Preview - Outcast: Second Contact - E3 Vorschau : Das erste Open-World-Spiel überhaupt ist zurück!

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Jetzt also doch noch! Nach langen Jahren des Hoffen und Bangens nimmt das Remake des Klassikers Outcast endlich Formen an. Wir haben die Neuauflage auf der Gaming-Messe E3 angespielt.

Ganz egal, ob Far Cry 5, Mittelerde: Schatten des Krieges oder Spider-Man – offene Spielwelten gehören heute fast schon zum guten Ton. Kein Wunder, denn das Erforschen einer fremden und womöglich feindseligen Umgebung birgt eine ungeheure Faszination und appelliert an die Neugierde in uns. Das 1999 veröffentlichte Abenteuer Outcast begeisterte seinerzeit die Kritiker und entführte Spieler in eine unbekannte Galaxie.

Das Problem damals: Das Actionspiel hatte aufgrund der verwendeten Voxel-Engine horrende Hardware-Anforderungen und so konnte kaum ein Normalsterblicher den Titel in seiner Gänze genießen. Erst in den Folgejahren erarbeitete sich Outcast eine Community, die lautstark einen Nachfolger forderte. 2014 scheiterte eine Crowdfunding-Aktion für ein Fanprojekt, 2015 bildete sich daraus das Entwicklerstudio Appeal neu. Seitdem arbeitet das Team fleißig an einer Neuauflage des Originals. Richtig gehört: Outcast: Second Contact klingt zwar wie ein Nachfolger, ist aber ein Remake und bringt das alte Spielgefühl zurück.

Allein auf Adelpha

Ihr übernehmt den US-Soldaten Cutter Slade. Für ein Experiment schickt man ihn in die Parallelwelt Adelpha, wo sich schnell herausstellt, dass die Erde in großer Gefahr schwebt. Ein Schwarzes Loch droht den Globus zu verschlucken. Outcast: Second Contact verändert rein gar nichts an der Geschichte. Entsprechend können sich Fans der Vorlage auf ein Wiedersehen mit dem Sklavenvolk der Talaner freuen. Ihre Befreiung gehört zu euren wichtigsten Aufgaben.

Das Open-World-Abenteuer nimmt euch aus heutiger Sicht sehr wenig an die Hand. Stattdessen erarbeitet ihr euch vieles selbst. Das Dialogsystem steht ganz klar im Mittelpunkt des Geschehens. Ihr könnt jede Spielfigur ansprechen und befragen. Appeal vertont aufwendig jeden einzelnen Charakter. Wer sich tief in die neue Spielwelt hineingräbt, sammelt zusätzliche Informationen und findet dadurch unterschwellige Konflikte sowie interessante Verbindungen. Outcast mag zwar wie ein typisches Third-Person-Actionspiel aussehen, besitzt aber eine komplexere Story als die meisten Titel.

Mit der Kanone in die Freiheit

Der zweite große Eckpfeiler von Outcast: Second Contact sind die Actionpassagen. In der kurzen Anspielrunde kämpfte sich Cutter Slade durch ein besetztes Dorf. Outcast: Second Contact baut zwar auf der Levelarchitektur des Originals auf, basiert allerdings auf der modifizierten Unity-Engine. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Entwickler Appeal interpretiert den damaligen Grafikstil mit seiner prägnanten Farbgebung neu, ohne aber den Charme des Klassikers zu verlieren.

In puncto Ballerspaß gehen die Entwickler laut eigener Aussage in Richtung Serious Sam und setzen daher auf viele Seitwärtsschritte. Cutter weicht also von links nach rechts Schüssen aus und kontert. Bei der Präsentation fällt sogar der aus dem Arcade-Genre bekannte Begriff der „Bullethell“.

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