Test - Oni : Oni

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Oni
Das ist ja fies - drei gegen einen.

Die Level an sich sind, wie oben schon angesprochen, recht groß. Allerdings wirken diese meist etwas leer und steril. Hauptsächlich spielt man in futuristischen Büros oder Lagerhallen, die ebenfalls zwar solide, aber eben in der heutigen Zeit keinen mehr vom Hocker reisen. Freilich sind einige Teile, die für das Spiel wichtig sind, sehr schön und aufwendig dargestellt, aber das ist eben nur sehr selten der Fall. Die Interaktivität ist recht begrenzt. Scheiben kann man zerschießen und Terminals, die meist als Schalter missbraucht werden, benutzen. Ansonsten darf man manchmal Wissenschaftler ansprechen und hoffen, dass diese dem Spieler eine 'Health'-Spritze schenken. Zu den Schaltern muss man allerdings noch negativ anmerken, dass sich 'Oni' etwas zu stark daran aufhängt. Oftmals muss man sich bis zu einem Schalter vorkämpfen, um dann irgendwo anders durch die nun offene Tür zu kommen. Später darf man dann sage und schreibe drei Schalter für nur eine Türe drücken. Im Großen und Ganzen bremst das etwas den Spielspass.

Die Ansicht aus der dritten Person sehr gut gelungen. Die Kamera ist zwar meist hinter dem Spieler fixiert, aber durch die verschiedenen Zoomtechniken hat man das Kampfgeschehen immer im Griff. Falls man einer Wand zu nahe kommt, wird diese transparent, was aber teilweise schon fast wie ein Bug aussieht, da man dahinterliegende Räume, beziehungsweise die darin befindlichen Gegner beobachten kann.

Oni
Ähm, ich bin unschuldig.

Das einzig Unschöne bei der Steuerung ist, dass die Sprungeinlagen nicht ganz perfekt gelöst sind. Erstens braucht Konoko einen Startpunkt, um Anlauf zu nehmen und dann kann Sie, wie in vielen anderen Spielen in der dritten Person, sich nicht an Kanten hochzuziehen. Falls man hier von etwas höher herunterfällt, oder sich ein Toxisches Bad genehmigt, ist das sehr unangenehm. Nicht zuletzt dadurch, dass man nicht frei speichern kann. In 'Oni' wurde das Speicherfeature so eingestellt, dass es in jedem Level vier Speicherpunkte gibt, die man eben erst erreichen muss. In späteren Leveln kann man dann teilweise gut eine halbe Stunde nochmals das Gleiche machen. Es kann natürlich auch sein, dass man mit sehr wenig Health zum nächsten Speicherpunkt kommt. Dann hat man im nächsten Speicherabschnitt nur schwer eine Chance und muss gegebenenfalls den letzten nochmals spielen. Dies kommt sicherlich daher, dass 'Oni' zeitgleich auch noch für die Playstation entwickelt wurde.

Oni
Das sind die Kameraden vom Konoko.

Wie es heutzutage zum guten Ton gehört, hat man in 'Oni' die Wahl zwischen drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Ich vermute aber, dass viele nach dem ersten Durchspielen, sich kaum ein weiteres male in einem höheren Schwierigkeitsgrad durch die Level quälen. Die Level sind zwar schön anzusehen, aber irgendwie ist alles dann doch immer wieder das gleiche. Auch wenn Konoko viele verschiedene Angriffstypen unterstützt, wird man sich aus Erfahrung auf ein paar konzentrieren, wodurch das Spiel dann aber ebenfalls etwas eintönig wird. Der einzige Pluspunkt währe wohl der Multiplayer Modus. Dieser ist aber durch den Aufkauf von Bungie Software durch Microsoft rausgefallen. Scheinbar hat Microsoft auf einen schnellen Release bestanden. Dadurch ist wohl der Mech-ähnliche Roboter, der in den Preview-Videos gezeigt wurde rausgefallen. Ebenfalls muss auch das Ende des Spiels daran gelitten haben. Er wirkt irgendwie aufgesetzt und passt einfach nicht ins ansonst gute Spiel. Nach Beendigung des Spiels bekommt man ein paar interessante Cheats, durch die man als anderer Charakter nochmals spielen kann.

Wer dieses Review bis hier her gelesen hat, muss einfach an 'Oni' interessiert sein und hat zum Ende einen kleinen Tipp vom mir verdient: Die Tastaturbelegung kann man nämlich selber in der 'key.config.txt' ändern. Dabei rate ich allerdings, davon erst eine Sicherheitskopie zu speichern. Da dies aber nicht sehr benutzerunfreundlich ist, und nirgends offiziell darauf hingewiesen wird, werde ich das Spiel so bewerten, als könnte man die Tasten nicht frei belegen.

 

Fazit

von lordkiller
Zusammenfassend kann man sagen, dass 'Oni' ein gutes Kampfspiel in der dritten Perspektive ist, dass eine achtziger Wertung durch die nicht frei wählbare Speicherfunktion, sowie der im Spiel nicht einstellbaren Tastenkonfiguration, leider verspielt. Das Kampfsystem ist allerdings in dieser Forum noch nie auf dem PC da gewesen. Hoffentlich wird es auch in anderen Spielen verwendet. Dabei hoffe ich auch noch, dass all die für 'Oni' angepriesenen Features im zweiten Teil umgesetzt werden. Bei so viel ungenutztem Potential ist das meiner Meinung einfach nur Pflicht. Man stelle sich nur einmal ein Multiplayer Modus vor, in dem keiner eine Waffe hat und man im besten 'Martial Arts'-Stil durch die Level prügelt. Im Großen und Ganzen darf jeder Anime-Fan, oder wer schon immer von einem derartigen Spiel geträumt hat, getrost zugreifen. Denn eigentlich kann man sagen, dass Bungie Software mit 'Oni' sogar ein neues Genre aus dem Boden gestampft hat.  

Wertung

  • PC
    78
    %

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