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PlayStation 2

Ein drittes Argument ist die sogenannte Emotion Engine (EE), das Herzstück der Konsole. Es handelt sich hierbei um eine reine 128-Bit-RISC-CPU, die auch das MPEG2-Codec-Verfahren beherrscht. Die CPU ist auf knapp 300 MHZ getaktet. PC-Besitzer sollten jetzt nicht zu lachen anfangen, da sich der Aufbau des Prozessors wesentlich von den PC-CPUs unterscheidet und nicht direkt damit verglichen werden kann. Wenn eine normale PC-CPU 12 Zyklen für eine Operation benötigt, dann braucht die RISC-CPU nur zwei Zyklen, womit sie also in mathematischer Hinsicht wesentlich schneller ist. Die EE ist in der Lage, ein und dieselben Daten auf mehrere Einheiten zu splitten. Daraus resultieren naturgetreue Bewegungen von Objekten und Figuren, wie sie zuvor nie erreicht und in technischen Demos bereits gezeigt wurden.

Aber auch sonst hat die PlayStation 2 einiges zu offenbaren. Für die Grafiken als solches ist der 147 MHz getaktete 'Graphics Synthesizer' (GPU) verantwortlich, der lediglich 4 MB VRAM bietet. Die Leistungsfähigkeit der GPU beträgt offiziell rund 66 Millionen Polygone pro Sekunde ohne Effekte, sowie rund 20 Millionen Polygone pro Sekunde mit Effekten und stellt damit selbst aktuellste PCs in den Schatten. Allerlei gängige Verfahren zur grafischen Darstellung wie 'Anti Aliasing', 'Alpha Blending', Fogging, 'Mip Mapping', bi- und trilineares Filtern und ähnliches werden unterstützt. Falls ihr euch für weitere technische Details interessiert, findet ihr am Ende des Berichtes ein ausführliches Datenblatt. In diesem Zusammenhang sei nur noch der 32 MB Hauptspeicher erwähnt.

PlayStation 2

Wie gesagt, die PlayStation 2 verkaufte sich in Japan ausgezeichnet und tut es immer noch. Bis Ende April waren auch bereits 1.4 Millionen Einheiten an den Mann gebracht. Sony konnte bisher nie mit der Produktion der benötigten Einheiten nachkommen - gerade mal 500.000 Einheiten im Monat für Japan waren das Maximum. Zum U.S.-Launch im Oktober wurden rund 500.000 Einheiten (Die Gründe dafür erfahrt ihr unter dem Punkt 'Gerüchte') ausgeliefert und die Situation war ähnlich wie in Japan. Riesige Schlangen vor den Märkten - sogar von Raubüberfällen ist die Rede. Dabei hätte sich Sony das Debakel sparen können, da die Vorbestellungen bereits über 500.000 Einheiten hinausgingen. Fairerweise wurden aber auch Konsolen an den Einzelhandel ausgeliefert, begleitet von 26 Softwaretiteln, welche schon etwas reifer wirken, als seinerzeit in Japan - ebenfalls ein bisher unangefochtener Rekord. Insgesamt wurden an diesem Tag mit den Softwaretiteln und anderen Peripherie-Einheiten 250 Millionen Dollar Umsatz gemacht.

Nun soll es diesen Monat am 24.November 2000 auch in Deutschland endlich so weit sein. Ingesamt 100.000 Einheiten werden zu uns ausgeliefert - 500.000 sind es für ganz Europa. Der Preis mit 869 DM mag viele bereits auf den Magen schlagen und dennoch sollten die Zahlen nicht einmal die Nachfrage an Konsolen-Freaks decken. Bei uns sollen bereits 33 Titel zum Launch fertiggestellt sein - die wahre Zahl kennt aber niemand so genau. Genauere Informationen darüber erfahrt ihr im Softwareteil des Specials.

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