Test - MTV Sports: T.J. Lavin's Ultimate BMX : MTV Sports: T.J. Lavin's Ultimate BMX

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Die Trendsportwelle auf den heimischen Konsolen hält weiter an und die Entwickler setzen weiterhin auf dieses Genre. Auch THQ baut seine eigene Serie unter dem MTV-Label weiter aus. Ob 'T.J. Lavins Ultimate BMX' besser abschneidet als beispielsweise der Skateboardableger des letzten Winters erzählt euch JSD.

Und wieder ein Trendsporttitel mit dem Schwerpunkt auf spektakuläre Sprünge und atemberaubenden Stunts. Mittlerweile gibt es solche Spiele zu jeder Jahreszeit und dann noch zuhauf. Neben Snowboard- und Skateboardtiteln sind jetzt auch die BMX-Bikes an der Reihe. Dabei ändert sich bei solchen Spielen meist nur das Aussehen und ein wenig die Spielphysik. Die Spielmodi und Features, sowie das eigentlich Gameplay bleiben gleich. Und somit hat jeder neuer Vertreter dieses Genres ein immer fortwährenden Stand. THQ schickt nun einen Trendsporttitel rund um die kleinen BMX-Räder ins Rennen, der es leider kaum schafft, sich aus der Masse herauszuheben.

MTV Sports: T.J. Lavin's Ultimate BMX
Lediglich drei Spielmodi gibt es.

Die Ursache ist bereits bei dem eigentlichen Konzept zu suchen. Man nehme einen bekannten Namen der Sportart, packe bekannte weitere Profifahrer hinzu. Dann nehme man drei Spielmodi und eine recht solide Engine. Darauf kombiniere man das Ganze mit einem einfachen Tricksystem und mische Musiktracks bekannter Bands dazu. Im Falle von 'T.J. Lavins Ultimate BMX' kommt sogar noch eine verkaufsfördernde MTV-Lizenz hinzu. Damit ist der grobe Rahmen des Spieles bereits skizziert. Die drei Spielmodi unterteilen sich in 'Practice', '2 Player' und 'Challenge'. Bereits an den Titel der Modi sei bemerkt, dass wir es mit einer komplett englischsprachigen Version zu tun haben. In Anbetracht der Konkurrenz bereits ein erster Nachteil. Viel zu üben gibt es zunächst einmal nicht, da lediglich eine Strecke zur Auswahl steht. Weitere gilt es im Einzelspielermodus freizuspielen. Dazu müsst ihr diverse vorgegebene Punktzahlen erreichen, die je nach Strecke unterschiedlich schwierig zu erlangen sind.

Zehn Fahrer stehen zur Auswahl - jeder besitzt natürlich eigene Fähigkeiten und ein individuelles Sprung/Stunt-Repertoire. Damit kommen wir auf über 1000 Stuntkombinationen des Spieles. Klingt viel, ist aber recht leicht zu erlernen und spielbarer als man zuerst denken mag. Geradelt wird mit der X-Taste, lasst ihr sie los, setzt der Fahrer zum Sprung an. Hier könnt ihr dann mit den Aktions- und Richtungstasten beliebige Tricks ausführen. Nach wenigen Spielstunden dürftet ihr das Prinzip verstanden haben, da aller Anfang wie immer schwer ist und die eigentlich Engine physikalisch nicht wirklich korrekt ist.

MTV Sports: T.J. Lavin's Ultimate BMX
Strecken müssen erwartungsgemäss freigespielt werden.

Die Landungen sind unsauber und man weiss nie genau, wann man den Stunt beenden muss, um auch korrekt zu landen - nur dann gibt es die notwendigen Punkte. Mehrfachkombinationen sind allerdings eher selten, dafür reicht der Schwung meist nicht aus. Bei THQ hat man sich konsequent an das altbewährte 'Tony Hawk Pro Skater 2' - Rezept gehalten. Ihr werdet nicht nur mittels Highscores Punkte erzielen, sondern auch allerlei Items und Logos einsammeln oder diverse Stuntaufgaben bestreiten müssen. Auch hier hilft die englische Sprache nicht unbedingt zum Verständnis.

Die Strecken hingegen sind traumhaft aufgebaut und abwechslungsreich gestaltet. Die Motivation ist recht weit oben angesiedelt, da man unbedingt die nächste Strecke sehen möchte. Es wechseln sich sogenannte Street-, Vert- und Dirt-Kurse ab. Auf gut deutsch bedeutet dies Strassenrennen, Rennen im Dreck und speziell angelegte Hallen-Strecken mit ausreichende Sprungschanzen und sonstige Hindernisse. Leider gibt es nur fünf Stück insgesamt.

Ein weiterer Wermutstropfen ist die Grafik. Darstellungsfehler gibt es genügend, diese sind jedoch wenigstens nicht dem Spielfluss hinderlich. Dennoch reicht es bei weitem nicht an andere Vertreter des Genres heran. Die Engine kommt auf der PSone irgendwie einige Jahre zu spät. Es gibt aber immerhin klare und meist pixelfrei Bilder, so dass ich die Grafik in die Rubrik 'zweckmässig' einstufen würde.

MTV Sports: T.J. Lavin's Ultimate BMX
10 Profifahrer stehen zur Verfügung.

Nicht zu verachten wäre noch der Zwei-Spieler-Modus mit sechs Spielmodi via Splitscreen - es gibt die üblichen Aufeinandertreffen. Bei 'Turf War' gilt es auf Hindernissen einen Trick zu vollführen und auf dem Untergrund korrekt zu landen. Das Hindernis wird dann farblich eingefärbt und am Ende gewinnt derjenige mit den meisten Untergründen seiner Farbe. Bei 'Score War' ist fleissiges Punktesammeln angesagt, bei 'Bomb' reicht ihr dem Gegenspieler eine Bombe herüber - wer diese eine zeitlang trägt, hat verloren - dabei müsst ihr den gleichen Trick wie der Spieler ausführen, allerdings besser. Der Modus 'König' ist ähnlich. Hier ist ein Fahrer König und kann tricksen, fällt er, ist der andere Spieler König - bei 10.000 Punkte ist dann Schluss. Bei 'Tug of War' hat jeder am Anfang 5000 Punkte. Pro Trick wird dem Gegner die Punktzahl abgezogen. Gewinner ist letztlich derjenige, welcher 10.000 Punkte erreicht. Dies gilt auch für 'Quick Draw', wobei hier jeder bei Null anfängt und es keine Regeln gibt.

 

Fazit

von Jan Krause
Nicht Flop und auch nicht Top. So könnte man THQs 'T.J. Lavins Ultimate BMX' am besten bezeichnen. Es ist ein solides Spiel mit einigen Macken - es besitzt auch nicht die gleiche Tiefe wie die besseren Konkurrenzprodukte. Gerade in solchen Zeiten, wo sehr viele ähnliche Games um die Gunst des Käufers buhlen, wäre dies aber wichtig gewesen. Das Spiel verspricht unkomplizierten Spielspass für kurze Zeit. Wer BMX mag und auf Realismus verzichten kann, sollte auf jeden Fall ein Probespielchen wagen.  

Wertung

  • PSone
    71
    %

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