Preview - Prince of Persia: The Sands of Time : Prince of Persia: The Sands of Time

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Prince of Persia: The Sands of Time
Der Prinz kämpft in allen Lebenslagen.
Natürlich kommen dabei auch Kombos und Special-Moves nicht zu kurz, die teilweise durch spezielle Kameraschnitte betont werden und sich bei entsprechender Kombination nicht vor 'Matrix' & Co. verstecken müssen, zumal ihr sämtliche normalen Bewegungsmanöver plus Paraden nutzen könnt. Die Kämpfe sind unterm Strich allerdings derzeit noch etwas zu einfach, mit wenigen Schlägen sind auch größere Gegnergruppen schnell bezwungen; aber in der Richtung wird sich bis zum Release sicher noch einiges tun. Auch an fiesen Fallen und anderen Kalamitäten sowie den obligatorischen Schalterrätseln fehlt es nicht, bei denen nicht nur Geschick, sondern auch etwas Köpfchen gefragt sind.

Sportlicher als Neo und Sam Fisher zusammen
Noch mehr im Vordergrund stehen allerdings knifflige Sprung-Einlagen, mit denen der Prinz sich an unzugänglichste Stellen begeben muss. Diese sind recht einfach zu handhaben, aber schwer zu meistern und begeistern durch eine unglaubliche Vielfalt an Animationen. Über 750 davon wurden bisher integriert und das besondere dabei ist, dass diese absolut flüssig ineinander übergehen, egal, was ihr gerade anstellt. Dabei fehlt es auch nicht an Special-Moves, bei denen selbst Neo feuchte Augen bekäme. So kann der Held an der Wand entlang laufen, turnerische Kunststücke vollbringen und springen wie eine Gemse.

Prince of Persia: The Sands of Time
Ein langer Sprung, hoffentlich klappt die Landung.

So klettern wir flugs eine Leiter hoch, springen an einen herausragenden Masten, legen einen Überschlag hin und springen weiter auf eine schmale Balustrade, wetzen einmal schräg an der Wand entlang, um das Ganze mit einem hübschen Salto abzuschließen, übergangslos und mit nur wenigen Tastendrucken. Das einzige, was die zirkusreife Akrobatik derzeit noch nachteilig beeinflusst, ist die noch nicht ganz optimale Kameraführung, die einem manchmal nicht den rechten Blick zur nächsten Station bietet, auch wenn die Kameraposition gedreht und herausgezoomt werden kann.

Time is on your side
Als weiteres Feature hat Ubi Soft die Zeit genutzt - so könnt ihr in bestimmten Situationen die Zeit zurückspulen. Wollt ihr beispielsweise gerade über eine Brücke stiefeln und diese wird vor euch durch einen Katapult zerstört, drückt ihr einmal auf das Knöpfchen und die Zeit wird zu einem Moment vor der Zerstörung des Bauwerks zurückversetzt, so dass ihr die wieder beziehungsweise noch heile Brücke gefahrlos überqueren könnt. Auch im Kampf kommt euch die Zeitfunktion zugute, indem ihr in eine Art Bullet-Time-Modus wechseln könnt und eure Gegner in Zeitlupe bearbeitet. Diese Specials kommen aber nicht übertrieben oft zum Einsatz, denn um die Zeit zu beeinflussen, müsst ihr erst einen Stapel Gegner erledigt haben und somit eine ausreichende Menge vom Zeit-Sand einsammlen.

Prince of Persia: The Sands of Time
Kampf mit Händen und Füßen, Schwert und Dolch.

Über die geniale Grafik haben wir uns zwar zu Beginn schon ausgelassen, aber eine kleine Ergänzung muss noch sein. Die gnadenlos schöne visuelle Präsentation mit ihren Animationen, scharfen Texturen und schönen Effekten wird noch ergänzt durch sehenswerte Zwischensequenzen. Auch leidet unser Held ab und an unter Visionen, die ihm Einblicke in eine meist finstere Zukunft gestatten. Auch gibt es zu Beginn jedes Levels eine schnelle Kamerafahrt, die euch die wichtigsten Attraktionen des jeweiligen Bereiches darstellt und vor Fallen warnt oder auf Schalter hinweist. Ergänzt wird der visuelle Eindruck durch eine sehr gute Soundkulisse mit tadelloser Sprachausgabe, feinen Geräuschen und einer stets orientalisch angehauchten Musik, die bestens zum Setting passt und sich während der Action-Sequenzen dramatisch steigert.

 

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Rein von der Präsentation her ist an 'PoP' gar nix zu mäkeln, die Grafik ist teilweise sensationell schön, die Animationen sind unglaublich flüssig und variantenreich mit einem kleinen Schuss 'Matrix'-Feeling. Auch das Gameplay überzeugt und bietet reichlich Abwechslung, wobei es Ubi Soft sogar gelungen ist, das Zeit-Feature sinnvoll zu integrieren. Allerdings gibt es auch noch einiges zu tun: Die Kamera-Führung ist noch nicht optimal und das Balancing benötigt auch noch viel Feinschliff, denn die Jump-Passagen sind teilweise recht schwer, wohingegen die Kämpfe schon wieder fast zu leicht sind. Wenn Ubi Soft das noch in den Griff bekommt, können wir die Auferstehung einer Spiele-Legende mit einem dicken fetten Knall erwarten.  

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