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Test - MXRider : MXRider

  • PS2
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MXRider
… bis auf einige Details wie spiegelnde Pfützen.

Fetziger Soundtrack ohne jede Abwechslung
Zumindest bei der Aufnahme von Motorgeräuschen wurde saubere Arbeit geleistet. Alle Motorräder haben einen klaren Klang und wirken sehr realistisch. Wenn ihr allerdings durch Pfützen fahrt, geben diese einen seltsamen Ton von sich, der an diverse Trickfilme erinnert und nicht wirklich zur ansonsten realistischen Tonkulisse passt. Wer nicht genau hinhört, kann sich ausserdem schnell mal über den fehlenden Kommentator beschweren. Dieser ist allerdings sehr wohl vorhanden, wird allerdings durch Musik und Motorengeräusche übertönt. Eigentlich eine richtige Entscheidung, denn der Kommentator ertönt über Lautsprecher auf der Strecke und dürfte für die Fahrer also in der Tat ziemlich unhörbar sein, allerdings fragt man sich, wo dann der Sinn deren Daseins liegt.

Wer sich die Mühe macht und alle anderen Klangquellen in der Lautstärke herunterschraubt, um den Kommentar mitanhören zu dürfen, wird dies bald wieder ungeschehen machen. Die Sprüche, die der namenlose Mann von sich gibt, passen zwar stets zum Geschehen und sagen Dinge wie Unfälle oder Führungswechsel an, wiederholen sich aber schon nach sehr kurzer Zeit immer wieder und motivieren dazu, wieder den Motoren zu lauschen. Ähnlich verhält es sich leider auch mit der Musik. Zwar wurden immerhin 15 Stücke ausgewählt und auf DVD gepresst, wirklich heraushören kann man diese Anzahl aber nicht. Die Songs klingen alle viel zu ähnlich, so dass man schon nach wenigen Rennen das Gefühl hat, immer dasselbe zu hören.

MXRider
Während den Ladezeiten gibt es Tipps.

Gameplay und Steuerung
Der erste Blick auf die Controller-Konfiguration lässt Schlimmes erahnen. Praktisch jeder Knopf scheint mit einer mehr oder weniger wichtigen Funktion belegt zu sein. Bei genauer Betrachtung ist es dann aber nicht ganz so kompliziert. Neben obligatorischen Funktionen wie dem Gasgeben auf der X-Taste und der Hinterradbremse per Viereck-Taste gibt es noch zwei Knöpfe, die für das Ausführen von Stunts benötigt werden. Die Kreis-Taste wird für praktisch alle Stunts benötigt und per R2 lassen sich noch Flips und seitliche Rollen ausführen. Mit R1 betätigt ihr die Vorderradbremse und mit L1 und L2 lässt sich die Kameraansicht ändern. Neben der Lenkung übernehmen der linke Analog-Stick und das Steuerkreuz auch die Verlagerung des Gewichts. Solltet ihr also nach vorne beziehungsweise oben drücken, lehnt sich euer Fahrer nach vorne und umgekehrt.

MXRider
Auch Supercross-Events gibt es.

Das tatsächliche Gameplay von 'MXrider' gestaltet sich, zumindest grundlegend, genau so, wie man es anhand der Grafik meinen könnte: sehr simpel und eigentlich anspruchslos. Das Lenken funktioniert sehr direkt und ausserhalb von Sprüngen scheint das nach vorne oder hinten lehnen eigentlich nutzlos. Nur gut aber, dass dem nicht so ist: Obwohl es im leichten Schwierigkeitsgrad durchaus möglich ist, stumpf über die Kurse und gegen so manche Wand zu brettern, sollten alle, die auch nur ein bisschen Rennspielerfahrung oder einfach keine Lust auf einen Fehlkauf haben, den Schwierigkeitsgrad hochschrauben und sich daran versuchen, die Feinheiten des Gameplays zu erlernen. Beispielsweise wäre hier das altbekannte Vorspannen der Federung, dass auch schon bei 'ATV Offroad' und 'MX 2002 featuring Ricky Carmichael' vorhanden war. Bei 'MXrider' übernimmt dieses zwar eine eher kleine Funktion und bekommt noch nicht einmal einen eigenen Balken, wo der Grad der Vorspannung zu sehen ist, zu vernachlässigen ist sie aber keineswegs, da ein falsches, beziehnungsweise zu einem falschen Zeitpunkt erfolgendes Landen auf einem Hügel sehr stark abbremsen kann.

Anonsten gibt es natürlich noch den Einsatz der beiden Bremsen und die Steuerung selber, die verinnerlicht werden wollen. Wird dies nicht getan, werdet ihr vor allem auf den späteren Kursen sehr oft Bekanntschaft mit den Streckenbegrenzungen machen, obwohl die Steuerung eigentlich mehr auf Arcade als auf eine Simulation schliessen lässt. Alleine das gute Geschwindigkeitsgefühl und der gute Meisterschafts-Modus retten 'MXrider' in dieser Hinsicht. Ansonsten bietet die Steuerung einfach nichts Spektakuläres und vor allem nichts, was die Konkurrenz nicht auch schon früher bot.

 

Fazit

von Sascha Szopko
Schade - wäre da nicht der im Genre beste Meisterschafts-Modus, wäre 'MXrider' leider ziemlich überflüssig. Die Grafik kann zwar durch einige kleine Details begeistern, hat aber auch so manche grössere Mängel, wie beispielsweise die hakeligen Fahreranimationen oder die zwar konstante aber recht niedrige Framerate. Der Sound weiss mit eintöniger Musik und sich sehr schnell wiederholendem Kommentar zu langweilen und das Gameplay zeigt sich zwar solide, bietet aber einfach nichts, was nicht schon in besserer Form dagewesen ist. Während Motocross-Fans mit Interesse an FIM-Lizenz wohl sowieso zugreifen werden, können Rennspielfans die mittlerweile genug von 'ATV Offroad' haben, diesen Titel ruhig einmal probespielen.  

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