Special - The First Avenger: Civil War : Chris' Gedanken zum Film

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    Vorab: Wer eine Review zu "Civil War" erwartet, der kann sich gerne die gelungene "The-First-Avenger"-Filmkritik von Julian durchlesen. An dieser Stelle werde ich - ähnlich wie zu "Deadpool" damals - lediglich meine Gedanken runtertippen. Ungeordnet, ungefiltert und gegebenenfalls sogar mit Rehctshcreibfehlern.

    Muss man das Comic-Event "Civil War" kennen, um "Civil War" als Film zu verstehen? Nein. Zwar hält man sich an den Grundtenor, allerdings bietet die Filmvorlage genug eigene Ideen und Elemente, um selbst hartgesottene Comic-Fans stellenweise zu überraschen.

    Worum geht's bei "Civil War"? Die Avengers bauen großen Mist und werden von über hundert Ländern dazu aufgefordert, eine Vereinbarung zu unterschreiben, die besagt, dass das Superhelden-Team nur dann zum Einsatz kommen darf, wenn es von den Ländern beauftragt wird einzuschreiten. Das schmeckt Captain America gar nicht, will er doch kein Handlanger von Ländern sein und nicht ausschließlich nach deren Ermessen arbeiten und eingreifen dürfen. Iron Man hingegen findet sich mit den Bestimmungen ab. Daraufhin basteln sich beide Jungs ihr eigenes Superhelden-Team. Das ist die Kurzform des Films und auf viel mehr läuft die eigentliche Geschichte auch nicht hinaus.

    Ein großer Haufen Kinder mit Superkräften zerlegt dabei Städte, Flughäfen und stellenweise auch sich selbst - nur um zu schauen, wer "mehr im Recht" ist. Das klingt gerade sehr negativ, allerdings bietet der Film gerade aus schauspielerischer Sicht einen tollen Einblick in das Talent von Leuten wie Robert Downey Jr., Paul Rudd oder Tom Holland. Letzterer ist es auch, der für die amüsantesten 20 Minuten des Films sorgt - als Spider-Man.

    Spider-Man ist das erste Mal in seiner Marvel-Variante zu sehen, zuvor kümmerte sich ja Sony um die Filme des Spinnenmanns. Ich persönlich mochte die Garfield-Varianten sehr, während die Maguire-Version einen kleinen Brechreiz hervorrief. Marvel selbst setzt jetzt also den 19 Jahre alten Holland ein, der sich mit Iron Man verbündet und damit für einige der besten Dia- und Monologe der vergangenen Marvel-Filme sorgt.

    Die Frage ist allerdings: Kann er in seinem ersten eigenen Film, voraussichtlich "Homecoming", über 90 Minuten unterhalten? Wird Marvel Spider-Man zu einer Art Klassenclown ausbauen, ohne auf seine Vergangenheit, seine Schwächen und Ängste einzugehen? Davon war im Film jetzt nämlich relativ wenig zu sehen.

    Wie dem auch sei: Spider-Man ist sehr, sehr gut. Black Panther - ebenfalls ein Neuzugang im Film - ist ebenfalls sehr stark. Seine Geschichte wird zwar nur kurz angerissen, aber auf einen eigenen Film mit ihm wäre ich mehr als gespannt. In meinen Augen kommt "Civil War" leider fünf bis sieben Jahre zu früh - die Avengers sind gerade einmal zwei Filme alt, haben sich im ersten Film getroffen und im zweiten Film "lieben" gelernt, jetzt kommt schon "Civil War"? Da hätte ich über die Jahre hinweg lieber noch einige Abenteuer mehr gesehen, damit das Publikum und die Avengers noch weiter zusammenwachsen.

    Warum der Film nun "Captain America" beziehungsweise "The First Avenger" titelt, blieb mir übrigens während der 147 Minuten ein Rätsel. Captain America hat nicht mehr Screentime als Iron Man, seine Geschichte wird weniger durchleuchtet als die von T. Stark und im Endeffekt wäre es einfach "nur ein weiterer" Avengers-Titel. Komisch.

    Ja, man sollte sich "Civil War" angucken. Ja, man wird viel Spaß haben. Aber der große Boom blieb für mich aus. Vielmehr ist es ein Einführen von neuen Charakteren, ein Vergrößern des Universums und ein Wiedersehen mit Freunden. Der Film unterhält auf voller Länge, aber jetzt muss Marvel mit den Netflix-Serien und den weiteren Filmen zeigen, dass der Civil War nicht umsonst so früh gekommen ist.

    PS: Spider-Man ist Liebe.

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