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Special - PSP Go – Preview : Neue PlayStation für Download-Fetischisten

  • PSP
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Kleiner muss nicht immer schlechter sein: Mit der PSP Go bietet Sony bald eine Alternative zur PSP-3000, die es wahrlich in sich hat. Wir haben die neue PlayStation Portable ausgiebig angetestet. Alle Details in unserem Preview!

Huch, die gibt's ja noch! Die PlayStation Portable behauptete sich in den vergangenen Jahren zwar trotz starker Konkurrenz aus dem Hause Nintendo ganz gut auf dem Handheld-Markt, wahre Kracher wie God of War oder LocoRoco waren jedoch die Ausnahme. So machte die mobile Spielkonsole mehr als Gadget und durch neue Farbvarianten von sich reden.

Noch in diesem Jahr soll aber alles anders werden: Mit einer Großoffensive an hitverdächtigen Titeln soll der PSP-Zug wieder mit Höchsttempo losbrausen. Neben neuen Bundles und Farbvarianten des aktuellen Modells namens PSP-3000 will der Hersteller vor allem mit der kommenden PSP Go für Aufmerksamkeit sorgen. Sony Computer Entertainment präsentierte die neue PSP erstmals auf der E3 im Juni 2009, knapp einen Monat später erhielten wir die Gelegenheit, das Teil selbst in die Hände zu nehmen und fleißig damit rumzuspielen - im wahrsten Sinne des Wortes. Die PSP Go erscheint am 1. Oktober 2009 in Europa und wird mit 249.99 Euro (379 CHF) etwas teurer ausfallen als die PSP-3000.

Trendy PSP zum Runterladen

Doch zunächst zur wichtigsten Funktion der PSP Go. Downloaden ist das Schlagwort der Stunde. Egal ob WiiWare, Xbox Live Arcade oder PlayStation-Store: Online-Angebote zum Herunterladen von Konsolenspielen ist voll angesagt. Vorbei sind die Zeiten, als das Herunterladen von Spielen den PC-Usern und Software-Piraten vorbehalten war. Genau dieser Trend wird mit der PSP Go so konsequent umgesetzt wie noch nie: Das Gerät besitzt kein Laufwerk mehr, stattdessen schlummert ein 16-GB-Speicher im Gehäuse. Das bedeutet, dass ihr die PSP-Spiele per Download auf den Handheld transferieren müsst. Entweder ladet ihr die Dateien direkt über die Wi-Fi-Funktion der PSP und den PlayStation-Store herunter oder ihr saugt die Daten erst auf dem PC und übertragt sie dann per USB auf die mobile Konsole.

Ein mutiger Schritt, zweifellos. Zwar liegen Download-Titel voll im Trend, trotzdem dürfte es nicht wenige User geben, die vor digitaler Distribution und Bezahl-Content nach wie vor zurückschrecken. Immerhin verzichtet Sony auf einen Kreditkartenzwang: Im Handel werden laut inoffiziellen Aussagen Prepaid-Karten verfügbar sein. Ob diese Karten auch für PS3-Downloads genutzt werden können, konnte uns Sony noch nicht beantworten. Dasselbe gilt für den UMD-Einsatz: Sony arbeitet mit Hochdruck an einem Verfahren, damit PSP-Besitzer ihre schon erstandenen UMD-Discs irgendwie doch auf der PSP Go nutzen können. Wie das genau vonstattengehen soll, ist aber noch unklar.

Liegt besser in der Hand ...

... als gedacht - so unsere ersten Gedanken beim Antesten. Die PSP Go verabschiedet sich vom bisherigen Design der PSP. Ähnlich wie ein Smartphone bedeckt der Breitbild-Screen mit Rahmen die ganze Frontseite. Um an die Buttons zu kommen, schiebt ihr den Bildschirm nach oben. Darunter kommen wie gewohnt rechts die vier Action-Buttons, eine Start- sowie Select-Taste, ein Digi-Kreuz und der PSP-typische Analog-Stick-Knubbel zum Vorschein. In der Praxis fühlt sich der aufgeschobene Handheld während der Action deutlich besser an, als es die Bilder vermuten lassen. Der Bildschirm ist nicht wackelig und führt dank seines sehr geringen Gewichts auch nicht dazu, dass die Gewichtsverteilung zu stark oben beim Screen liegt.

Die PSP Go ist merklich flacher, etwas kleiner und 43 Prozent leichter als die PSP-3000. Der Bildschirm ist nicht ganz so lang wie beim Vorgänger, aber immerhin noch etwas größer als der Screen eines iPhones. Trotzdem oder gerade wegen der geringeren Ausmaße im Vergleich zu den bisherigen PSPs lässt sich prima mit der PSP Go spielen. Die Tasten sind insgesamt gut zu erreichen. Sorgenkind scheint aber nach wie vor der Analog-Stick-Knubbel zu sein. Der ist nun noch kleiner und liegt etwas weit vom Handheld-Rand entfernt - nichts für Leute mit kurzem Daumen. Personen mit dicken Zeigefingern dürften dagegen mit den L/R-Schultertasten ihre Probleme haben. Die beiden Tasten sind zwar breiter als die Handheld-Seite, aufgrund ihrer Platzierung direkt hinter dem aufgeklappten Bildschirm sind sie jedoch für Leute mit Wurstfingern nicht ganz so gut nutzbar.

Ein echtes Plus dagegen: Sowohl Digi-Kreuz als auch Action-Buttons sind nun flacher und fühlen sich beim Spielen besser an als die Tasten der bisherigen PSP. Es hat sich gelohnt, dass sich Sony bei der PSP Go von dem klassischen PlayStation-Steuerkreuz verabschiedet. Eine weitere Verbesserung stellen die Stereolautsprecher dar. Der Sound ist hochwertiger - die Klänge dringen mit weniger Rauschen an euer Ohr. Beim typischen PSP-Powerschalter inklusive Stand-by-Funktion verzichtet Sony dagegen auf Experimente. Apropos Power: Die PSP Go besitzt natürlich einen Akku. Der Stromverbrauch soll vergleichbar sein mit einer bisherigen PSP.

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