Test - No one lives forever : James Bond trifft Austin Powers

  • PC
Von Kommentieren

Neben den Missionszielen warten in den umfangreichen Leveln auch Geheimdienstgegenstände in Form von Dokumenten, Filmen und Aktentaschen auf euch, die zum einen einige Hinweise liefern, zum anderen auch zur Bewertung beim Debriefing der einzelnen Missionen dienen. Eine nette kleine Methode, um den Spieler noch über die eigentlichen Ziele hinaus zu motivieren und herauszufordern, denn wer möchte schon beim Debriefing feststellen, dass er von 15 Gegenständen dann doch noch zwei oder drei übersehen hat.

Der Verlauf des Spieles findet in der Form statt, dass zunächst ein umfangreiches, manchmal etwas zu langwieriges, Briefing in Form einer Zwischensequenz gezeigt wird, in deren Rahmen ihr gelegentlich Einfluss auf die Dialoge nehmen könnt, wenn auch ohne nennenswerte Auswirkungen. Daraufhin könnt ihr, ebenfalls im Hauptquartier, im Entwicklungslabor neue Waffen und Gegenstände ausprobieren, speziell für Einsteiger eine hervorragende Methode, sich mit der Bedienung und Steuerung vertraut zu machen. So ausgebildet, könnt ihr dann wahlweise die Standard-Ausstattung wählen, oder für den kommenden Einsatz selbst zusammenstellen, mit welcher Ausrüstung ihr ins Gefecht zieht. Falsch machen könnt ihr dabei relativ wenig, denn Gegenstände, die zur Erfüllung der nächsten Mission nötig sind, bekommt ihr auf jeden Fall verpasst und können nicht deaktiviert werden.

Danach geht es dann in den eigentlichen Einsatz, der ebenfalls hin und wieder mit Zwischensequenzen, speziell zwischen den Leveln, gespickt ist. Nach Beendigung der Mission folgt das besagte Debriefing, in dem ihr einige Statistiken über eure geleistete Arbeit bewundern dürft. Das klingt im ersten Moment nicht gerade spannend, ist aber gut umgesetzt. Die Story ist gut ausgedacht und gespickt mit Überraschungen, speziell zum Ende hin. Leider sind die Zwischensequenzen zum Teil etwas zu lang geraten und nehmen etwas das Tempo aus dem Spiel. Entgehen lassen solltet ihr sie euch dennoch nicht, denn sie bestechen durch hervorragende Dialoge voller Selbstironie und Humor.

Wie bereits erwähnt, bestehen die Missionen zum Teil aus Kampf, zum Teil aus Schleich-Aktionen. Hierfür steht euch ein nicht besonders umfangreiches, dafür aber authentisches und originelles Paket an Gegenständen zur Verfügung. An Waffen findet ihr Pistolen, Maschinengewehre, Granatwerfer, Sniper und Harpune inklusive eines Grundvorrats an Munition. Natürlich finden sich in den Leveln selber noch Munitionspakete und die Gegner haben auch das ein oder andere Schnäppchen nach ihrem Ableben zu bieten. Einige Waffen können mit verschiedenen Munitionstypen versehen werden, als da wären Standard-Munition, Dumdum-Geschosse und Phosphor-Munition. Auf unterschiedlich lange Nachladezeiten wurde selbstverständlich auch geachtet.

Die weitere Ausstattung könnte glatt aus den 007-Laboren stammen. Ob nun Haarspangen, die als Dietrich oder vergiftete Nahkampfwaffe eingesetzt werden können, Zigarettenanzünder mit eingebautem Schweissgerät, Lippenstiftbomben und sogar ein künstlicher Pudel, der mit Sexualduftstoffen Wachhunde ablenken kann, origineller geht es kaum.

Was ihr allerdings nicht finden werdet, sind Erste-Hilfe-Pakete. Hier haben sich die Entwickler etwas anderes einfallen lassen. Cate verfügt zum einen über die normalen Hitpoints, zum anderen über einen Rüstungswert, der im Laufe des Spieles mit Körperrüstungen, die ihr hier und da finden könnt, wieder aufgefrischt werden kann. Geht der Rüstungswert auf Null, geht es ans Eingemachte, nämlich die Hitpoints. Ein Grund mehr, bei den Missionen auf Nummer sicher zu gehen und sich nicht mitten ins Feuer der Gegner zu stellen.

Das tut teilweise auch bitter Not, denn ihr solltet euch nicht davon täuschen lassen, dass einige der Gegner in den Dialogen der Zwischensequenzen dümmer als ein Stück Brot wirken und oftmals für herzhafte Lacher sorgen. Die Gegner gehören zweifelsohne zum intelligentesten, was bisher auf dem Monitor sein Unwesen getrieben hat und haben auch einige fiese Tricks in der Tasche. Die Gegner sind sehr auf Deckung bedacht, aus der sie schnell hervorspringen und nach ein paar Schüssen wieder zurückflitzen. Im freien Galopp schlagen sie Haken und rennen im Zickzack, werfen mit Gegenständen, kippen Tische um und verschanzen sich dahinter, ballern durch geschlossene Türen und Scheiben. Zusätzlich können sie sich wunderschön durch das Schussfeld abrollen und euch aus den Knien oder im Liegen beharken.

Hinzu kommt, dass die Jungs sehr akkurat auf alles Alarmierende achten. Ein Alarm, der durch eine der Kameras ausgelöst wird, sorgt für einen regelrechten Ansturm. Geräusche, die Cate beim gehen macht, können ebenfalls die Aufmerksamkeit der Gegner erwecken. Auch die Alarmierung von Kameraden zur Unterstützung klappt hervorragend. Auch koordinierte Angriffe auf eure Person sind zu verzeichnen, wobei sich die Gegner gegenseitig Deckung geben oder konzentriert und flächig nach euch suchen. Suchscheinwerfer und die besagten Kameras sorgen mit dafür, dass euch das Leben nicht zu leicht gemacht wird. >> 

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel