Test - Otogi: Myth of Demons : Otogi: Myth of Demons

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Exklusive Japano-Spiele gibt’s nicht auf der Xbox? Gibt’s doch. Mit 'Otogi: Myth of Demons' erwartet Anhänger der Microsoft-Konsole ein herrlich bizarres und mystisches Actionspiel, das im alten Japan angesiedelt ist. Wir haben den von Sega und Atari vertriebenen, außergewöhnlichen Titel unter die Lupe genommen.
 

Raikoh, der mystische Dämonenbekämpfer
Während sich die Xbox nicht über die Unterstützung von westlichen Entwicklern und Publishern beklagen kann, scheint es in puncto Games aus Japan etwas zu harzen, zumal Microsoft und die Xbox im 'Land der Videospiele' ohnehin so ihre Probleme zu haben scheint, mit der landeseigenen Konkurrenz namens Sony und Nintendo mitzuhalten. Umso erfreulicher, dass mit 'Otogi: Myth of Demons' ein durch und durch japanisches Spiel exklusiv für die Xbox erscheint, das auch spielerisch zu überzeugen weiß. Der Titel erscheint zwar unter dem Sega-Logo, wurde aber von der Truppe From Software entwickelt, welche sich sonst mehr im Rollenspiel-Genre, wie beispielsweise bei der 'Lost Kingdoms'-Reihe, engagiert.

Doch kommen wir erstmal zur Story, die sehr mystisch und verworren wirkt. Die Handlung basiert lose auf einigen japanischen Sagen und ist weit in der Vergangenheit angesiedelt. Ganze eintausend Jahre lang herrschte der Imperial Court und sorgte für friedliche Verhältnisse. Doch eines Tages werden mystische Siegel gebrochen, welche die bösen Kreaturen und Dämonen aus dem Totenreich daran hinderten, in die Welt der Lebenden einzudringen. Ein gewaltiger Sturm fegt daraufhin über die Gegenden und bringt nicht nur Tod und Verderben, sondern zerstört auch noch den Imperial Court und löscht die Hauptstadt aus. Wenig überraschend kommt nun der Held es Spiels zum Einsatz, der sich den Geistern, mystischen Wesen, Monstern und Dämonen stellen und die Siegel schließen muss. Unser Held trägt den Namen Raikoh und ist ein sehr seltsamer und schweigsamer Kerl. Er ist das letzte Mitglied eines mystischen Samurai-Clans, der sich zwischen Todeswelt und normaler Welt befindet und deren Mitglieder ganz im Stil des Sensemanns jedem Menschen den Todesstoß versetzen, wenn dessen Stunde geschlagen hat. Doch als Raikoh sich weigert, seinen eigenen Vater zu töten, wird er verbannt und stirbt fast. Als eine Art Untoter schließt er sich nun einer geheimnisvollen Prinzessin an, die ihn beauftragt, die Siegel zu schließen und die zahlreichen fiesen Kreaturen um die Ecke zu bringen.

Sprungkünste und diverse Items
Leider müsst ihr in 'Otogi' auf ein opulentes Intro, umfangreiche Zwischensequenzen und weitreichende Storyentwicklungen verzichten. Nach dem Titelbidschirm und dem Starten eines Spiels beziehungsweise dem Laden eines Spielstands gelangt ihr sofort ins Spielmenü, wo ihr entweder die aktuelle Mission in Angriff nehmt, einen bereits absolvierten Level noch einmal besucht oder euch um Raikohs Ausrüstung kümmert. Der untote Schwertschwinger erhält nämlich im Verlauf des Spiels immer mal wieder neue Waffen, neue Magie-Attacken und diverse hilfreiche Items wie beispielsweise Amulette, die euch gegen den einen oder anderen gegnerischen Angriff schützen. Ihr dürft des Weiteren sowohl Waffen als auch Magie und Items in einem Shop erstehen - allerdings sind die Gegenstände sehr teuer, zumal ihr auch hin und wieder eure genutzte Waffe reparieren lassen müsst, da sie ansonsten kaum noch Wirkung hat.

Startet ihr eine Mission, erhaltet ihr zunächst einen kurzen Satz, der wohl einen Hinweis auf die Levelaufgaben darstellen soll - allerdings ist der so abstrakt und mystisch gehalten, dass er kaum eine Hilfe ist. Ähnliches gilt für kurze Zwischensequenzen, in der die Prinzessin aus dem Off euch einige, meist verklausulierte Hinweise gibt und ihr zuweilen eine kurze Kamerafahrt durch ein Teil des Levels zu sehen bekommt. Dann dürft ihr endlich selbst Hand anlegen. Ihr steuert Raikoh aus der Third-Person-Ansicht durch die 3D-Levels. Auf Knopfdruck lasst ihr ihn springen, wobei man dank Doppelsprung und Schwebe-Funktion fast schon das Gefühl hat, der Samurai könne durch die Luft fliegen und locker einige Meter über dem Boden die Gegner attackieren. Dieser Eindruck wird durch eine Art Dash-Möglichkeit im Stil von 'Gun Valkyrie' noch unterstützt - mit etwas Geschick könnt ihr so selbst hohe Plattformen erreichen und viele Meter weit durch die Luft gleiten.

 

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