Test - Oni : Oni

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'Oni' ist ein Single Player Spiel aus der 'Tomb Raider' Perspektive und wurde von Bungie Software, ein Spielhersteller, der sich vor allem durch das Echtzeit-Strategiespiel 'Myth' einen Namen gemacht hat, entwickelt. 'Oni' ist ein recht ungewöhnliches Spiel, dass sich an den Science-Fiction Anime-Filmen orientiert.

Davon macht auf jeden Fall dass Intro Gebrauch und stimmt den Spieler auf das eigentliche Spiel ein. Im Grunde genommen orientiert sich 'Oni' an japanischen Prügelspielen, wie zum Beispiel 'Tekken' oder 'Virtua Fighter'. Nur mit dem kleinen, aber feinen Unterschied, dass das Ganze mit einer mehr oder weniger aufregenden Story in riesige Level gepackt wurde.

Oni
Jetzt komme ich.

In 'Oni' schlüpft der Spieler in die Haut von Konoko, einer jungen Frau mit violettem Haar und einer rätselhaften Vergangenheit. Sie ist Mitglied einer etwas futuristischen Polizei namens TCTF (Technology Crimes Task Force) und wird im Verlauf von 'Oni' zu einer wahren Kampfmaschine in Sachen Kampfsport. Der erklärte Feind ist eine kriminelle Organisation, die im Spiel als "Syndicate" bezeichnet wird. Konoko hat irgendwie etwas besonderes in sich, dass sie von einem normalen Polizisten unterscheidet. Doch das erfährt ihr erst im Laufe des Spiels. Zu Anfang wird man in einem kleinen Einführungslevel mit den Grundlegenden Schlägen, Tritten, Würfe, und ersten kleinen Combo-Schlägen vertraut gemacht. Dies ist dadurch, dass man die Steuerung im Spiel nicht frei festlegen kann, aber auch auf jeden Fall von Nutzen (Wer allerdings eh schon immer in der 'w,a,s,d'-Steuerung spielt kann getrost aufatmen). Allen anderen will gesagt sein, dass man durch den kleinen Übungsparcour erstaunlich schnell mit der Steuerung klar kommt und diese nach 30 Minuten Spielzeit in Fleisch und Blut übergeht. Während des Spiels lernt Konoko neue Kampftechniken, deren Ausführung an die Combos von 'Street Fighter' erinnern. Natürlich gibt es auch Waffen, aber diese müssen den Gegnern erst aus der Hand geschlagen und aufgehoben werden. Darunter sind unter anderem Raketenwerfer, Maschinengewehr und ein Scharfschützengewehr, dass es in sich hat. Allerdings ist die Munition sehr rar gesät, wodurch man sehr schnell wieder zu den Wurzeln von 'Oni' - den unbewaffneten Kampf - zurückkommt.

Oni
Der fliegt aber schön.

Ihr steuert Konoko durch rund 14 riesige Level voll mit gegnerischen Terroristen, die fast hinter jeder virtuellen Ecke lauern. Die Zwischensequenzen sind dabei leider etwas unspektakulär ausgefallen. Meist hört man eine Stimme, oder ließt den ausgegebenen Text, während unanimierte Bilder des Sprechers auftauchen. Manchmal kommen zwar auch fast filmreife Zwischensequenzen, welche aber dadurch dass die Akteure beim sprechen ihren Mund nicht bewegen, etwas enttäuschen. Dabei ist doch lippensynchrone Mundbewegung heute schon fast Standard.

Oni
Im Power Shield macht das fast doppelt so viel Spaß.

Die Charakteranimation ist brillant, sowohl bei der Spielerfigur selbst, als auch bei euren Gegnern. Konoko bewegt sich in jeder Situation sehr flüssig und ästhetisch. Egal, ob man da nun einen Rückwärtssalto macht, einen Faustschlag ansetzt, oder den Gegner mit einem High-Kick ins Grab befördert. Hier haben die Programmierer scheinbar jede Menge Arbeit rein gesteckt und das muss auch erwähnt sein. Abgesehen vom perfekten Kampf-Modus, ist in 'Oni' ein recht simples, aber wirkungsvolles System eingebaut, dass die gegnerische Gesundheit zeigt. Die Lebensbalken, aus C64 Zeiten sind somit endgültig am Ende. Bei einem Treffer gibt es je nach Lebensenergie einen farbigen Grafikeffekt, der von Grün bis Rot reicht. Und wenn wir schon die alten Zeiten ansprechen. In 'Oni' gibt es endlich wieder Zwischengegner, die besiegt werden wollen. Ich denke, dass hat es auf dem PC in dieser Form schon lange nicht mehr gegeben. Grafisch kann man hierbei noch erwähnen, dass obwohl die Grafik ansonsten nicht erste Sahne ist, der Rauch unglaublich gut dargestellt wird. Ehrlich gesagt habe ich bei diesem Punkt sehr gestaunt und bin überzeugt, dass in 'Oni' ein großes, leider nicht voll ausgenutztes Potential steckt.

 

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