Preview - Prince of Persia: The Sands of Time : Prince of Persia: The Sands of Time

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Auf der E3 in Los Angeles konnte 'Prince of Persia: The Sands of Time' gnadenlos abräumen und sackte einen Award nach dem anderen ein. Kein Wunder also, dass wir die Einladung zum Probespielen bei Publisher Ubi Soft nicht ausschlagen konnten und uns nochmals in aller Ruhe von den Qualitäten des Spiels überzeugen wollten. Unter anderem waren wir aber auch neugierig, ob die Neuauflage der Spiele-Legende, die für alle Plattformen erscheinen soll, an alte Erfolge anknüpfen, dennoch aber auch etwas Neues bieten kann, denn immerhin beeinflusste der frühe Vorfahre dieses Namens ein ganzes Genre und fand mit 'Prince of Persia 3D' einen eher unwürdigen Abgang.

Prince of Persia: The Sands of Time
Nur nach Einsatz des Dolches ist Schluss mit dem Gegner.

Zu schön, um wahr zu sein?
Die Chancen einer erfolgreichen Wiederbelebung des holden Prinzen stehen jedoch mehr als gut, was einem schon der erste Blick beweist, denn bereits die Grafik des Spiels haut einen schlichtweg aus den Socken. Eigentlich müssten die 'Enter the Matrix'-Entwickler beim Anblick dieses Spieles vor Scham im Boden versinken, denn 'PoP' hat alles, was deren Action-Game fehlte - Detailreichtum, bis der Bildschirm platzt, immens flüssige Animationen, Special-Moves in Perfektion, wunderschöne Ausleuchtungen und allerlei technische Schmankerl wie wehende Vorhänge.

Kein Wunder, haben sich doch die Teams von 'Splinter Cell' und 'Prince of Persia' in Ubi Softs Studio in Montreal gegenseitig kräftig über die Schulter geschaut. Genauer gesagt hat das 'Splinter Cell'-Team diese Vorhang-Features von 'Prince of Persia' übernommen, auch wenn man es vielleicht anders herum erwarten würde. Und weil es so schön ist, fehlen auch tolle Zwischensequenzen, Slow-Motion-Effekte und ähnliche Bravourstücke nicht in der Sammlung, die doch wieder einmal zeigen, zu was die gute alte PS2 noch fähig ist. Man mag gar nicht dran denken, was die meist optisch stärkere Xbox-Version des Spieles zu bieten haben wird. Wo wir gerade bei Zusammenarbeit sind: Niemand geringeres als Jordan Mechner, Ur-Schöpfer von 'Prince of Persia', stand bei diesem Projekt mit Rat und Tat zur Seite.

Prince of Persia: The Sands of Time
Schicke Effekte versüßen den Kampf.

Ein Märchen aus 1001er Nacht
Im Vordergrund des Grafikspektakels steht natürlich bei all dem der Held des Spieles, jener Prinz aus dem fernen Persien, der sich in einer nicht näher angegebenen Zeit des 13. oder 14. Jahrhunderts in einem Konflikt zwischen Indien und Persien wiederfindet. Dabei dreht sich alles um zwei Artefakte, nämlich einen magischen Dolch und eine ebenso magische Sanduhr, deren Wirkung nur zwei Personen kennen, ein ziemlich kranker Wesir und die Tochter des indischen Herrschers. Wie es so sein muss, geht das natürlich etwas derbe in die Hose. Der gutgläubige Prinz baut Mist - der 'Sand of Time' aus der besagten Sanduhr verteilt sich im Lande und verwandelt die Bevölkerung zu untoten Wesenheiten, die Übles im Schilde führen. So zieht der Prinz mit dem magischen Dolch los, um die Sache wieder in Ordnung zu bringen, begleitet von der indischen Prinzessin, die im Laufe des Krieges gefangen genommen wurde. Klar, dass dabei auch eine Lovestory zwischen Prinz und Prinzessin entbrennt.

Prince of Persia: The Sands of Time
Auch auf schmalen Simsen steht der Prinz seinen Mann.

Hoheitlicher Kämpfer
Der Held entpuppt sich bei seiner Mission, in der es reichlich um Akrobatik und Kampf geht, als echter Sportsmann und Athlet. Das Kampfsystem ist dabei im Prinzip recht simpel geraten, mit dem Schwert werden etwaige Gegner zu Boden geschlagen, ein Finisher mit dem magischen Dolch folgt, wenn es sich um ein Sand-Opfer handelt. Falls ihr zufällig den Dolch-Einsatz vergesst, war die ganze Mühe umsonst, denn der Gegner rappelt sich wieder auf und geht erneut auf euch los. Da ist gutes Timing gefragt, denn während ihr dem einen Gegner den Todesstoß verpasst, warten die anderen nicht teilnahmslos, sondern dreschen ebenfalls auf euch ein.

 

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