Test - Pizza Connection 3 : Mehr Franchise- als Familienunternehmen

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Mit Cities: Skylines oder auch Planet Coaster feiert die Wirtschaftssimulation seit einigen Jahren eine unterhaltsame Renaissance. Eine Serie, die Genre-Fans seit vielen Jahren schmerzlich vermissen, ist Pizza Connection. Gently Mad scheint die Gebete erhört zu haben und bringt einen offiziellen dritten Teil auf den Markt. Kann er den nostalgischen Gefühlen gerecht werden?

Seit jeher besteht die Pizza-Connection-Reihe aus drei Grundpfeilern: der Leitung eines eigenen Restaurants, der Kreation von (möglichst schmackhaften) Pizzen und der Sabotage der Konkurrenz. Als Manager müsst ihr Personal einstellen, euch um die Ausstattung kümmern, Zutaten beschaffen und natürlich zusehen, dass Geld verdient wird.

Pizza Connection 3 wandelt auf bereits betretenen Pfaden, gestaltet viele Spielelemente jedoch übersichtlicher. Musstet ihr im ersten Teil von Pizza Connection erst herausfinden, welchem Makler die Immobilie gehört, ihn anrufen und die Miete aushandeln, reicht mittlerweile ein simpler Klick auf das entsprechende Feld. Zwar lassen sich Grundstücke nur noch mieten, dafür geht das Prozedere schnell von der Hand.

Der simple Traum vom Pizzaimperium

Ihr dürft sogar den Grundriss anpassen oder einen Innenarchitekten bestellen, der für euch die Lokalität einrichtet. Doch hier taucht ein Problem auf, das sich durch das ganze Spiel zieht: das fehlende Mikromanagement. Es ist überhaupt nicht tragisch, dass die Vielfalt der Einrichtungen nicht an die Ausmaße eines Sims-Ablegers heranreicht, doch anfangs dürft ihr nur aus einer Handvoll Tische, Stühle, Leuchten und Küchenzeilen wählen.

Pizza Connection 3 - Launch Trailer
Das neue Pizza Connection 3 ist ab sofort für PC erhältlich und ruft wieder Pizzabäcker unter euch auf den Plan.

Ihr wollt Pflanzen aufstellen? Die müsst ihr „erforschen“. Arcade-Maschinen oder Raumtrenner ebenfalls. Die Möglichkeit, Wände zu streichen, Teppiche zu verlegen oder auf irgendeine Art und Weise den Boden zu verändern, fehlt gänzlich. Zumal es nicht auf die Gestaltung ankommt. Zwar bringen die unterschiedlichen Bevölkerungsschichten, die ihr als Gäste für eure Pizzeria gewinnen könnt, jeweils ihren eigenen Geschmack mit, aber solange sich ein Tisch samt Sitzgelegenheit in der Filiale befindet, ist die Personengruppe erstmal glücklich.

Neben der kurzweiligen aber auch unspektakulären Kampagne, die gleichzeitig als Tutorial dient, gibt es noch das Endlosspiel. Hier stehen euch diverse Einstellungsmöglichkeiten zu den Siegbedingungen, den Bewohnern der verschiedenen Städte sowie der Anzahl der KI-Gegner zur Verfügung. So seid ihr in der Lage, der Spielvariante nach Herzenslust einen persönlichen Anstrich zu verpassen. Die KI agiert allerdings stellenweise unberechenbar: Mal versuchen sämtliche Konkurrenten, euch unentwegt auf die Pizza zu spucken, mal manövrieren sich alle nach wenigen Tagen ins finanzielle Aus und sammeln massive Schuldenberge an. Eine richtige Balance scheint zu fehlen.

Kennt eure Kunden

Wenn wir schon beim Thema Balance sind: Wollt ihr mit eurem Pizzaunternehmen Erfolg haben, müsst ihr wissen, worauf eure Kunden stehen. Glücklicherweise dürft ihr Märkte erforschen (sofern ihr die entsprechende Fähigkeit entwickelt habt) und so herausfinden, was die Bewohner der jeweiligen Stadt wollen. Wenn ihr selbst dann immer noch Probleme habt, dürft ihr euch an einen Chefkoch wenden und ihn Pizzen für die jeweilige Bevölkerungsschicht zaubern lassen, was zwar ins Geld geht, aber Frust vermeidet.

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