Test - PlanetSide : PlanetSide

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PlanetSide
Hinter der Kanone unseres Fahrzeuges.

Trotz der vielfachen Ausrichtungsmöglichkeiten des Spielcharakters in Richtung Kampfmaschine, Fahrzeugspezialist oder Hacker sind die Schlachten um Fabriken und Basen nur selten von Taktik geprägt. Masse statt Klasse lautet die Devise: Entweder schaffen es die Verteidiger, mit ihren Geschütztürmen die Stellung zu halten, bis der Sturmlauf vorüber ist, oder die Angreifer überrennen den Stützpunkt und die Verlierer ziehen sich zurück. Verschiedene Fähigkeiten werden dennoch benötigt: Ohne einen Computer-Fachmann sieht auch das beste Squad bei einer Eroberung schnell alt aus.

PlanetSide
Die Vanu Sovereignity leistet heftigen Widerstand.

Nichts für Schnell-Einsteiger
Trotz Tutorial, Handbuch und Online-Hilfe fällt der Anfang nicht leicht. Der Charakter entwickelt sich nur langsam weiter, Duelle sind ohne Erfahrung nur selten von Erfolgen gekrönt und bis ihr euch in der großen Welt von 'PlanetSide' zurechtgefunden habt, vergeht locker die ein oder andere Stunde. Ist der Einstieg jedoch erst einmal bewältigt, beginnt das Spiel durchaus Spaß zu machen. Die Action präsentiert sich ein wenig träger als bei vergleichbaren Multiplayer-Shootern, lässt aufgrund der zahlreichen Waffen und Optionen aber dennoch nur sehr selten Langeweile aufkommen. Probleme können höchstens die Mitspieler verursachen: Bekommt ihr auf Anhieb kein erfahrenes Team zusammen, können die Gefährten schnell auf die Nerven fallen - die Fähigkeiten der künstlichen Intelligenz eines 'Battlefield 1942' erscheinen plötzlich in vollkommen neuem Lichte.

PlanetSide
Auf der Weltkarte wird das nächste Angriffsziel ausgewählt.

Neue Rechner braucht das Land
Technisch kann der MMOFPS nicht mit der Konkurrenz mithalten. Grafisch macht der Titel mit seinen unterschiedlichen Regionen zumindest in hohen Auflösungen und mit allen Details zwar einen sehr gelungenen Eindruck, doch müssen die Computer dafür vermutlich erst erfunden werden. Spielbar wird 'PlanetSide' mit einer Optik auf 'Tribes 2'-Niveau, Ruckler waren während unseres Tests dennoch an der Tagesordnung. Soundeffekte und Musik sind schmückendes Beiwerk, ragen jedoch weder negativ noch positiv heraus.
Auch Bugs, Abstürze und Instabilitäten des Netzcodes unterbrechen bislang regelmäßig den Spielspaß. Immerhin haben die Entwickler innerhalb der ersten zwei Wochen große Schritte in die richtige Richtung gemacht: Nachdem in der offiziellen Verkaufsversion nicht einmal das Tutorial durchspielbar war, fehlen mittlerweile nur noch hin und wieder einige Texturen. Die Server sind inzwischen nahezu durchgängig erreichbar und erfreulicherweise hat nicht zuletzt die Anzahl der Spieler zugenommen: Inzwischen sind Kontinente aufgrund von Überfüllung bisweilen nicht mehr betretbar - zu Beginn konnten wir noch eine der zehn Landflächen komplett überqueren, ohne auf Freund oder Feind zu treffen.

 

Fazit

von Fabian Walden
Trotz der Wertung lässt sich keine klare Kaufempfehlung für 'PlanetSide' aussprechen. Das hat zwei Gründe: Zum einen kämpft das Spiel noch immer mit teils massiven Bugs, schlechten Server-Verbindungen und häufigen Abstürzen. Das ist für einen MMO-Titel zwar nichts Besonderes, kann aber zumindest im Moment den Spielspaß ein wenig schmälern. Zum anderen kostet 'PlanetSide' Geld. Viel Geld, obwohl es nicht wesentlich mehr bietet als ein 'Tribes 2' oder 'Battlefield 1942'. Hier stehen wir auch gleich vor dem wohl größten Problem, des neugeschaffenen MMOFPS-Genres: Warum sollte der Spieler für etwas zahlen, das er bei zahllosen anderen Games mit nur wenigen Abstrichen auch kostenlos haben kann?  

Wertung

  • PC
    74
    %

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