieben PSP-Freunde.

Wenig Abwechslung, gute Spielbarkeit

Leider halten sich die Unterschiede zwischen all den Modi in Grenzen, zudem die Anzahl der Strecken mit gerade mal acht Stück das Minimum von dem darstellt, was wir heutzutage von einem Rennspiel verlangen können. Immerhin vermittelt die Optik eine tolle Rennsport-Atmosphäre, wenngleich sie nicht gerade vor Abwechslung oder Detailverliebtheit strotzt. Doch sie ist enorm schnell und wirkt vor allen Dingen sehr realistisch, obwohl die Kursführung mehr oder weniger frei erfunden ist. Die Steuerung ist Motivationsgeber Nummer eins, die Übersetzung von Steuerkreuz aufs Motorrad funktioniert tadellos. Noch eine ganze Ecke mehr Feingefühl ist im Simulationsmodus vonnöten, wo Stürze selbst auf freier Strecke vorkommen können, falls ihr zu schnell und zu hart in Kurven einlenkt.

Die abschließenden Worte widmen wir der Präsentation, welche, Namco sei dank, ihre ´Ridge Racer´-Wurzeln nicht vollends verleugnen kann. Allerdings sieht die Menüführung gleich zehn Klassen grauer aus als beim flotten Arcadeflitzer. Auch die Ladezeiten hätten ruhig etwas flotter ausfallen können, dieser Lapsus sei ´Moto GP` jedoch aufgrund der technisch anspruchsvollen Optik verziehen. Schließlich haben wir schon deutlich Schlimmeres auf der PSP erlebt mit einer gleichzeitig dramatisch schlechteren Grafik.

Fazit

Andreas Altenheimer - Portraitvon Andreas Altenheimer
Das Spiel ist okay: Es erfüllt seinen Zweck als Handheld-Motorradsimulation – dank sehr guter Steuerung und technisch einwandfreier Grafik. Eine 80er-Wertung wurde jedoch aufgrund des mangelnden Umfangs und der abwechslungsarmen Spielmodi verschenkt.

Überblick

Pro

  • sehr gute Steuerung
  • technisch einwandfreie Grafik
  • solides Streckendesign

Contra

  • nur acht Strecken
  • abwechslungsarme Optik und Spielmodi
  • Perlenschnur-KI

Wertung

  • PSP
    71
    %

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