Test - Pro Evolution Soccer 6 : Pro Evolution Soccer 6

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Auch in diesem Jahr sorgt Konami für eine neue Version der beliebten Kicker-Reihe ’Pro Evolution Soccer’. Nachdem wir bereits die Xbox-360-Version begutachtet haben, ist nun die PS2-Fassung dran. Was ist im Vergleich zur NextGen-Fassung anders? Die Antworten gibt’s hier.

Viele Fußballveteranen sind seit der ersten Umsetzung der ’PES’-Reihe auf die Microsoft-Konsole eher skeptisch. Schließlich hat der Titel seine Wurzeln auf der Sony-Hardware und zog von dort zu seinem Siegeszug los. Wenn man die beiden Konsolenversionen des aktuellen Teils vergleicht, scheint die Skepsis berechtigt. Nur auf der PlayStation 2 erhaltet ihr nämlich das volle ’PES’-Programm.

Über den Kampf zum Spiel

Auf dem Platz zeigen sich schnell die großen, bekannten Stärken der Serie. Spielablauf, Ballphysik, Aktionen und Animationen der Akteure sind absolut realistisch und haben das Prädikat "Sportsimulation" wirklich verdient. Egal ob rasanter Flankenlauf, fulminanter Kopfstoß (aufs Tor, nicht gegen Materazzi), eleganter Lobpass in den freien Raum oder packender Zweikampf an der Seitenauslinie; ’PES 6’ spielt sich so, wie sich ein genialer Kick spielen muss. Wer den Vorgänger gezockt hat, fühlt sich sofort heimisch, entdeckt aber auch die eine oder andere Neuerung. So hat man nun als Verteidiger bessere Chancen, durch ein gekonntes Tackling in Ballbesitz zu gelangen. Wo vorher der Ball unkontrolliert herumsprang, flitzt der Defensivspieler nun mit selbigem am Fuß davon. Nach einer Flanke hat man zudem bessere Kontrolle über den Laufweg des köpfenden Spielers. So flitzt ihr bei einer scharfen Hereingabe schnell Richtung kurzer Pfosten oder lasst euch zurückfallen, wenn die Flanke etwas weiter vom Tor wegsegelt. Vielfältige Einstellungsmöglichkeiten geben ausgefuchsten Taktikern das nötige Werkzeug an die Hand. So verlegt sich euer Team aufs Kontern oder setzt den Gegner schon beim Spielaufbau mit Pressing mächtig unter Druck.

Nie mehr Bundesliga?

In Sachen Spielmodi wird grundsätzlich altbekannte Kost der Serie serviert: Ihr bestreitet entweder eine Saison oder kämpft bei einem Pokalwettbewerb um die Trophäe. Mehr Tiefgang bietet der Meisterliga-Modus. Hier baut ihr nach bewährter Manier eine eigene Mannschaft auf und führt diese durch die Höhen und Tiefen des Ligalebens. Dabei ist nicht nur ein guter Torschuss, sondern auch Grips bei der Verpflichtung kommender Stars gefragt. Verkalkuliert ihr euch nämlich bei Vertragsverhandlungen, droht der finanzielle Ruin eures Lieblingsclubs. Die größte Enttäuschung lauert beim Liga-Betrieb: Nur die Ligen Frankreichs, Italiens, Spaniens und der Niederlande sind mit Original-Lizenz vertreten. Bis auf Bayern München sucht ihr deutsche Klubs vergeblich. EA lacht sich ins Fäustchen, Fans sind frustriert. Hintergrund: Die DFL hat die Rechte zur Nutzung der Marke Bundesliga (Logos, Vereins- und Spielernamen) exklusiv an Electronic Arts vertickert. Sogar die an Bundesligisten angelehnten Fantasieteams wie Ruhr oder Hanseaten sind somit rechtlich nicht mehr koscher. Die dafür nun an der Seitenlinie herumwuselnden Schiedsrichterassistenten sind da nicht wirklich ein Trost. Im Gegensatz zum spärlich ausgefallenen Editor der Xbox-360-Fassung dürft ihr zumindest auf der PS2 nach Herzenslust Vereine, Spieler und Logos verändern. Auch auf die schönsten Tore braucht ihr dank Speichermöglichkeit nicht verzichten.

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