Special - Jahresrückblick: Nintendo Switch : Eine neue Hoffnung

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2017 herrscht Unruhe in der Videospielegalaxis. Mitten im Krieg der Konsolen bildete sich ein Widerstand, angeführt von Nintendos Switch. Mit einer ultimativen Waffe sollte allen Unkenrufen Einhalt geboten und das Gleichgewicht der Macht auf dem Gaming-Markt wiederhergestellt werden. Mit Erfolg. So gut lief das letzte Jahr für Big N.

Es war einmal vor elf Jahren in einem Inselstaat weit, weit entfernt von hier, da erblickte eine Konsole, die Wii, das Licht der Welt. Sie stand für das Gute, den Spielspaß, den jedermann, vom Padawan bis zum Meister, in seinem Wohnzimmer erleben sollte. Doch der Casual-Markt hatte seine Schattenseiten. Er ließ Nintendo aus den Augen verlieren, für welche Werte die Ordensmitglieder standen, die sich einst unter der Flagge der fernöstlichen Lehre zusammengeschlossen hatten.

Schließlich wurde aus dieser puren Marktmacht eine neue Entität geboren: die Wii U. Sie war die Auserwählte und sollte die Casual-Übermacht der Wii ins Gleichgewicht bringen. Doch sie ließ sich von den Illusionen eines zweiten Bildschirms verführen und stürzte Nintendo ins Dunkel. Eine finstere Zeit für Fans von Mario & Co. Doch insgeheim plante das Imperium aus Osaka schon zurückzuschlagen. Um die Rebellenallianz von Sony und Microsoft zu zerschmettern, war eine mobile Kampfstation notwendig. Die Geheimpläne dazu wurden lange unter dem Decknamen „NX“ vor den Rebellen versteckt, bis der Zeitpunkt für eine ultimative Machtdemonstration gekommen war.

Eine neue Hoffnung

Die Star-Wars-Euphorie hat in meinem Kopf wieder Hochkonjunktur, wie man vielleicht ganz unterschwellig aus den obigen Zeilen herauslesen kann. Aber mich hat das erneute Erstarken Nintendos 2017 nach einigen Jahren, in denen ich dafür belächelt wurde, Spaß mit meiner Wii U zu haben, doch stark an die Geschichte der Skywalker-Familie erinnert. Fast zehn Monate hat sich die Switch nun am Markt behaupten müssen und bisher brilliert. Mich fasziniert heute noch, dass das Gerücht um das Konzept der Hybridkonsole eines der ersten war – zu einer Zeit, als noch gar nicht klar war, worum es sich bei „NX“ handeln würde. Und es sollte sich schließlich bewahrheiten.

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Ich kann mich noch gut daran erinnern, als wir im Oktober 2016 mit versammelter Redaktionsmannschaft vor dem Bildschirm saßen und gespannt darauf warteten, wie Nintendo Alderaan, Verzeihung, unsere kühnsten Erwartungen sprengen würde. Und zumindest bei mir verfehlte der Trailer, der das Konzept der Konsole perfekt präsentierte, seine Wirkung nicht. Nur konnte ich leider die Unkenrufe der Kollegen über einen wahrscheinlich unzureichenden Akku und ähnliche Problemzonen nicht überhören. Heute spricht keiner mehr davon, dass er mit der Kapazität der Switch unterwegs Probleme hätte. Doch damals waren trotz allem noch immer sehr viele Fragen offen.

Es wurde Januar, ich verfolgte um 5 Uhr morgens die Live-Präsentation der Switch aus Japan und tickerte über die Einzelheiten, die dieses Event enthüllte. Der spätere Siegeszug sollte am 3. März starten, allerdings mit einem Line-up, das ich, wie viele andere, anfangs nicht richtig einzuschätzen wusste. Zelda als einziger großer Launch-Titel, der Rest sah auf den ersten Blick „ganz nett“ aus oder wurde erst für einen späteren Zeitpunkt in Aussicht gestellt. Dennoch hatte Nintendo verstanden, dass man sich diesmal keine Fehler leisten durfte. Wie wir inzwischen wissen, ist The Legend of Zelda: Breath of the Wild der große Abräumer der Game Awards 2017 geworden.

Nintendo in Höchstform! So gut ist das neue Zelda! - The Legend of Zelda: Breath of the Wild Review
Wir begleiten Link durch das größte Hyrule aller Zeiten! Wie sich der Launchtitel zur neuen Nintendo Switch schlägt, erfahrt ihr in unserer Video-Review!

Ich spürte schon damals, dass es sich um ein ganz besonderes Spiel handelte, das die wenigen Mitläufer nach dem Startschuss abzufangen wusste (zur Review: The Legend of Zelda: Breath of the Wild: Nintendo in Höchstform). Wichtige Pflichttitel, auch Portierungen wie Mario Kart 8 Deluxe, wurden kurze Zeit später nachgereicht und demonstrierten abseits des Singleplayer-Monstrums, dass die Stärken der Switch vor allem im Multiplayer-Bereich lagen. Auch Monate nach dem Start war es noch schwierig, an das gefragte Gerät zu gelangen. Wegen der unterschätzten Nachfrage musste Nintendo die Jahresprognosen immer wieder nach oben korrigieren.

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