Preview - Praetorians : Praetorians

  • PC
Von Kommentieren

Diesen Artikel Offline lesen oder ausdrucken mit UNLEASHED!

Seit dem Blockbuster 'Commandos', der 1998 veröffentlicht wurde, steht die spanische Spieleschmiede Pyro Studios für ausgezeichnete Qualität. Auch in diesem Jahr will Pyro wieder einen Hit aus dem Hut zaubern, doch diesmal wagen sich die Entwickler in ein hartumkämpftes Genre: die Echtzeitstrategie. Mit Konkurrenten wie 'Age of Mythology' und 'Warcraft III' wird es sicherlich kein Zuckerschlecken, sich zu behaupten. Doch wer Pyro kennt, der weiß: Hier wächst keine ideenlose Produktion heran. Anstatt sich nur auf alte Tugenden zu verlassen, gibt es eine gut gewürzte Prise Innovation, abgeschmeckt mit überaus feiner Grafik, und vor allem, eine Menge Taktik. Denn in diesem Spiel geht es nicht um das stundenlange Aufbauen von Basen oder Abbauen von Ressourcen, sondern endlich wieder um den Kampf selbst.

Praetorians
Die römische Schildkröten-Formation schützt vor Wurfgeschossen.

Formationen und Spezialeinheiten
In 'Praetorians' könnt ihr drei verschiedene Völker spielen: Die Römer, die Ägypter und zu guter Letzt die Barbaren. Während die Barbaren ein unorganisierter Stamm sind, können die Römer ganz wie in 'Age of Empires 2' Formationen bilden und so gezielter angreifen. Eindrucksvoll präsentierte Pyro die 'Schildkröte', in der sich die römischen Truppen mit vorgehaltenen Schildern formieren und wie ein Panzer den Gegner überrollen. In einer offensiveren Formation marschieren die Soldaten mit erhobenem Schwert auf den Gegner zu, allerdings ist die Defensive bei dieser Variante sehr schlecht. Ihr müsst also genau abwägen, wie ihr gegen den Gegner vorgehen wollt. Grundsätzlich gibt es aber immer einige Regeln, an die ihr euch halten solltet: Bogenschützen sollten nie zuerst in den Kampf geschickt werden, da sie sonst ein leichtes Ziel sind, besser wäre es, die stämmigen Speerkämpfer vorzulassen und die Männer mit Pfeil und Bogen weiter hinten zu platzieren, damit sie aus sicherer Entfernung angreifen können.

Zu Beginn haben die rivalisierenden Völker die gleichen Truppentypen: Leichte und Schwere Infanterie, Kavallerie, Speerkämpfer und Bogenschützen stürzen sich in den Kampf. Zusätzlich hat jede Nation Spezialeinheiten: Die Römer schicken beispielsweise den Gladiator aufs Feld, der mit Gebrüll auf den Gegner losgeht. Diese wilde Einheit kennt kein Zurück mehr. Einmal in den Kampf geschickt, übersteht sie ihn oder stirbt - im Gegensatz zu anderen Kämpfern tritt sie keinen Rückzug an. Die Barbaren ziehen eine ältere Form der Spionage vor: Ein Falke erkundet für die Truppen das Schlachtfeld, so muss keine Einheit zur Erkundung des Gebiets geopfert werden. Die Spezialität der Ägypter ist eine mit Kamelen ausgestattete Kavallerie, die schießt, während sie sich bewegt, außerdem machen spezielle Bogenschützen den gegnerischen Truppen das Leben schwer. Im fertigen Spiel werden höchstwahrscheinlich bis zu vier Spezialeinheiten mit von der Partie sein.

Wer ist hier der Boss?
Eine weitere spezielle Einheit ist für alle Völker verfügbar: Der General. Wo auch immer sich der Militär-Chef aufhält, fühlen sich die Einheiten in seiner Umgebung durch seine Anwesenheit gestärkt und kämpfen besser. Die Kämpfer, die vom General profitieren, sollen grafisch gekennzeichnet werden, damit ihr auch erkennt, wie effektiv der Militär-Chef in die Schlacht eingreift. Dies macht den Feldherren zu einer äußerst wichtigen Figur, auf die beim Kampf natürlich besonders geachtet werden sollte: Wäre doch ziemlich ärgerlich, wenn ausgerechnet der General das Zeitliche segnen würde, anstatt eine Handvoll Bogenschützen. Im Gegenzug profitiert der Militär-Chef von den Kämpfen: Je mehr Schlachten die Truppen überstehen, desto erfahrener und natürlich besser wird euer General. Ein Fest für Strategen, diese Figur sinnvoll einzusetzen. Bis zu drei Feldherren werden voraussichtlich eure Truppen stärken können.

Geschichtliches Szenario und bequemes Interface
'Praetorians' spielt nicht in einer Fantasy-Welt , das Game basiert auf der Geschichte: So kann es durchaus sein, dass ihr beim Durchstreifen der Wüste auf die Sphinx trefft. Als Schauplätze werden Nord-, Mittel- und Süd-Europa, sowie Nord-Afrika dienen, hier sind natürlich die Ägypter zu Hause. Zur Zeit rechnen die Entwickler mit 22 Missionen, wobei sich diese Zahl bis zum Release noch etwas ändern kann. Dabei ist durchaus mit Abwechslung zu rechnen: Als Gegner werden euch nicht nur rivalisierende Völker gegenüberstehen, sondern auch eigene Truppen, die zum Beispiel eine Revolte anzetteln.

Praetorians
Mächtige Belagerungstürme machen die Festung zum Schlachtfeld.

Pyro hält sich klar an das Motto: Masse statt Klasse. Große Truppen von Kämpfern warten auf dem Schlachtfeld auf ihren Einsatz. Dabei soll aber nicht die Übersicht verloren gehen, denn während des Kampfes seht ihr im Getümmel das Symbol der Truppenart sowie die Stärke, die anzeigt, wie viele Einheiten noch leben. So könnt ihr genau erkennen, ob ihr auf der Siegerstraße seid oder ein Rückzug nicht doch besser wäre. Doch trotz den Massenschlachten wird es eine maximale Anzahl von Kämpfern geben, damit der Spaß nicht verloren geht und nicht zu viele Einheiten euren Bildschirm bevölkern. Natürlich lassen sich wie bei jedem Echtzeitstrategie-Spiel Einheiten zu Gruppen zusammenfassen, die dann oben links auf eurem Bildschirm auftauchen. Dabei wird jede Gruppe mit einem Bild der jeweiligen Einheit gekennzeichnet, so dass ihr euch nicht merken müsst, welche Nummer zu welchem Einheitentyp gehört.

 

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel