Test - NASCAR 4 : NASCAR 4

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Altmeister Papyrus geht in die vierte Runde und spendiert allen Stock-Car-Fans einen weiteren Teil der legendären 'Nascar'-Reihe. Nicht nur grafisch sondern auch spielerisch und vor allem in der Fahrphysik versprechen die Amerikaner wahre Wunderdinge. Mit dabei sind natürlich wieder alle originalen Strecken des Winston-Cup und praktisch alle realen Fahrer, die der geneigte Renn-Enthusiast von Übertragungen aus den USA kennt.

Einführung
Als alter Hase, der schon unzählige Runden mit dem Ur-Original drehte, konnte ich das Review-Exemplar zu Papyrus' neuer Wundersimulation kaum erwarten und so wurde kurz nachdem ich dem Postboten das Paket entrissen hatte 'Nascar Racing 4' bereits auf dem PC installiert. Nach Start des Spiels folgte zunächst eine kleine Enttäuschung, befindet sich doch keinerlei Intro oder sonstiges Movie auf der CD, womit die Vorgänger noch glänzten. Auch auf Musik haben die Amerikaner komplett verzichtet, das Motto lautete wohl 'auf Schnickschnack verzichtet und auf das Wesentliche konzentriert'. Wie ihr im Verlauf des Reviews merken werdet, geht dieses Rezept wohl vollends auf, denn kaum ist man im Auswahlscreen angelangt und sieht ein sensationell gerendertes Stock-Car butterweich und mit allen erdenklichen Spiegeleffekten ausstaffiert vor sich rotieren, vergisst man das fehlende Intro und die nicht vorhandene Hintergrundmusik.

NASCAR 4
Der Auswahlscreen im klassischen Design.

Spielmodi
Wie bei Rennspielen üblich, stehen Training, Einzelrennen und Meisterschaftsmodus zur Auswahl. Auf den sensationellen Multiplayer-Modus werde ich im Verlaufe dieses Artikels ebenfalls noch eingehen. Die Auswahl der Fahrer sowie der einzelnen Chassis-Motoren-Kombinationen, die, so habe ich mir von einem amerikanischen Stock-Car Profi sagen lassen, den realen Wagen der 2001er Saison originalgetreu bis zur kleinsten Schraube nachempfunden sind, geht problemlos und schnell vonstatten.

NASCAR 4
Ihr könnt euer eigenes Foto importieren.

Äußere und innere Werte
Wem die Bemalung seines Wagens nicht gefällt, hat die Möglichkeit im bei Papyrus Games eh obligatorischen Paint-Programm sein Vehikel nach eigenen Vorstellungen anzumalen und so dem Wagen seiner Träume einen individuellen Touch zu verpassen. Das Programm erreicht naturgemäß keine Photoshop-Qualität was den Umfang der Werkzeuge betrifft, liess bei mir aber kaum Wünsche offen und sollte allen Hobby-Konstrukteuren Genüge tun.

Widmet sich das Paint-Programm den Äußerlichkeiten des Wagens, so geht es in der Garage den inneren Werten eures Stock-Cars an den Kragen. Dort kann so ziemlich alles verstellt werden, was des Mechanikers Herz erfreut. Große Unterschiede zum in diesem Punkt bereits perfekten Vorgänger sind kaum auszumachen, lediglich die Bedienung wurde noch einmal ein wenig verfeinert. Worauf es natürlich besonders ankommt ist, wie sich diese Veränderungen im Spiel selbst auf die Fahrdynamik eures Wagens auswirken. Und gerade in diesem Punkt sind merkliche Verbesserungen spürbar.

NASCAR 4
Alle bekannte Strecken des Winston Cup.

Fahrphysik und Rennen
Ist die Fahrphysik insgesamt bereits um einiges realistischer als noch im dritten Teil ausgefallen, erreicht die Umsetzung einzelner Wageneinstellung in 'Nascar 4 Racing' eine Realitätstreue, die ihresgleichen sucht. Allein die vier mitgelieferten vordefinierten Setups, welche von 'easy' bis 'qualifying' reichen, sollten den Ansprüchen von Hobby-Piloten Genüge leisten. Wer vorhat, Online gegen die besten Fahrer der Welt anzutreten, hat hier natürlich auch die Möglichkeit, selbst den Schraubenzieher in die Hand zu nehmen und seine Setups entsprechend zu speichern und den einzelnen Rennsituation (Warm-Up, Qualifying und das Rennen selbst) zuzuordnen.

 

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