Special - Paradox-Round-up : Für die Hartgesottenen

  • PC
  • PS4
Von Kommentieren

Neues Jahr, neue Paradox Convention. Auch 2015 bleiben sich die Schweden treu und liefern ein komplexes Strategiespiel nach dem anderen. Doch damit nicht genug. Diesmal werden sogar Rollenspiel-Fans und Konsolenbesitzer mit interessantem Material geködert. Wir haben uns in Stockholm die kommenden Titel aus dem Hause Paradox näher angeschaut und klären, was sie können und ob man der Veröffentlichung positiv entgegensehen kann.

Hearts of Iron IV

Eines der Aushängeschilder der Firma ist bekanntlich die Hearts-of-Iron-Serie. Hat man letztes Jahr die Anwesenden noch mit einem Ankündigungstrailer abgespeist, gab es diesmal in Stockholm spielbares Material zu begutachten. Obwohl die gezeigte Benutzeroberfläche noch längst nicht final ist, war bereits erkennbar, welche Richtung Paradox mit dem kommenden Ableger einschlagen möchte. Die vielfältigen Schaltflächen und Drop-down-Menüs erfordern selbst bei erfahrenen Spielern etwas Eingewöhnung. Dennoch gelingt es Hearts of Iron IV, auch Neulingen komplexe Strategie näherzubringen.

Hauptverantwortlich dafür sind die neuen Zielvorgaben. Die klären euch darüber auf, welche Schritte ihr in die Wege leiten solltet, um eure Nation voranzubringen und historische Ereignisse eintreten zu lassen. In der Rolle Deutschlands war es unter anderem unsere Aufgabe, die Reichsautobahn zu bauen oder die Beziehung zum Inselstaat Japan zu verbessern. Während ihr diese Ziele in Angriff nehmt, lernt ihr die Funktionsweise der mannigfaltigen Optionen besser kennen. Versteht das aber bitte nicht falsch: Hearts of Iron IV bleibt auch in der vierten Ausgabe ein höchst komplexes Spiel, das sich euch erst im Laufe der Zeit vollkommen erschließt.

Pillars of Eternity

Das an Klassiker wie Baldur's Gate und Icewind Dale angelehnte Rollenspiel aus dem Hause Obsidian Entertainment ist wohl der vielversprechendste Titel im diesjährigen Paradox-Line-up. Ihr bereist mit maximal sechs unterschiedlichen Charakteren eine mittelalterliche Fantasy-Welt. Der Fokus liegt auf taktischen Kämpfen, die ihr zu jedem beliebigen Zeitpunkt pausieren könnt, sowie der Interaktion mit eurer Umwelt. Das Regelwerk entspricht zwar nicht den offiziellen D&D-Regeln, weist jedoch viele Parallelen auf, wodurch Fans der ursprünglichen Infinity-Engine-Spiele sich schnell zurechtfinden dürften.

Wie schon in Baldur's Gate spielen eure Entscheidungen, die ihr während des gesamten Spielverlaufs trefft, eine wichtige Rolle. So lassen sich beispielsweise Kämpfe vermeiden, indem ihr NPCs mittels eurer Redekünste manipuliert. Dazu sind jedoch genretypisch bestimmte Attribute notwendig. Eine besondere Herausforderung in Pillars of Eternity stellt ein spezielles Verlies dar, das sich über 50 unterschiedliche Etagen erstreckt. Das könnt ihr immer wieder aufsuchen, um besondere Ausrüstungsgegenstände zu erlangen, die ihr sonst nirgendwo findet. Durch das Freischalten von Abkürzungen soll vermieden werden, dass ihr euch stets aufs Neue durch alle 50 Ebenen kämpfen müsst, falls ihr einmal scheitern solltet.

Magicka 2

Vier Jahre ist es nun her, dass das erste Magicka für PC erschien. So langsam wurde es also Zeit, dass Paradox Interactive die Fortsetzung zu einem der erfolgreichsten Titel aus eigenem Hause vorstellt. Diesem Wunsch sind die Schweden in Stockholm nachgekommen. Spielerisch hat sich beim zweiten Teil nicht allzu viel getan. Wie gehabt streift ihr alleine oder wahlweise mit bis zu drei Freunden durch eine klassische Fantasy-Welt, die humorvoll präsentiert wird. Durch die Kombination von acht Elementen erschafft ihr eine Vielzahl verschiedener Effekte. Dabei ist zu beachten, dass ihr pro Zauberspruch maximal fünf unterschiedliche Elemente nutzen könnt. In Magicka 2 könnt ihr im Gegensatz zum Erstling gleichzeitig laufen und Magie entfesseln.

Zudem lassen sich sogenannte Artefakte freischalten, mit denen ihr innerhalb bestimmter Modi die Kampfbedingungen ändern könnt. So lässt sich unter anderem Feuerschaden vervierfachen - oder ihr sorgt für eine prompte Gewichtszunahme bei allen Spielfiguren. Magicka 2 wird nicht nur für PC veröffentlicht, sondern erscheint gleichzeitig auch für die PlayStation 4. Die Konsolenversion bietet einen lokalen Vieler-Spieler-Modus. Die Steuerung wurde dementsprechend an den Controller angepasst. Nichtsdestotrotz bedarf es einiger Eingewöhnungszeit, um sie zu verinnerlichen. Mittels der vier Face-Buttons greift ihr auf vier der acht Elemente zu. Haltet ihr die L1-Taste gedrückt, nutzt ihr mittels Face-Button die verbliebenen Elementen. Die Kunst ist es, sich die Anordnung der Elemente einzuprägen, um so zügig Zaubersprüche loszulassen.

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel