Test - Orphen : Orphen

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Mit 'Orphen - Scion of Sorcery' hat Activision nicht nur das erste Rollenspiel für die PlayStation 2 in Europa herausgebracht, sondern auch nichts Geringeres als das allererste PS2-Spiel auf einer DVD veröffentlicht. Die in einigen Bereichen durchaus innovative Mischung aus Rollenspiel und Action-Adventure ist im typischen Anime-Stil gehalten. Kein Wunder, basiert 'Orphen' doch auf einer erfolgreichen japanischen Zeichentrickserie. Solche Lizenztitel haben in Japan nicht gerade den besten Ruf. Treffen diese Vorurteile auch auf Activisions Spiel zu?

Dank Activision haben die frisch gebackenen PS2-Besitzer mit Faible für Rollenspiele schon zum Start der neuen Konsole die Möglichkeit, ein Spiel dieses Genres zu kaufen. Das Spiel basiert auf der japanischen Anime-Serie 'Sorcerous Stabber Orphen'.

In 'Orphen - Scion of Sorcery' übernehmt ihr die Rolle von Orphen, Schwarzmagier und Abenteurer von Beruf. Im Gegensatz zu den meisten seiner Zunftkollegen trägt er keinen langen weissen Bart, sondern kommt als junger Bursche mit trendigen Lederklamotten daher, dem die Herzen der Damen geradezu entgegenfliegen. Charakterlich gibt er sich aber nicht ganz so edel. Anderen Menschen gegenüber gibt er sich auf den ersten Blick meist unhöflich, zynisch, herzlos und vor allem abscheulich geldgierig. Auch wenn er es selbst wohl am allerwenigsten zugeben würde, in ihm scheint trotzdem ein weicher Kern zu schlummern.

Begleitet wird der junge Zaubermeister von seinem Lehrling, dem Knaben Magnus. Dieser arme Bursche will unbedingt Zauberer werden, deshalb macht er ohne zu murren die Drecksarbeit für Orphen. Cleo, die aufmüpfige, schnippische Schwester von Magnus begleitet die beiden. Sie hat sich selbst zur Partnerin des jungen Zauberers ernannt, auch wenn diesem das gar nicht gefällt. Es scheint fast so, als sei die Göre, die des öfteren ihren Bruder quält, in Orphen verliebt.

Orphen
Das Intro ist in feinstem Anime-Stil gehalten.

Diese Gruppe wird begleitet von Volcan, die 'Masmaturianische Bulldogge' genannt, und seinem Bruder Dortin. Der Tunichtgut Volcan hat sich einst ein kleines Vermögen von Orphen geliehen und verfolgt diesen nun, um ihm besser das Geld zurückzugeben. Sonderlich eilig scheint er es dabei aber nicht zu haben. Eher versucht er, andere Leute während den Abenteuern zu beklauen. Volcan wird von Orphen immer wieder als lebendigen 'Punching Ball' missbraucht, wenn er seinen Aggressionen freien Lauf lassen will. Der kleine Dortin ist praktisch das pure Gegenteil von seinem älteren Bruder. Er ist kein Draufgänger, sondern eher ein ängstliches, schüchternes Kind. Da er in seiner Freizeit viel liest, kann er der Gruppe ab und zu mit seinem Verstand bei kniffligen Rätseln helfen.

Diese kunterbunte Gruppe verschlägt es in verschiedene Abenteuer. Das Spiel setzt in einem Hafen einer kleinen Küstenstadt an. Volcan überredet Orphen, ein Schiff in Richtung der Händlerstadt von Arvanrama zu besteigen, um dort schnelles Geld zu machen. Leider merkt niemand in der Gruppe, dass der kleine Trottel Volcan ein Schiff ausgewählt hat, das gerade in die entgegengesetzte Richtung fährt.

Orphen
Im 'Battle Training' wird euch das Kampfsystem erklärt.

Mitten auf hoher See gerät das Schiff in ein gewaltiges Unwetter. Während unsere Helden noch krampfhaft versuchen, ihr Abendessen bei sich zu behalten, greifen plötzlich aus dem Nichts eklige Monster das Schiff an. Schon bald ist dieses schwer beschädigt und Kreaturen und Wasser dringen ein. Orphen muss nun nicht nur vor den Wassermassen fliehen, sondern auch noch immer wieder eklige Biester besiegen. Auf ihrer Flucht aus dem sinkenden Schiff schenkt die Gruppe den anderen Passagieren kaum Beachtung. Auf dem Deck attackiert plötzlich eine riesige Seeschlange das sinkende Schiff. Orphen kann zwar in einem spektakulären Kampf das Monster besiegen, treibt darauf aber wie alle anderen in der wilden See. Mit letzter Kraft retten sich Orphen und Magnus auf die geheimnisvolle Insel 'Chaos Island'. Dort lernen sie die junge Tänzerin Sephy kennen. Diese scheint mehr zu wissen, als sie zunächst zugeben will. Schliesslich erzählt sie den beiden Zauberern, dass auf dieser Insel das Grab ihres Geliebten sei, der hier als Abenteurer auf der Suche nach geheimnisvollen Artefakten sein Leben verloren hätte. Erst nachdem sie Orphen für seine Hilfe eine grosszügige Belohnung verspricht, kann sie diesen dazu bewegen, das Mädchen bei ihrer gefährlichen Suche nach dem Grab und den Schätzen zu begleiten. In einem dunklen, alten Turm voller Monster und Fallen finden die drei einen Kristallsplitter, mit dem es scheinbar möglich ist, die Zeit zu manipulieren.

Während ihren Abenteuern treffen Orphen, Magnus und Sephy nicht nur den Rest der Gruppe wieder, sondern auch noch einige andere Figuren. Einige von ihnen schliessen sich im Lauf der Geschichte der Truppe an, um mit ihnen den Gefahren zu trotzen; so zum Beispiel der Söldner Zeus, der auf der Suche nach seiner verschollenen Tochter ist oder der kleine Junge Mar, Stadtmusikant, der nach seiner unbekannten Mutter Ausschau hält, von der er nichts kennt, ausser ein Lied.

 

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