Test - MXRider : MXRider

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Mit Titeln wie '4x4 Evolution', 'ATV Offroad' und 'MX 2002 featuring Ricky Carmichael' gab es reichlich zu tun auf PlayStation 2 für Fans des Offroad-Racings. Mit 'MXrider' meldet sich nun auch Infogrames in diesem Genre zu Wort. Bieten soll 'MXrider' neben einem realistischen Fahrverhalten vor allem eine spektakuläre Grafik, authentische Soundeffekte und einen motivierenden Karriere-Modus. Ob Infogrames' Motocross-Racer all seine Versprechen halten kann, erfahrt ihr in diesem Review.

MXRider
Das Hauptmenü in ansprechenden Farben.

Die gewohnten Spielmodi
Im Hauptmenü von 'MXrider' angekommen, offenbart sich euch auch schon die ansprechende Präsentation des Spiels. In einem stets animierten und farbigen Menü werden euch hier die Auswahlpunkte 'Einzelrennen', 'Freestyle', 'Meisterschaft', 'Wettkampf', 'Mehrspieler' und 'Optionen' geboten. Das 'Einzelrennen' erklärt sich praktisch von selbst und bietet die Möglichkeit, mit allen Fahrern der jeweiligen Klasse über bereits freigespielte Strecken zu heizen. Beim 'Freestyle'-Modus steht euch anfangs eine Arena zur verfügung, fünf weitere können durch das Erreichen von hohen Punktzahlen freigespielt werden. Ziel ist es, durch spektakuläre Sprünge und Stunts möglichst viele Punkte zu verdienen. Ausserdem bietet jede Arena ein ganz besonderes Highlight wie beispielsweise ein riesiges Haibecken, dass es zu überspringen gilt oder brennende Ringe, die möglichst ohne daran anzustossen durchsprungen werden sollen. Schade aber, dass jede der sechs Arenen praktisch gleich aufgebaut ist. Am einen Rand gibt es die Rampe, mit der Rekorde beim Hochsprung gemacht werden können, gegenüber dasselbe für den Weitsprung. Ansonsten gibt es zahlreiche kleinere Höcker und Rampen die auf das Stadion verteilt sind und schliesslich in der Mitte der Halle die Hauptattraktion, die als Einziges wirklich von Arena zu Arena variiert.

Die Meisterschaft stellt wie gewohnt den Kern des Spiels dar. Am Anfang einer neuen Meisterschaft muss zunächst ein eigener Fahrer erstellt werden. Alles was hier selber gewählt werden kann, ist aber der Name und die Nationalität des Fahrers, sowie einer von vier Rennanzügen (rot, grün, blau oder gelb). Danach werden wie gehabt alle Strecken des Spiels gefahren, wobei möglichst viele Rennen gewonnen werden sollten. Das besondere an der Meisterschaft von 'MXrider' ist allerdings, dass das Geld die grösste Rolle spielt und keine Punkte die für Siege vergeben werden. So müsst ihr beispielsweise - um überhaupt in höhere Klassen aufsteigen zu können - ein passendes Motorrad euer eigenen nennen, und dieses muss zuerst von den eigenen Ersparnissen gekauft werden. Zusätzlich zu den Gewinnen der einzelnen Rennen gibt es noch einige Spezialaufgaben, die euch in Form von Verträgen präsentiert werden. Nehmt ihr den Vertrag an, müsst ihr zwar eine einmalige Summe zahlen, bekommt bei erfolgreichem Abschluss aber ein vielfaches dieser Summe zurück. Die Aufgaben, die euch durch Verträge auferlegt werden, reichen hierbei von Dingen wie dem Unterbieten einer Bestzeit bis hin zum Gewinnen aller Rennen einer Meisterschaft und bringen Abwechslung ins Spiel.

MXRider
Rund 60 Fahrer stehen zur Auswahl.

Weiter geht es mit dem Wettkampf-Modus. Hier werden euch verschiedene Aufgaben präsentiert, die in drei Schwierigkeitsstufen unterteilt sind (leicht, mittel schwer). Pro Gruppe gibt es zwölf Aufgaben, die es zu absolvieren gilt. Oft haben die Aufgaben mit realen Geschehnissen aus der Motocross-Szene zu tun, so muss beispielsweise der grosse Preis von Belgien gewonnen werden, wie es Joel Smets letztes Jahr tat. Beim Mehrspieler-Modus kann man zu zweit die freigespielten Strecken unsicher machen, immerhin noch mit vier computergesteuerten Gegnern. Die Einzelspielermodi bieten neun Gegner. Die Optionen bieten die gewohnten Einstellungsmöglichkeiten an Sound und Kamera-Perspektive, einen Replay-Modus, mittels dem gespeicherte Höchstleistungen erneut bestaunt werden können, die Möglichkeiten zwischen Euro und US-Dollar als Währung und Meter und Fuss als Längenmasse zu wählen und schliesslich eine für Freestyle-Fahrer wichtige Option, die Stunt-Liste.
Hier werden alle verfügbaren Stunts samt zugehöriger Tastenkombination aufgelistet.

MXRider
Die Grafik zeigt sich wenig spektakulär …

Unspektakuläre Optik mit Feinheiten
Auf den ersten Blick kann die Optik von 'MXrider' absolut nicht begeistern. Alles wirkt zu kantig und die Fahrer und Motorräder sind zu detaillarm gestaltet. Obwohl einige Mängel auf jeden Fall bestehen bleiben, könne kleinere grafische Details die allgemeine Stimmung doch noch nach oben ziehen. Beispielsweise werden die Fahrer und ihre Gefährten während dem Rennen langsam immer dreckiger, bis dann kaum noch die Nummer des Fahrers zu erkennen ist. Obwohl dieser Effekt eigentlich eher simpel ist, trägt er sehr gut zum Realismus bei. Weiter gibt es je nach Strecke so manches Gebilde am Streckenrand zu bestaunen. So stehen neben der feuchten und mit Schlamm übersähten Strecke in Grossbritannien zahlreiche Wohnwagen, welche die leider sehr flach geratenen Zuschauer ergänzen.

Auch sonst gibt es zahlreiche Details und Feinheiten zu entdecken, die den ersten, mässigen Eindruck wieder vergessen machen. Beispielsweise spiegeln sich die Werbebanner in den Pfützen, die auf einigen Strecken zu finden sind. Manchmal sind zudem Personen am inneren Rand der Strecke zu sehen, die zur Seite springen, wenn man auf auf sie zufahren sollte. Ausserdem ist keine Nebelwand vorhanden, man kann also die gesamte Strecke überblicken, sollte man hoch genug springen. Was leider keine positive Wandlung erfährt, sind die Animationen der Fahrer. Anfangs wirken sie hakelig und steif, das In-die-Kurve-Liegen kann noch am ehesten überzeugen. Sobald man dann einige der schwierigeren Stunts ausführen kann, wird es leider noch schlimmer. Die Animationen wirken sehr künstlich und keineswegs realistisch, hier hätte man viel mehr machen können. Alles in allem kann sich die Grafik nur durch die erwähnten Details und die hohe Sichtweite vom Druchschnitt abheben.

 

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