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Test - Neverwinter Nights: Die Horden des Unterreichs : Neverwinter Nights: Die Horden des Unterreichs

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Wieder einmal gibt es mächtig Ärger in Tiefwasser, denn aus dem finsteren Unterreich machen sich Horden von Monstern auf, die Stadt zu peinigen, wobei auch die berüchtigten Drow ihre Finger im Spiel haben. Als wackerer Held steigt ihr nun hinab in die Tiefen und stellt euch dort der Gefahr. Hierfür könnt ihr wahlweise einen Helden aus früheren Abenteuern importieren, einen vorgefertigten Charakter nutzen oder einen neuen erstellen, der dann auch gleich mit Stufe 15 beginnt, denn das neue Add-on richtet sich an erfahrenere Spieler. Die Level-Obergrenze wurde dann auch gleich auf 40 hochgeschraubt, die ihr im Rahmen der rund 20-30 Stunden dauernden Kampagne, die vor allem auf den Einzelspieler-Modus ausgelegt ist, auch gut erreichen solltet.

Die Story selbst entpuppt sich als recht komplexes Unterfangen mit vielen gelungenen Rätseln und Quests, wobei das Spiel allerdings erst nach dem ersten Kapitel so richtig in Gang kommt, um im dritten Akt furios zuzulegen. Das Add-on bietet einiges an Neuerungen, darunter sowohl neue Tilesets für die Unterreich-Umgebungen, als auch zahlreiche neue und zum Teil sehr mächtige Monster sowie natürlich neue Waffen und Zaubersprüche. Außerdem im Paket sind einige neue Prestige-Klassen sowie einige Skills, darunter auch ein Crafting-Skill, mit dem ihr Waffen und Ähnliches anfertigen und verbessern könnt. Entsprechend gibt es dazu auch eine ganze Reihe an Rohmaterialien, die ihr dafür verwenden könnt.

Auch könnt ihr derweil nun zwei Gefolgsleute statt nur einen mitnehmen, wobei die KI der Kameraden teilweise jedoch arg zu wünschen übrig und selbige oftmals mitten im Regen stehen lässt. Ärgerlich vor allem, wenn ihr in den fallengespickten Gängen erfolgreich euren Weg sucht und die Deppen dann prompt in das hineintrapsen, was ihr vermieden hattet. Schön ist allerdings, dass einige eurer möglichen Kompagnons sich als alte Bekannte aus dem Hauptspiel und erstem Add-on entpuppen.

Auf der technischen Seite hat sich nicht allzu viel getan, kleinere Verbesserungen an der Grafik sind erkennbar, ebenso wie neue Tilesets. Dennoch hat die Aurora-Engine mittlerweile ihre besten Tage hinter sich, so dass dieses Add-on optisch etwas altbacken wirkt – der Kachel-Look bedingt durch die Engine fällt weiterhin unter den Aspekt der Geschmackssache. Nicht so ganz gelungen ist die oftmals durchwachsene Sprachausgabe, ein Schwachpunkt auch bei früheren Bioware-Titeln.

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
'Die Horden des Unterreichs' bietet einiges an Neuerungen für den erfahreneren 'NWN'-Spieler und zudem eine knackige und interessante, für Einzelspieler ausgelegte Story, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet.

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