Test - Pizza Connection 2 : Pizza Connection 2

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Gestern Abend war ich bei meinem Italiener um die Ecke. Nachdem ich mir wieder Albertinos Leidensgeschichte angehört hatte, wie wenig die Deutschen seine Pizza zu würdigen wissen, dachte ich mir, wenn er doch die Möglichkeiten von 'Pizza Connection 2' hätte. Denn dort könnt ihr nicht nur eure eigenen Pizzen kreieren, sondern auch eine Kariere a la Bill Gates, allerdings mit Tortellini und Brodi machen.

Die Installation des gut 450 MB grossen Spiels verläuft problemlos. Das kurze Intro bereitet euch bereits auf die späteren Auseinandersetzungen im Spiel vor. Die 3D-Grafik ist ordentlich. Es gibt unterschiedliche Tageszeiten. Nachts ist die Stadt beleuchtet. Besonders die Wahrzeichen in den einzelnen Weltstädten von Berlin über Madrid bis Tokio sind gut dargestellt. Ihr könnt verschiedene Zoomstufen einstellen.

Die Menüs sind übersichtlicher als bei den Vorgängern gestaltet und zum Grossteil selbsterklärend. Im Hauptbildschirm wird grafisch das umgesetzt, was ihr rechts im Menü angewählt und eingestellt habt. Bildet ihr zum Beispiel einen Angestellten aus, wird über seinem Kopf sofort das entsprechende Symbol für Ausbildung eingeblendet. Klickt ihr eure Filiale an, seht ihr so zum Beispiel auf den ersten Blick, wie viele Leute sich in Ausbildung befinden und müsst nicht erst in irgendwelchen Menüs herumsuchen. Das spart Zeit und es verleitet euch dazu, dem Treiben in euren Filialen und der ganzen Stadt einfach nur zuzusehen.

Leider ist es nur möglich, alleine gegen bis zu fünf Computergegner zu spielen. Ein Mehrspielermodus, in dem ihr eure Freunde an den Rand des Wahnsinns oder in den Ruin treiben könnt, fehlt leider.

Pizza Connection 2
Eine Stadt bei Nacht.

Zu Beginn wird zunächst ein Charakter zusammengestellt. Dieses Rollenspielelement ist eine nette Idee, könnt ihr doch im Laufe des Spiels den Charakter durch Aktionen weiterentwickeln und so eure Fähigkeiten zum Beispiel als Fachkraft, Verkäufer, Politiker oder Gangster ausbauen.

Nun könnt ihr aussuchen, ob ihr die Missionen mit den vorgegebenen Zielen oder lieber ein freies Spiel starten möchtet. Auch im freien Spiel können Missionsziele gewählt werden, ihr könnt aber auch einfach endlos vor euch hinspielen. Beginnt ihr mit den Missionen, startet ihr zunächst in London als unbedeutender Pizzabäcker mit einem kurzen Tutorial, das euch die grundlegenden Kenntnisse über den Beruf und die Bedienung des Spiels vermittelt. Mehr aber auch nicht. Zwar ist die Steuerung recht einfach, trotzdem sucht ihr manchmal eine genauere Beschreibung im Handbuch, welches eine erste Hilfe, aber nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Dass Plakatwerbung und Litfasssäulen zum Beispiel förderlich beim Werben um Kunden sind, dürfte jedem klar sein. Wie sie zu schalten ist, müsst ihr aber selbst herausfinden. Mit ein bisschen Engagement sollte das aber kein Problem sein.

Pizza Connection 2
Madrid in der Übersicht.

Habt ihr das Tutorial abgeschlossen, beginnt die eigentliche Mission. Ziele können zum Beispiel das Plazieren einer Ratte in einer gegnerischen Filiale oder das Ruinieren des Gegners sein. Zwischendurch bekommt ihr immer (auch im freien Spiel, wenn ihr das einstellt) kleine Missionsangebote, deren Annahme ihr euch überlegen solltet, denn bei Nichtgelingen bekommt ihr eine Strafe aufgebrummt. Erledigt ihr sie erfolgreich, so werdet ihr aber auch gut belohnt.

Gelingt euch das Eröffnen mehrerer Filialen, erreicht ihr bestimmte Umsatzzahlen oder hebt ihr sonstige Leistungen von euch hervor, bekommt ihr zusätzliche Charakterpunkte gutgeschrieben. Eure Fähigkeiten steigen und es gelingt euch leichter, Kunden zufrieden zu stellen.

Pizza Connection 2
Filialen können ausgebaut werden ...

Eine Hauptursache für die Zufriedenheit eurer Kunden ist natürlich auf der einen Seite die Qualität der von euch angebotenen Pizzas und auf der anderen Seite euer Lokal an sich. Bonzen, Yuppies, Studies, Kids, Teens, Prolls, Grufties und Touristen wollen sich bei euch wohl fühlen. Problematisch ist dabei allerdings, dass jede Gruppe einen anderen Geschmack hat, was die Beläge der Pizzas, die Einrichtung im Restaurant, die im Lokal gespielte Musik und natürlich auch die Qualität des Personals anbelangt.
Jedem könnt ihr es nicht recht machen, ihr müsst euch zwangsläufig für einige Gruppen pro Filiale entscheiden.

 

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