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Test - Pirates of the Caribbean: Am Ende der Welt : Jack Sparrow entert die Konsolen.

  • PS3
  • X360
  • Wii
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Mit einer großartigen Leistung machte Johnny Depp als Käpt’n Jack Sparrow in ’Pirates of Caribbean’ die Piraten wieder salonfähig. Passend zum dritten Kinofilm erscheint ein gleichnamiges Action-Adventure. Ob die Entwickler ebenfalls eine großartige Leistung abgeliefert haben oder eher über die Planke gehen müssten, klären wir im folgenden Review.

Videospiel-Piraterie

In den 50er-Jahren waren Piratenfilme mit Errol Flynn & Co. unheimlich populär, doch seitdem schien es mit dem Genre unaufhaltsam bergab zu gehen. Weder etwa Roman Polanskis ’Piraten’ noch die teure Hollywood-Produktion ’Die Piratenbraut’ konnten die Zuschauer in die Lichtspielhäuser locken und galten rasch als Paradebeispiel dafür, weshalb Filmproduzenten besser die Finger von Piraten auf der Leinwand lassen wollten. Im Zuge der "Verfilmung" diverser Disneyland-Fahrgeschäfte wagten sich die Disney-Studios im Jahre 2003 doch mal wieder an das Piratenfilmgenre und landeten mit ’Pirates of the Caribbean’ aka ’Der Fluch der Karibik’ wider Erwarten einen Mega-Hit. Wie es sich für Hollywood gehört, folgte bald der zweite Teil und nun läuft der dritte Streifen des Piratenabenteuers im Kino an.

Typisch für einen echten Hollywood-Blockbuster darf rechzeitig zum Kinostart eine Videospieladaption nicht fehlen. Diese vermissten Games-Anhänger schon bei der zweiten Episode, während der erste Teil mit einem spielerischen Kuriosum ausgestattet wurde: Die Lizenz pflanzte man einfach auf ein Action-Rollenspiel von Bethesda Softworks, das außer dem Piraten-Setting nichts mit der Zelluloid-Vorlage gemein hatte. Somit ist ’Pirates of the Caribbean: Am Ende der Welt’ das erste richtige Videospiel mit Jack Sparrow und seinen Kameraden. Und als ob man etwas nachholen müsste, begnügt sich das Spiel nicht mit der Handlung des neuen Streifens, sondern greift zunächst auch noch Story-Stränge aus der zweiten Episode auf. Nach und nach folgt die Handlung des Spiels so in Story-Fetzen der Vorlage, allerdings sorgen die zerstückelt wirkenden Passagen und die qualitativ etwas enttäuschenden Zwischensequenzen dafür, dass wohl nur Kenner der Filmvorlage vollständig durchblicken, wo in der Geschichte sich das Spiel gerade befindet, was die Charaktere überhaupt gerade hier sollen und was der Hintergrund der jeweiligen Action ist. Immerhin bescheren die Entwickler noch vereinzelte Einblicke in Dinge, die so in den Kinos nicht zu sehen sind.

Faust, Degen, Kletterei

Möglicherweise haben die Entwickler das Piratenthema etwas zu ernst genommen, denn beim Gameplay haben sie so geraubt, dass es jedem Freibeuter die Tränen der Rührung ins Gesicht getrieben hätte. Unverkennbar ließen sich die Entwickler von ’Tomb Raider’, der neuen ’Prince of Persia’-Serie, ’God of War’, ’Der Herr der Ringe: Die zwei Türme’ und diversen weiteren Hits kräftig inspirieren. Dies hat dem Spielspaß zwar nicht geschadet, sonderlich frisch oder originell spielt sich der Titel aber so auch nicht. Ihr steuert den jeweiligen Helden aus der Third-Person-Perspektive durch die Levels, wobei die Kamera meist sehr nahe am Geschehen ist und auf PS3 sowie X360 öfters mal nachjustiert werden muss. Anfangs steuert ihr Jack Sparrow, der aus einem modrigen Gefängnis ausbrechen muss. Dummerweise hat er einst seine Seele an den untoten Piratenkapitän Davy Jones verkauft und versucht nun alles, um an dessen Herz zu kommen und so den Fluch zu brechen. Hierzu trommelt Jack erst mal seine Crew inklusive Elizabeth Swann und Will Turner zusammen, versucht sich vor dem Rat der Piratenlords und geht auf eine gefährliche Seereise. Dies ist allerdings erst der Anfang der Action – später muss sich unser Pirat auch noch mit Kolonialseefahrern herumschlagen.

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