Preview - PES 2019 : Angespielt: So will Konami dieses Jahr FIFA schlagen

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Der Kampf der Fußballsimulationen entbrennt erneut: FIFA 19 und PES 2019 konkurrieren um eure Gunst. Konami stellte in der Schalker Veltins-Arena eine fortgeschrittene Version seines Kicks vor. Erfahrt, wie sich PES 2019 spielt und wieso es vielleicht eine willkommene Alternative zum Dauermeister FIFA darstellt.

Im Finale der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft trafen Topfavorit Frankreich und Außenseiter Kroatien aufeinander. Am Ende sicherten sich die Franzosen deutlich den WM-Pokal. Diese Situation erinnert stark an das ewig währende Duell zwischen EA Sports' FIFA und Konamis PES. Meistens lieferte Konami zwar das bessere Spiel ab, konnte aber bei den Verkaufszahlen nicht mal ansatzweise mit dem Konkurrenten mithalten. Und in diesem Jahr?

Da setzte EA Sports bereits im Vorfeld Wirkungstreffer und sicherte sich beispielsweise die Lizenzen für die UEFA Champions League und die Europa League. Konami wiederum betreibt Schadensbegrenzung: Für PES 2019 fährt man das dickste Lizenzpaket aller Zeiten auf. Mit sieben neuen lizenzierten Ligen – darunter exklusiv die russische Premier League und die portugiesische NOS – und Partnerclubs wie dem FC Barcelona, dem AS Monaco oder dem FC Schalke 04 sowie 25 frischen Legenden für den Modus myClub.

Größter Wermutstropfen: Die Bundesliga ist erneut nur mit drei Vereinen vertreten. Wer neben dem FC Schalke 04 die Bundesligaflagge hochhält, ist allerdings noch nicht bekannt. Konami sichert sich zumindest einen zeitlichen Vorteil gegenüber FIFA 19. PES 2019 erscheint bereits am 30. August 2018 für PC, Playstation 4 und Xbox One. Die Demo gibt es bereits am 8. August. Die in der Veltins-Arena präsentierte Fassung war zwar nicht absolut deckungsgleich mit der Demo, lieferte jedoch einen guten ersten Eindruck der Stärken und Schwächen der Fußballsimulation.

Es werde Licht!

In der vorgestellten Version liefen unter anderem Teams wie Inter Mailand, Liverpool oder Schalke 04 auf. Als Stadien standen die Veltins-Arena sowie das legendäre Camp Nou zur Auswahl. Stadien und Spieler finden ihren Weg in Folge aufwendiger 3D-Scans in PES 2019. Der Titel basiert auf der Fox-Engine, erweitert diese aber um die Lighten-Technologie. Diese erlaubt die realistische Darstellung von Lichtverhältnissen und Veränderungen in der Beleuchtung – etwa bedingt durch den Untergang der Sonne.

In der Praxis fallen nicht nur die hübschen Schattenwürfe, sondern auch die wechselnden Stimmungen auf. Jedes Spiel wirkt durch die veränderten Lichtverhältnisse ein wenig anders und auch den Spielern kommt diese Funktion zugute. Sehr schön: Spieler reagieren jetzt stärker auf extreme Wetterverhältnisse wie Regen oder Schnee. Sie sinken also im tieferen Boden ein oder rutschen aus. Einen kleinen Makel besitzt die überzeugende Grafik aber doch: Die Spielergesichter wirken zwar detaillierter, die Mimik aber mitunter maskenhaft und überzeichnet.

Die Spieler sind die Stars

Bereits in den Vorjahren verlieh Konami seinen Stars mit der Player-ID eine eigene Identität. In diesem Jahr baut man dieses Konzept aus. Ihr erkennt die Akteure an ihrerer Statur und ihren Bewegungen bereits aus der Distanz. Außerdem spielen die individuellen Fertigkeiten der Kicker eine größere Rolle.

Trotzdem solltet ihr einzelne Stars wie Neymar oder Antoine Griezmann nicht überstrapazieren und mit ihnen nicht im Vollsprint in jeden Angriff gehen. Dann verlieren sie nämlich Kondition und werden müde. In früheren Titeln mündete das vor allem in ein langsameres Lauftempo. In PES 2019 äußern sich schwere Beine auch spielerisch. Müde Fußballer laufen nicht mehr mit zurück und bieten sich weit weniger an. Außerdem erhöht sich das Verletzungsrisiko, was besonders im Karrieremodus zum Problem werden kann.

Kickt gut!

Konami drosselt das Tempo in PES 2019 leicht. Das gibt euch mehr Zeit, um euch einen Überblick über das Geschehen zu verschaffen. Zugleich erfordert das Spiel mehr Präzision am Gamepad als FIFA 19, belohnt das aber mit schönen Ballstafetten. Vom Hurrafußball früherer Tage ist in PES 2019 wenig übrig, stattdessen geht es vor allem um Kontrolle. Nur wenn ihr eure Truppe und deren Laufwege kennt oder zumindest flott auf die Aktionen reagiert, gelingt euch der Raumgewinn.

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Der Trailer stellt einige neue Funktionen des myClub-Modus vor, darunter Featured Players und das Scout-System.

PES 2019 gibt sich daher gewohnt flexibel. Ob ihr also mit Doppelpässen durch die Mitte kommt oder eure Flügelflitzer freispielt, ist ganz eure Entscheidung. Beim Anspielen kam es zu einer Reihe wunderschöner Treffer aus den unterschiedlichsten Situationen. Sehr gut: Das Leder ist einen Hauch leichter. Schüsse und Flanken haben dadurch mehr Wucht. Bei Abprallern oder Faustabwehren der Torhüter fliegt das Leder dadurch mit mehr Schwung.

Während Pässe und Torabschlüsse also gewohnt routiniert funktionieren, fühlen sich die Zweikämpfe noch nicht absolut befriedigend an. Tacklings sind einen Hauch zu mächtig und meist genügt ein gezielter Angriff zur Balleroberung. Einen echten Zweikampf wie in FIFA 19 gibt es (noch) nicht.

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